Erziehung bedeutet – ein klares Weltbild vermitteln

Erziehung bedeutet – ein klares Weltbild vermitteln

Erziehung bedeutet – ein klares Weltbild vermitteln.

 

Lasst uns mal eine Parelelle zu obiger Aussage aufstellen. Ein Foto einer Digitalkamera ist auch ein Bild. Es besteht aus vielen Pixeln, so wie ein Weltbild aus vielen Details besteht. Manche davon sind sehr wichtig, andere hingegen weniger. Bei einer Aufnahme kann, so wie im Leben, vieles schief gehen.

Ein plumper Fehler des Fotografen wäre, seine Kamera in die falsche Richtung zu halten. Oder den falschen Ausschnitt zu wählen. Auf dem Bild sieht man Dinge, welche gar nicht dazugehören. Was zu deinem Weltbild gehören soll, kannst nur du entscheiden, so wie der Fotograf entscheidet, was auf sein Foto soll. Im schlimmsten Fall hält der Fotograf seine Kamera in die Gegenrichtung. “Den kannst du gleich einliefern”, könntet du jetzt sagen. Doch wie oft schauen wir im Leben dahin, wo wir nicht sein wollen, anstatt dahin, wo wir sein wollen? Dies ist ganz klar in die Gegenrichtung.

Ein anderer Fehler des Fotografen könnte sein, dass er sein Bild verwackelt. Nichts auf dem Bild ist wirklich scharf. Sagen wir, der Fotograf wurde während er den Auslöser drückte angerempelt, dann ist auf dem Bild alles so verworren, dass man nichts mehr richtig erkennt. Das eigene Leben und das Bild welches man davon hat, sein Weltbild eben, kann ebenso verworren sein. Will man jetzt seinen Kindern helfen, was Erziehung im Grunde ist, wird man ihnen keine klare Führung geben können.

Zum guten Glück, wird es selten so schimm sein. Doch Zweifel – Unschärfen, können mehr oder weniger stark sein. Und dies finden wir in fast allen Lebensbildern. Was würde der Fotograf also in der Zukunft versuchen? Er würde dafür sorgen, dass er seine Bilder nicht verwackelt. Die Schärfe im Lebensbild, kann man herstellen indem man seine eigenen klaren Beobachtugen macht und so zu exaktem Wissen gelangt. Weiter unten dazu mehr.

Lassen wir den Fotografen einen weiteren Fehler machen. Geben wir ihm dazu eine richtige Kamera in die Hand. Eine mit welcher ganz bewusst den Teil des Bildes scharfstellen kann, auf welchen es ihm ankommt. Mit welcher er den hingegen den Hintergrund in einer fließenden Unschärfe immer mehr verschwimmen lassen kann. Doch unser Fotograf macht dies falsch. Sagen wir mal, er will eine Katze auf der Mauer fotografieren. Im Hintergrund steht ein Baum. Diesen bekommt er scharf auf sein Bild. Die Katze hingegen verschwimmt. Was wäre die Paralelle dazu im Weltbild?

Falsche Wichtigkeiten im eigenen Weltbild.

Immer im Recht sein zu wollen, wäre ein in den Weltbildern weit verbreiteter falscher Fokus. Richtige Ergebnisse zu bekommen hingegen, wäre der Punkt auf dem die “Brennschärfe” liegen sollte. Und solche falsche “Einstellungen” gibt es im Leben zuhauf.

Jetzt ist solch ein Foto eine vergleichsweise einfache Sache. Das Leben hingegen ist komplex. Nicht unbedingt kompliziert, doch es hat viele Aspekte – also komplex. Viele Dinge können unscharf oder verwackelt sein. Zu vielen Aspekten wählt man vielleicht die falsche Wichtigkeit. Und so bekommt man ein durchschnittliches Weltbild. Ganz wie mit den Fotografien. Die meisten haben Erinnerungswert, mit den wenigsten könnte man einen Preis gewinnen.

Sicherlich lebt man nicht um einen Preis zu gewinnen. Doch jeder von uns sucht nach einem Leben, welches er so gut als möglich gestalten kann. Und mit Erziehung fängt alles an. Daher bist du als Elternteil, die wichtigsten Person im Leben eurer Kinder – eures Kindes. Je preisverdächtiger dein Lebensbild, desto wertvollere Inhalten kannst du deinem Kind weitervermitteln.

Jetzt habe ich für dich ein Fass aufgemacht, welches du so schnell nicht mehr zu bekommst. Wäre auch nicht hilfreich. Doch so wie Rom nicht an einem Tag erbaut wurde, werden wir nicht allwissend geboren. Wenn wir jedoch Tag für Tag etwas dazulernen, können wir auf Dauer nur gewinnen – für uns und unsere Kinder.

Der absolute Key ist, dass wir wie der Fotograf selbst bestimmen, was in unser Bild soll, was davon wichtig ist und was nicht. Und dass wir nichts “verwackeln”. Erreichen können wir dies mit folgender Maxime: “Selbst schauen, selbst denken, und danach handeln.

Dies gilt selbst dann wenn wir von anderen etwas lernen. Überprüfen wir in unserem Leben nicht, wann, wie und warum etwas richtig oder falsch ist, bekommen wir Unschärfen, bis hin zu einem völlig falschem Weltbild. Nicht unbedingt falsch für andere – doch falsch für uns.

Denn wir sind der “Fotograf”, oder Steuermann unseres Lebens. Und als Eltern ist es unsere Aufgabe, unseren Kindern zu helfen, selbst beobachtetes – sprich klares Wissen zu bekommen welches sie völlig frei und selbstbestimmt nach ihren Wichtigkeiten bewerten dürfen. Denn nichts werden sie mehr brauchen, als zu wissen, was sie, warum und wann tun, um ihr Leben zu verwirklichen. Höchstens noch die Erkenntniss, dass sie nicht allein auf der Welt sind. Doch auch dies lässt sich beobachten. Und auch, dass es uns allem am Besten geht, wenn es uns allen gut geht.

Alles Liebe

Dein Reinhold

Wenn die Dinge schief laufen, suchen wir dringend nach Veränderung. Nach Verbesserung, so dass wir, mit ein wenig Hilfe, wieder alles im Griff haben. In meinem eBook: “Was bedeutet Erziehung für dich”, arbeite ich mit dir aus, wie du wieder entspannt in den Tag starten kannst. Und wie du es schaffen kannst um deine Kinder beneidet zu werden. Hole dir jetzt das eBook: ” Was bedeutet Erziehung für dich”. Und entdecke was du sonst auf diese Weise nirgendwo findest

Das Bild zeigt den Autor des Buches: "Was bedeutet Kinder-Erziehung für dich?

Wenn man nicht weiter weis, ist es gut einen Kompass zu haben. Oder einen Ariadnefaden, welcher einen wieder zurückleitet.

 

 

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Kindererziehung braucht starke Eltern.

Kindererziehung braucht starke Eltern

Sinnvoll gemeinsam genutzte Zeit

Kindererziehung braucht starke Eltern.

Wenn man einem Kind Moral predigt, lernt es Moral predigen, warnt man es am laufenden Band, lernt es warnen. Schimpft man es viel, lernt es schimpfen, lacht man es aus, lernt es, über andere zu lachen. Demütigt man es, lernt es, zu demütigen. Entweder sich selbst, die anderen, oder beides. Diese Dinge habe nichts zu tun mit Kindererziehung.

Das Kind braucht ein wachsendes Maß an Selbstbestimmung, damit sein Selbstwert steigen kann. Selbstverantwortung schenkt ihm persönliche Freiheit. Kinder lernen zu Beginn vor allem durch Nachahmung. Lässt man sein Kind in liebevoller Umgebung aufwachsen, treten viele Probleme erst gar nicht, oder nur in abgeschwächter Form auf. Des Kindes Kreativität und Originalität finden Raum, sich zu entwickeln.

Ohne diese Dinge wird es als Erwachsener wenig Glücklichsein finden. Mit, werden viele inner familiäre Konflikte vermieden, denn das Kind findet emotionalen Rückhalt. Es fühlt sich geborgen und sein Vertrauen, welches es mitbringt, wird nicht geschmälert.

Freundliche Vorbilder werden den Ideenreichtum fördern und ermutigen. Solche Eltern werden das Kind ermutigen auf seine Fragen selbst Antworten zu finden. Und solche Mütter und Väter werden die Lösungen des Kindes nicht abwerten, sondern anerkennen. Sie werden ihr Kind nicht sofort korrigieren, sondern behutsam führen, wenn nötig. Du brauchst als gute Mutter oder guter Vater dafür einen lange Atem.

Die meisten Eltern, welche ja ihre Welt kennen, machen sich keine Gedanken darüber, dass das Kind in kleinen Schritten die Welt erobern muss. Und daher nicht mit den (scheinbar) überlegenen Lösungen der Erwachsenen aufwarten können. Doch das Kind hat aus seiner Sicht immer Recht. Genauso wie wir als Erwachsene. Die Kunst ist es beide Welten soweit anzunähern, dass alle gewinnen.

Kindererziehung braucht starke Eltern.

Hier wird deutlich, dass Eltern innerlich gefestigt sein müssen, damit sie ihrem Kind den notwendigen Freiraum geben können. Damit sie die Geduld aufbringen können, das Kind auf seiner Stufe zu führen, ohne „Am Gras ziehen zu müssen“. Denn Zwang erhöht bestenfalls die Bereitschaft, sich zu unterwerfen. Geduld und Liebe, werden für das Kind Räume erschaffen, in welchen es blühen und gedeihen kann.

Eine ganz besondere Schlüsselrolle bekommt die Hilfe des Kindes so annehmen zu können, wie sie gegeben wird. Die Hilfe von Einjährige wird ungelenk sein und, eher selten wirklich helfen. Doch sie wird dem Kind helfen, sich von Anfang an danach auszurichten, ein wertvoller Erwachsener zu werden. Einem Menschen der nicht schon als Kind geknickt wurde, sondern zu einer starken Persönlichkeit herangereift ist. Stark wie seine Eltern, und darüber hinaus.

Kindererziehung kann eine erfüllende Aufgabe sein.

Woher bezieht man als Eltern jedoch solche Kraft? Man bezieht sie aus Zielen und Warums, welche man in sich selbst findet. Wie das geht, ist Teil des ebooks: „Hilfe! Welche Zukunft hat mein Kind“. In diesem kleinen doch inhaltsstarken ebook, welches schon eher einem Seminar, als einem simplen ebook gleicht lernst du wichtige Grundlagen. Und du lernst, wie man seine eigenen Ziele findet und festigt und daraus seine eigene zieleorientierte Erziehung erarbeitet.

Keine Angst – es ist nicht schwer. Und was noch wichtiger ist, es kann die Herausforderung ein guter Papa, oder eine gute Mama zu sein, zu einem lohnenswerten, Spiel machen.

Hol dir jetzt das ebook: Hilfe! Welche Zukunft hat mein Kind?“

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Trotzphase und andere Katastrophen

Kind in Trotzphase, Autonomiephase, Trotzkopf

In der Trotzphase können unsere Kinder nervtötend sein.

Die Trotzphase und andere Katastrophen.

War das mal mein Wunschkind, fragte sich eine Mutter häufig. Sie klagte ihr Leid am Telefon. Er war ein so sonniges Kind. Und jetzt – ihre Stimme brach. Sie hielt ihre Tränen zurück. Die Trotzphase überfordert viele Eltern. Praktisch alle Eltern machen Erfahrungen damit. Manche trifft es härter, andere haben pflegeleichtere Kinder.

Obwohl Babys häufig als unbeschriebenes Blatt beschrieben werden, bringen sie doch eine Persönlichkeit mit. Für Eltern mehrerer Kinder ist dies nichts Neues. Dennoch vorneweg erst einmal eine unbequeme Wahrheit. Nicht das Ei trägt die Verantwortung, sondern stets die Henne oder der Hahn. Da Kinder in ihren ersten Jahren vor allem durch Nachahmung lernen, kommt der Vorbildfunktion der Eltern eine bedeutende Rolle zu.

Häufig bemerken wir unsere kleinen oder großen Macken gar nicht. Wir benutzen Wörter, welche wir, wenn unsere Kinder diese benutzen, ihnen wieder schnell abgewöhnen wollen. Wir fordern, setzen voraus, rügen, strafen, ignorieren und benehmen uns oft so, wie wir selbst nicht behandelt werden wollen. Unser Gespräch, das Handy oder der Film, welchen wir uns anschauen, sind wichtiger für uns.

Auf der anderen Seite ist der kleine Erdenbürger. Er versteht die Welt weit weniger als wir. Doch noch bevor er zwei Jahre wird, entdeckt er seinen Willen. Über seine Rechte oder Regeln macht er sich keine Gedanken. Was andere denken oder fühlen ist ihm offensichtlich egal. So etwas kennt er nicht. Was unsere Kleinen jedoch zunehmend ganz genau wissen, ist was sie wollen. „Ich will aber“, wird zum Mantra. Sie sind klein, und nutzen die Waffe, welche schon als Baby funktioniert hat. Lautstärke! Wenn man nicht sofort das bekommt, Was man will, kann man immer noch nervtötend schreien. Funktioniert dies nicht, kann man immer noch herzerweichend weinen. Beides können Eltern für gewöhnlich nicht lange ertragen.

Noch schlimmer wird dies, wenn man in der Öffentlichkeit ist. Hilflos schwanken die Meisten zwischen dem Impuls Härte walten zu lassen, und der mahnenden Stimme zur Güte. Beides will nicht funktionieren, und strafende oder unverständliche Blicke streifen einen. Willkommen im Trotzalter deines Kindes. Hoffentlich, wünscht man sich, geht die Trotzphase schnell vorüber.

Erst nach und nach bezieht das Kind sich selbst und dann mehr und mehr seiner Umgebung in sein Leben ein. Sein Verstehen wächst. Doch bis zum Erwachsenen, der voll verantwortlich für sein Tun oder lassen ist – oder sein sollte – ist es ein langer Weg.

Wie durchschifft man die Klippen der Trotzphase?

Eines der Zauberworte ist Geduld. Ein Kind geht durch seine Entwicklungsphasen, ob wir dies wollen oder nicht. Manchmal hilft schlicht sich zu fragen, ob unser Kind dieses oder jenes Verhalten oder Unvermögen mit 21 Jahren noch haben wird. Diese innerliche Frage kann Vieles entspannen. Ich jedenfalls habe noch keinen Erwachsenen gesehen, welcher seinen vollen Teller wütend auf den Boden geworfen hat. Seine Trotzphase hat er seit langen überwunden. Vielleicht erinnert er sich noch, welch ein Trotzkopf er mal war, und kann nun mit seiner Mutter oder seinem Vater herzhaft darüber lachen.

Doch was tun wenn du als Mama, oder Papa, mitten im Drama steckst? Auf Dauer wird dir nur helfen, ausgeglichen zu bleiben. Beobachte, wann und wie dein Kind in seinen Trotzanfall oder Wutanfall bekommt. Manches kannst du umschiffen. Vielleicht solltest du auf dein Kind eingehen, bevor die Situation entsteht. Wobei „eingehen“ nicht nachgeben, sondern, vielmehr Verstehen bedeutet. Fühlt dein Kind sich gesehen, respektiert und als vollwertiges Familienglied. Werden viele Situationen nicht entstehen.

In anderen Situationen kann ablenken helfen. Und zwar frühzeitig. Oder wenn Einkaufen immer zum Drama wird, nimmt dein Lebenspartner, Oma oder Opa das Kind so lange. Hier hilft Beobachtung und Phantasie.

Was nie helfen wird, ist sich auf die Kleinkriege einzulassen und gegenseitig hochzuschaukeln. Ist dies jedoch bereits passiert, gelten die gleichen Regeln um wieder in einen erlebbaren Bereich zu kommen. Nur Geduld wirst zu gefühlt, zehnmal so viel brauchen.

Was auch immer – handle nie im Affekt. Nie! Verbiete dir selbst spontane Handlung unter Stress. Diese ist wirklich nur angebracht, wenn dein Kind in unmittelbarer Gefahr steht, verletzt zu werden. Wenn es dir hilft, mache es dir zur Angewohnheit innerlich auf fünf zu zählen. Oder schaue dich bewusst in deiner Umgebung um, atme tief durch und handle dann so souverän du eben kannst.

Und noch eines; sind die Herausforderungen groß, wirst du innerlich mehr wachsen (müssen) als jene, welche ein seichtes Leben führen. Klopf dir öfters dafür auf die Schulter und gönne dir eine gesunde Belohnung. Etwas das dich wirklich erfreut.

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Wege zum Erreichen deiner Erziehungsziele.

Wege zum Erreichen deiner Erziehungsziele.

Wege zum Erreichen deiner Erziehungsziele.

In Ratgebern findet man Taktiken im Überfluss. Während sicher ist, dass die meisten bei einer Anzahl von Kindern funktionieren, ist auch sicher, sie tun es nicht bei allen! Auch wenn die Erziehungsziele die gleichen sind, so braucht dennoch jedes deiner Kinder eine individuelle Führung.

Manche Autoren teilen Kinder in Kategorien ein. Wobei sie erwähnen, dass sich die Eigenheiten oft überschneiden. Daher sind Kategorien wenig hilfreich. Dies wird schnell daran deutlich, dass selbst wir Erwachsenen, je nach Tagesform unterschiedlich anzufassen sind. Müdigkeit und Erschöpfung alleine, oder Hunger genügen, um ein „anderer Mensch“ zu sein.

Hast du deinem Kind erst einmal eine Schublade verpasst, wirst du versuchen es nach dieser äußerst groben Einteilung zu behandeln. Doch es hat auch Eigenschaften anderer Kategorien. Entsprechend oft wirst du daneben liegen. Dazu kommt noch; manche Eigenschaft dieser willkürlichen Einteilungen solltest du unterstützen, manch andere solltest du versuchen zu verändern.

Es hilft z.B. nicht einem ängstlichen Kind einen Stempel aufzudrücken und schlicht vor allem zu beschützen. Denn du würdest seine Schwäche schlicht festigen. Sanfte Wege, um zu helfen, die Ängste zu überwinden, würden hingegen helfen. Dein Kind würde durch seine Erfolge mehr Selbstvertrauen fassen. Hingegen seine „Schublade Ängstlich“ hinfällig werden.

Aktive Beobachtung hilft Erziehungsziele zu erreichen.

Sinn macht daher Zustände zu erkennen. Denn Zustände sind veränderbar. Die Aggregatzustände von Wasser können als Parabel dienen. Wasser kann gefroren sein. Es kommt auch flüssig oder dampf-förmig vor. Und in diesem Sinne kann dein Kind emotionale Zustände haben. Gewinne von Fähigkeiten, Zugewinn von Wissen, oder schlicht im Spiel, wirken sich emotional erhebend aus. Verluste, hingegen senken das emotionale Niveau ab.

Ein fröhliches extrovertiertes Kind wird, leicht und spielerisch lernen. Es wird leicht zu haben sein. Ein wütendes Kind, wird weder lernen können, noch ist es leicht zu haben. Das Gute ist; Kinder sind recht gut beweglich in ihrem emotionalen Zustand.

Sowohl autoritäre Erziehung als auch antiautoritäre Erziehung sind Fehlschläge. Sie werden viele persönliche Verluste im Leben des Kindes herbeiführen. Autoritäre Erziehung durch respektlose Bevormundung. Sie ist keine Erziehung, sondern Unterdrückung. Sie formt entweder kleinlaute Ja-Sager, oder neue Tyrannen.

Und antiautoritäre Erziehung ist die Ermunterung von negativer Emotion und Verhalten. Das Kind macht die Erfahrung, dass Schreien und Trotz-verhalten erfolgreich sind. Die Gesellschaft wird Solches jedoch nie anerkennen. Sie formt Nonkonformisten.

Weder autoritäre Erziehung noch ihr Gegenteil, sind hilfreich darin, konstruktive Erziehungsziele zu erreichen. Doch dies ist heute allgemein anerkannt.

Konstruktive Erziehungsziele erschaffen ein lebenswertes Morgen.

Daher ist wichtig, dass du die Führung beibehältst. Als erste Grundlage schaffst du eine sichere Umgebung für das Kind. Und zwar materiell als auch emotional. Dinge, an welchen sich das Kind verletzen kann, gehören nicht in seine Umgebung. Ebenso wenig Dinge welche es kaputt machen kann. Liebe und Zuneigung erschaffen emotionale Sicherheit. Davon kann es, in gesunder Form, nicht genug geben.

Eltern mehrer Kinder berichten, dass keines dem anderen gleicht. Somit bleibt nichts anderes übrig als jedes Kind mit Interesse zu beobachten. Dann nämlich kannst du es entsprechend seinem emotionalen Zustand, und dessen Interessen und Neigungen unterstützen. Kategorien stören nur. Und genauso wie jede andere Form der Verallgemeinerung funktionieren sie nicht, oder nur sehr begrenzt.

Behältst du stets dein ehrliches Interesse bei, wirst du immer wissen, wie es um dein Kind bestellt ist. Dabei kommt es nicht darauf an: „Nach der Pfeife des Kindes zu tanzen“, doch darauf es mit Verstehen so zu führen, dass es Stück für Stück seine Umwelt erobern kann. Manchmal wird es deine Geduld auf die Probe stellen, doch deutlich weniger, als wenn du versuchst zu viel Kontrolle auszuüben, oder es einfach machen lässt.

Und hier wird deutlich; unabhängig was deine Erziehungsziele sind, nicht irgendwelche fertige Antworten, sondern aktive Beobachtung werden dein Wegweiser sein. Sprich – auch wenn du deinen Kindern jeweils dieselben Dinge mitgegeben haben willst, wenn sie das Haus verlassen, die Wege wie du dies erreichst, sind individuell. So individuell wie du als Vater und Mutter.

Dies bringt uns zu einem weiteren wichtigen Punkt. Sprecht eure Erziehungsziele miteinander ab. So dass ihr auf eure persönliche Art, euren Kindern helfen könnt. Erziehungsziele haben drei Architekten. Eurer Kind und Mama und Papa. Einmischungen von außen, wie Staat oder Gesellschaft kommen dazu. In meinem eBook: “Hilfe! Welche Zukunft hat mein Kind?” findest Du nicht nur wertvolle Tipps, welche du sonst kaum findest, du bekommst gleichzeitig ein Arbeitsbuch. Quasi ein ganzes Seminar.

Deine Erziehungsziele erschaffen das Morgen für Alle!

Was immer wir tun, oder lassen. Wenn wir wirklich das Beste für unsere Kinder wollen, werden wir ihnen helfen ein lebenswertes Morgen zu erschaffen. Hole dir jetzt mein eBook: “Hilfe! Welche Zukunft hat mein Kind”?!

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Was ist der Sinn des Lebens?

Die Frage: "Welchen Sinn macht das Leben", beantworten deine Ziele und deine Purpose und auch deine Lebensregeln.

Was ist der Sinn des Lebens?

Ist das Leben unsinnig? Beobachtet man, dass viele Menschen ihr Vakuum an Antworten mit Spaß füllen, wo Glücklichsein möglich ist, kann man schnell zu einem solchen Schluss kommen. Zum Glück gibt es einfache Antworten, welche du dir selbst geben kannst. Die korrekte Frage ist –  was ist der Sinn des Lebens für dich?

Über den Sinn des Lebens wurde viel geschrieben und meist das Nahe liegende übersehen. Die Frage. “Welchen Sinn macht das Leben”, kannst nur du dir beantworten. Denn Sinn gibt man in erster Linie seinem Leben selbst. Es mag viele Ebenen von übergeordnetem Sinn geben, doch wenn man seinen eigenen vernachlässigt, erreicht man die anderen bestenfalls unbefriedigend. „Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt …“ Jedenfalls das Eintrittstor zum Sinn, deines Lebens, bist du selbst. Der Sinn des Lebens, den du ihm gibst.

Zum Glück, wie viele von uns sagen, sind wir unterschiedlich. Doch wenn wir unterschiedlich sind, werden wir unsere eigenen Wege finden müssen. Denn was für deinen Tür-Nachbar gut ist, muss noch lange nicht gut für dich selbst sein. Während Menschen sich den gleichen Dingen des Lebens gegenüber sehen, bewerten sie diese eben doch unterschiedlich.

In der Frage „Welchen Sinn macht das Leben“, unterscheiden wir uns.

Um ein Beispiel zu geben. Dein Nachbar betont vielleicht den Naturschutz. Dies ist grundlegend eine positive Motivation. Fängt er an, andere Knechten und Knebeln oder ausbeuten zu wollen, um seine Ziele zu erreichen, geht er fehl. Mit allen Folgen für sich und jenen, welche er auch nur am entferntesten beeinflusst. Doch bevor ich vom eigentlichen Thema abkomme; Seine grundlegende Motivation macht für ihn Sinn. Und sicherlich für viele andere. Wird er tätig, findet er Erfüllung. Bleibt er untätig, wird er unweigerlich unglücklich.

Und hier stoßen wir auf ein Wort, welches heute viele Persönlichkeit-Trainer verwenden. „Purpose“! Im englischen kennt man mehrere Stufen von Ziel.

  • Goal kann man als das große Ziel, welches man am Ende zu erreichen versucht, betrachten.
  • Dieses teilt sich in Unterziele, welchen den Zweck haben, das große Ziel zu erreichen, den/die Purpose, auf. Der Purpose hat einen hohen emotionalen Stellenwert. Denn er repräsentiert unsere Zwecke und Warums.
  • Und zuletzt das Target. Es benennt kurzfristige Ziele, welche abarbeitbar sind.

Um zu deinem Nachbar zu kommen; er hat zumindest einen großen Purpose (Zweck) in Richtung auf Umweltschutz. Sein Purpose motiviert ihn und treibt ihn vorwärts. Sein Goal mag sein,die Erde bewohnbar für uns Menschen zu halten. Dazu nimmt er sich viele kleine Schritte vor. Targets. Dein Nachbar gab seinem Leben einen persönlichen Sinn.

Machen Kinder Sinn?

Wir Menschen sind Teil der Menschheit. Auch sind wir ein Teil allen Lebens und sogar Teil allen uns bekannten Seins. Fakt ist: Wir sind Erbauer unserer Kultur. Und je nachdem was wir tun, wird diese friedlich und lebenswert, oder eben nicht, sein. Nein es stimmt nicht, dass wir unbedeutend und nur ein Rädchen einer großen Maschine sind. Und wenn sind wir Rädchen mit Zielen und Träumen. Wir können zur Bewegung beitragen oder auch nicht. Und wenn es uns beliebt, können wir an eine andere Stelle springen. Dort können wir antreiben, wofür wir uns selbst entschieden haben.

Im alltäglichen Stress sind wir und selten bewusst über die größeren Zusammenhänge. Und doch – ignorieren wir sie, dann schlägt Erziehung fehl. Sprich, allein das Kennen von Ziel, Purpose und den alltäglichen Schritten, welche uns zu Purpose und Ziel führen, wird Sinn in unsere Erziehung bringen. Somit bringt es ausdauernde Motivation. Unser Leben erhält einen (weiteren) Zweck. Erfüllung und Befriedigung können erreicht werden. Und somit Stolz und das Bewusstsein, etwas wertvolles zur Gesellschaft beizutragen. Und während wir die Hürden nehmen, erfahren wir viel von dem für Erwachsene scheinbar seltenen Gut – Glücklichsein!

Warte auf niemand anderen als auf dich selbst zur Frage: „Was ist der Sinn des Lebens?“. Und warte nicht, sondern frage dich! Du wirst nach und nach Antworten finden. Was deine Kinder anbelangt, kann ich vielleicht hilfreich sein. Und was deinen Kindern hilft, tut es vielleicht auch bei dir. Begleite mich ein Stück des Weges!

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Wenn Werte in der Erziehung fehlen.

 

Wenn Werte in der Erziehung fehlen.

Warum schreibe ich diesen Artikel? Jemand zeigte mir ein Video eines realen Mordes auf offener Straße am helllichten Tag. Nicht in Amerika – in Deutschland. Die Medien sind voll von Gewalt, ohne dass sie auch Lösungen andeuten. Kinder werden in den Strudel hineingezogen. Es existieren Antworten gegen die genannten Probleme. Sie erfordern jedoch eine breite Beteiligung. Sowohl Staat als auch jeder Einzelne, der mit Kindern zu tun hat, ist gefordert. An vorderster Front Eltern. Und Werte in der Erziehung sind das Schlüsselthema.

Was fehlende Werte in der Erziehung verursachen.

Zu einer Studie der Bertelsmannstiftung sagt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung: „60 Prozent und damit mehr als die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen erfährt in der Schule Ausgrenzung, Hänseleien oder sogar körperliche Gewalt, insgesamt ein Viertel fühlt sich an ihrer Schule nicht sicher.“  Hier geht es zum Artikel

Die „Zeit Online“ schreibt von 10 000 den Kindern, welche Opfer von Gewalt wurden. Alleine im Jahr 2018. Artikel.

Ich selbst lebe in Stadtmitte von Stuttgart. Vor meiner Haustüre ist Fußgängerzone. In meiner Nachbarschaft befinden sich Restaurants und Bars. Sprich ich lebe mittendrin, in einem der Hotspots Stuttgarts. Die Scenen, welche sich da an den Wochenenden teilweise abspielen, sind unzivilisiert. Glück erleben diese jungen Leute offensichtlich nicht.

Es fehlen Werte in der Erziehung.

Insbesondere an den Wochenenden findet ein extremer Konsum von Alkohol und anderen Drogen statt. „Zicken-Kriege“ mit allem was dazugehört, einschließlich Gewalt resultieren daraus. Regelmäßig Schreiereien und tätliche Auseinandersetzungen. Brüllende Motoren aufgemotzter Autos und Motorräder nachts um Drei. Üble Beleidigungen, derart heraus geschrien, dass man denkt, es kommt gleich die Lunge mit, reißen einen aus dem Schlaf. Und dies obwohl ich im fünften Stock wohne. Kurz – es ist ein Drama wie aus einem schlechten Film. Woche für Woche. Nur an kalten Regentagen ist es ruhiger.

Noch mehr Beispiele fehlender Werte.

Am nächsten Morgen; Scherben, wohin man auch kommt. Radfahrer ärgern sich über platte Reifen und Eltern lassen ihre Kinder nicht zu Trampolin oder Karussell in der Innenstadt. Erbrochenes, klebriger Boden durch verschüttete Getränke. Und Mengen an Müll welche ein erniedrigendes Bild auf jene zurückwerfen, welche diesen verursachen. Und dies sind nur die „kleinen“ Auswirkungen. Die Stadt, welche alles wieder sauber macht, bevor der „Normale Bürger“ die Straße betritt, gibt Millionen für die Reinigung aus. Die Fußgängerzone wird sogar nass gereinigt um dem Erbrochenen, und den klebrigen Lebensmittelresten Herr zu werden. Alles wegen fehlender Werte in der Erziehung. Wie viel Leid in diesem Umfeld geboren wird, lässt sich nur erahnen. Erstaunlich, dass Alkohol eine anerkannte Droge ist. Erstaunlich, dass vermeintlicher Spaß, einer der höchsten Werte ist, und Glücklichsein noch nicht einmal zum Vokabular gehört.

Fehlten Werte in der Erziehung?

Diese kopflosen jungen Leute, waren einmal Kinder und haben eine „Erziehung“ genossen. Zumindest sollt man dies annehmen. Was sie Spaß nennen ist Selbstzerstörung. In vielen Gesichtern kann man sie erkennen. Es ist die Qualität von Spaß wie: „Lass uns mal ein paar Steine von der Autobahnbrücke werfen.“ „Lass uns randalieren und fremdes Eigentum beschädigen“. „Lass uns ein paar Leuten die Organe aus dem Leib treten.“ Spaß ist eben nicht unbedingt Glücklichsein.

Die Probleme sind nicht neu. Die Ausmaße jedoch schon. In meiner Zeit beschwichtigte man mit: „So ist eben die Jugend“, wobei man wahrscheinlich den entgleisten Teil davon meinte. Nun – drei aus meiner Schule überlebten nicht und eine junge Frau verlor ein Bein. Ursachen – Unfall durch Alkohol. Zwei weitere nahmen sich das Leben.

1. Was ist die Ursache dieser fehlenden Werte?

Ursache? Im Allgemeinen großes Fragezeichen! Jedenfalls für jene welche gerne Missstände ignorieren. Oder gar daran verdienen.

Mit anderen Worten, wir haben einen Erziehungsnotstand. Unsere Bemühungen gehen zu oft in die falsche Richtung. Auch wenn längst nicht alles in Extremen endet. Eltern stehen oft ratlos alleine da. Entsprechend fällt es ihnen schwer, Kindern das zu vermitteln, was die Gesellschaft zurecht verlangt.

Niemand will gemobbt oder verprügelt werden. Keiner bestohlen oder gedemütigt. Keiner will, dass sein Eigentum beschädigt wird. Und dennoch tun wir, als Gesellschaft, diese Dinge anderen ständig an. Als Ursache werden viele äußere Faktoren benannt. Da sind die eigenen Gewalt-Erfahrung, Armut, niederes Bildungsniveau oder auch seelischer Missbrauch.

Mag ja alles stimmen. Doch es ist zu kurzsichtig. Zu oberflächlich und nicht in Lösungen gedacht.

Die Menschheit hat in wechselnden guten und schlechten Zeiten, brauchbare Lösungen herausgearbeitet. Sie funktionieren bestens, sind aber für Missbrauch anfällig. Siehe: „Gefährliche Werte und Tugenden.“ Und während gesellschaftlicher Umbrüche, neigen Menschen dazu, auch das Brauchbare der Vergangenheit wegzuwerfen. Auf diese und andere Weisen verlieren wir immer wieder Wissen, welches zuvor viel Erleichterung gebracht hatte. Was waren also diese Lösungen?

Zeit sich auf Werte in der Erziehung zu besinnen!

Das Gute an Werten oder auch Tugenden ist, sie finden eine breite Übereinstimmung in der Gesellschaft. Und zwar quer durch alle Altersschichten. Quer durch alle Weltanschauungen. Du willst den Beweis; OK – legen wir los.

Willst du bestohlen werden? Willst du belogen werden? Gefällt es dir, wenn man dich nicht respektiert? Freust du dich schon auf die unfreundlichen von den Menschen um dich herum? Bist du stolz auf den faulen Kollegen, der seine Arbeit auf dich abwälzt? Ziemlich dumme Fragen, welche jedoch nur eine kluge Antwort zulassen: „Nein!“ Und glaub mir, das gilt praktisch für alle von uns. Also Werte sind nach wie vor populär! In der Geschäftswelt kommen sie in neuem Kleid daher. Softskills!

Jedenfalls – diese unangenehmen Dinge sehen wir mehr und mehr als gegeben und normal an. Denk mal an manche Politiker. Denk an selbstgefällige Manager, oder die Medien. „Was die da oben können, kann ich schon lang“, habe ich mehr als nur einmal gehört. Und genau hier laufen wir in die Falle. Es braucht weder Religion oder irgendeine Weltanschauung um der Vernünftigkeit der Werte bewusst zu werden. Fakt ist: Was Werte in der Erziehung brauchen ist das Verstehen des Kindes und dessen Selbstbestimmung darüber.

Sind sie vorhanden, läuft der Laden. Egal ob es eine Familie, eine Firma oder ein Staat ist. Wenn sie vorhanden sind, sind faires Spiel und ehrlicher Erfolg erreichbar. Es gibt ohnehin nur ehrlichen Erfolg. Betrügerischer schlägt auf den Kriminellen zurück. Er ist nicht Nachhaltig. Ohne dass man ihn ins Gefängnis zu werfen braucht, wird der Betrüger seine Fenster vergittern. Er wird nach „Sicherheit“ schreien. Ein angstvoller erbärmlicher Zustand. Egal wie sehr er ihn mit Besitztümern bemäntelt.

Da kann man nichts dagegen machen!

Es wird Sprechern oder Schreiberlingen selten bewusst, dass sie mehr über sich selbst verraten, als ihnen lieb ist. „Da kann man nichts dagegen machen“, ist Apathie! Es ist Versagerdeutsch. Schwarzmalerei. Der Weg in immer mehr Gesetze macht uns alle mehr und mehr unfrei. Wobei langfristig unsere Kinder den größten Teil ausbaden müssen. Mann kann das Steuer immer herumreißen. Oder es zumindest beherzt versuchen. Es gibt diese unbarmherzigen Dinger genannt Spiegel. Gut für jenen der Morgen auch noch hineinschauen kann. Und dabei sagen kann: “Ich habe das Meine getan!”

Wir alle können sogar sehr viel tun. Und tatsächlich tun die Meisten von uns bereits sehr viel. Unser Leben würde trotz allem nicht so gut verlaufen, wäre es anders. Die Meisten von uns tragen bereits viel Verantwortung. Doch manchmal würde eine Erleichterung gut tun. Zum einen Erleichterung in der Form, dass man sich nicht blöd vorkommen muss, nur weil man versucht anständig zu sein. Zum anderen, praktisch umsetzbare Dinge über welche wir auf breitester Basis übereinstimmen können. Denn eine Gesellschaft kann nur aus Übereinstimmungen gebaut werden. Verstehe mich hier richtig. Ich rede nicht von Gleichmacherei. Ich rede von Vielfalt, welche jedem die Freiheit gibt, sein Leben zu gestalten. Und ich rede von Übereinstimmungen, aus welchen wir die verbindenden Teile der Gesellschaft bauen können.

Werte und Tugenden, die Bausteine der Menschenrechte.

Ich rede von den Werten und den Tugenden. Gemeinsam mit den Menschenrechten, welche ihrerseits aus den universalen Werten entstanden sind.

Wir schulden es der Zukunft, wir schulden es unseren Kindern, dass wir ihnen eine friedliche und lebenswerte Gesellschaft hinterlassen. Was zu tun ist, erscheint überwältigend viel. Lass mich hier eine Tante von mir zitieren: „Viele Hände bereiten viel Arbeit, ein schnelles Ende“, pflegte sie häufig zu sagen. Wie man solche Dinge vermittelt, so dass ein Kind diese annehmen kann und noch viel mehr erfährst du in meinem eBook: “Hilfe! Welche Zukunft hat mein Kind?”

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Quo vadis? Oder wohin gehst du Mama und Papa?

Mama Papa, welchen Weg nimmst du?

Anmerkung: Dieser Artikel wendete sich ursprünglich an Künstler. Ich habe ihn hier für Eltern umgeschrieben. Also für dich Mama und Papa!

Es ist eine alte und allseits anerkannte empirisch beobachtbare Wahrheit, dass man diejenigen Dinge verstärkt worauf man seine Aufmerksamkeit lenkt. Sichtbar wird dies in solchen Sprichwörtern wie: „Lächle und die Welt lächelt zurück.“ Oder: „Wie man in den Wald schreit, kommt es zurück.“ Sowie: „Gewalt erzeugt Gegengewalt.“ Oder als Moral-regel: „Was du nicht willst dass man dir tu´ füg´ auch keinem Anderen zu!“ Legt man seine Aufmerksamkeit auf Freundlichkeit, findet man viel von ihr. Legt man seine Aufmerksamkeit auf Nichtübereinstimmung, bekommt man diese. Auch die Rede von der „Sich selbst erfüllenden Prophezeiung“, unterstützt die Aussage: „Worauf man seine Aufmerksamkeit legt erhält man!“ Für Mama und Papa – Wenn du dem Guten in deinen Kindern die Aufmerksamkeit gibst. Sie darin lobst und unterstützt, bekommst du mehr davon.

Was Mama und Papa im Eifer des Gefechts gerne übersehen.

Auch wenn es immer wieder schwer fallen mag, die Konsequenz für das eigene Handeln kann nur bedeuten, dass, wenn ich das Gute in der Welt mehren will, ich das Gute benennen, besingen, in Bild und Film zeigen und somit verstärken will. Oder für Eltern, dass ich die Samen des Guten meinem Kind weitergeben will. Denn im Kind wird dies wachsen, worauf ich seine Aufmerksamkeit richte.

Baue ich ein Haus, habe ich ein Haus. Pflanze ich einen Garten, habe ich einen Garten. Führe ich Krieg, habe ich Verderben. Es ist so einfach, dass es gerne übersehen wird! Mobbe ich und streue zersetzende Kommunikation, bereite ich den Boden für Streit. Streit auf internationaler Ebene ergibt … … … Genau! Streit in der Familie ergibt in letzter Konsequenz Scheidung und traumatisierte Kinder. Wie im Kleinen so im Großen. Lehre ich, meine Kinder zu hassen, werden sie weiteren Hass in die Welt bringen. Da hilft alles Schönreden nicht.

Zeige ich meinen Kindern durch mein Vorbild was Liebe, Verstehen und offene Kommunikation sind, werden sie eine stabile Basis haben um selbst ihrerseits das Gute zu verstärken. „Besinge“ ich die Sinnlosigkeit des Lebens und verherrliche ich Drogen, werde ich als Künstler oder auch als Eltern genau dies in der Welt vermehren.

Mama und Papa stehen im Glashaus.

Geht es mir selbst schlecht und ich dramatisiere dies öffentlich, (Soziale Medien) werden sich Andere finden, welchen es auch schlecht geht und gemeinsam erneutes Leid produzieren. Es ist in Ordnung, seine Trauer zu leben und Freunde zu finden, welche einem wieder auf die Beine helfen. Es ist destruktiv öffentlich zu dramatisieren und die Welt schlecht zu reden. (So wie die Medien das tun.) Tu ich dies meinen Kindern gegenüber, lernen sie anstatt hilfreichen Dingen, das Drama der Welt kennen. Und zwar von einem Opfer-Standpunkt aus. Sie lernen eben nicht was wir predigen, sondern was sie bei uns beobachten können. Wie sollen sie jemals als Erwachsene besonnen und lösungsorientiert sein?

Wer kennt nicht die Warnung: „Mal nicht den Teufel an die Wand“. All diese Weisheiten von Großmutter und Großvater sind entstanden, weil unsere Vorfahren schmerzvoll erfahren haben, was passiert wenn sie sich nicht daran gehalten haben.

Ein paar aufschlussreiche Wortbedeutungen:

Zyniker: Bissiger die Wertgefühle anderer herabsetzender Spötter. Herkunft zu griechisch kyon = Hund.

Spötter: Jemand der Äußerungen tätigt oder Verhaltensweisen zeigt, mit der sich über jemand oder jemandes Gefühle oder Ähnliches lustig macht. Ein zu tiefst unterlegener Mensch, der Überlegenheit demonstrieren will. Ein Verallgemeinerer der mit Trugbildern arbeitet. Lügner sich selbst und anderen gegenüber.

Defätist: Jemand der mut- und hoffnungslos ist und die eigene Sache und überhaupt alles, für aussichtslos hält.

Schwarzmaler: Jemand der allzu pessimistische Darstellungen, Schilderungen von sich gibt. Ein Mensch, der aufgegeben hat an Lösungen zu glauben.

Allen gemeinsam ist, dass sie häufig in Verallgemeinerungen reden. Weiterhin, dass sie konstruktive Bemühungen herunterputzen und in Hilfe stets Betrug wittern. Einen von ihnen hörte ich öfter sagen: „Der Mensch will betrogen werden“. Mit ihren Anklagen reden sie sozusagen von sich selbst. Keinem von ihnen ist als Freund zu trauen. Weder als Ratgeber für Eltern noch als Freunde für die Kinder. Nicht, dass wir nicht alle, zeitweise in solche Verhaltensweisen rutschen könnten. Kritisch wird es, wenn sie zur Grundeinstellung der Person gehören.

Nun hat jemand in den Wortdefinitionen das Dauerfeuer mancher unserer Medien oder manchen Politiker wiedererkannt? Oder gar sich selbst? Im zweiten Falle ist es noch nicht so schlimm. Den Luxus der Selbstreflexion kennen die wirklich üblen Burschen nicht. In einer Gesellschaft in welcher man massiv von solchen Dingen umgeben ist, kann man jedoch leicht selbst manchmal in solche Rollen schlüpfen.

Doch als Mama und Papa solche Dinge zu verstärken bedeutet auch, solche Dinge in die Kinder zu füllen. Dinge welche auch wieder herauskommen und anderen schaden. Es bedeutet, eine Zukunft zu erschaffen, welche noch mehr von Grau und Schwarz geprägt ist! (Ich meinte jetzt nicht nur unsere Autos 🙂 )

Ehrliche Hilfe existiert noch immer.

Auf der anderen Seite finden wir z.B. Hilfe. Hilfe mag durch Psychiater, durch die Pharmaindustrie, durch manch politisch motivierten Prediger, durch unlautere Politiker usw. oft pervertiert worden sein. Hilfe mag Jahrtausende Jahre lang immer wieder zur Tarnung und Auskleidung einer Falle verwendet worden sein. Dennoch existiert sie. Reine durch Nächstenliebe motivierte Hilfe. Sie existiert!

Sie existiert nicht nur, sondern nichts ist häufiger im menschlichen Verhalten anzufinden als Hilfe. Der Mensch ist nicht schlecht! Oder hat ein Zahnarzt, welcher gutes Geld verdient, etwa nicht geholfen, als er den faulen Zahn saniert hat? Helft ihr als Mama und Papa nicht pausenlos ihren Kindern? Ist Kindergarten und Schule im Grunde nicht in großen Teilen Hilfe? Zumindest aus dem Gesichtspunkt von Erzieher/in oder Lehrer/in. Hilft es uns nicht, dass irgendwo jemand an einem Fließband steht und eine Waschmaschine zusammenbaut?

Und dann die selbstlose Hilfe vieler. Gehört nicht Deutschland zu den größten Spendenländern. Ist nicht das Ehrenamt ein eine gewaltige Volksbewegung? Ist der konstruktive Künstler nicht jener, welche Freude und Weisheit in das Volk bringt? Ich kann meine Wut kaum unterdrücken – jenen gegenüber welche es wagen zu sagen der Mensch sei in seiner Grundnatur schlecht! Doch auch für mich gilt: „Dahin wo ich mein Aufmerksamkeit lenke das verstärke ich. 🙂 Also schaue ich lieber auf dich. Du beschäftigst dich mit Lösungen also musst du ein guter Kerl oder ein gutes „Mädchen“ sein. 😀

Weiterhin gebe ich meine Aufmerksamkeit hauptsächlich jenen, die ehrliche Hilfe leisten. Und daher bedanke ich mich an dieser Stelle im Namen aller welche hierzu noch zu keiner Stimme gefunden haben bei dir und allen anderen hilfreichen Menschen. Für euer Da-Sein und euere Hilfe welche ihr tagtäglich leistet. Für euch ein respektvolles und aus tiefem Herzen kommendes

Danke!

Und ganz besonders dir Mama und Papa!

Ich meine dies nicht ironisch. Ganz und gar nicht. Ich weis wovon ich als fünffacher Vater rede. Auch wenn es nicht gerade alltäglich ist. Nehme bitte meinen Dank an. Alles was wir tun, berührt auf die eine oder andere Weise das Leben der anderen. Daher nochmals Danke, Mama und Papa!

Kunstschaffende fordere ich hiermit an dieser Stelle auf, jenen ein Denkmal zu setzen, welche helfen. Mama und Papa möchte ich hiermit motivieren, weiterzumachen die wertvollen Menschen zu sein, welche sie für ihre Kinder und die Gesellschaft sind. Lasst uns eine ehrliche Sicht auf die Menschen erschaffen, denn wir alle haben, auch wenn wir manchmal Fehler machen, weit mehr konstruktives in die Welt getragen, als man uns manchmal glauben machen will.

Lasst uns das Gute in die Welt tragen und somit vermehren. Lasse deine Kinder helfen, auch wenn das bei den Kleinsten bedeutet, vieles noch mal machen zu müssen. Ihre Hilfe wird in den ersten Jahren oft noch mehr Arbeit bedeuten. Bestätige sie dennoch für ihre Absicht und Tat. Lehre ihnen nicht Angst, sondern helfe ihnen so schnell wie möglich das Leben zu erobern. Sei beschützend da, wenn es nötig ist.

Wir alle können eine große Hilfe sein! Das Ziel: Eine friedliche lebenswerte Kultur erhalten/aufbauen. Unsere Kinder sind es wert. Und wir als Mama und Papa, werden stolz darauf sein, was wir weitergegeben haben.

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Gestern und Heute. Unglaubliche Erzählungen

 Gestern und Heute. Bild einerFamilie früher.

Gestern und Heute.

Neue Generationen wachsen heran. Neue Dinge werden bald als normal angesehen. Manches zum Guten manches vielleicht auch nicht. Ich dachte mir, heute illustriere ich mal ein paar Unterschiede. Nicht um Aussagen über richtig und falsch zu machen, zumal die Rahmenbedingungen nicht besser geworden sind. Aber ich frage dich, ist wirklich alles so normal, was wir als Solches betrachten? Gestern und Heute – eine Gegenüberstellung.

Man könnte sagen, dass ich als Kind Pech gehabt habe. Immerhin war ich ein Scheidungskind. Doch Kindern wehte damals noch viel Freiheit durch die Haare und diese wollte ich um alles Geld der Welt nicht missen. Wir waren damals nicht so über beschützt wie die heutigen Kinder unter ihren Helikopter-Eltern. Und manche Mutter, würde heute voller Entsetzen von Vernachlässigung sprechen. Doch wir hatten Zeit zu wachsen, und weit mehr Freiheit als Kindern heute zusteht. Wir konnten uns ein gutes Stück unserer Nase nach entwickeln. Im Gestern und Heute ist nicht alles notwendiger Weise schlechter oder besser. Doch es lohnt sich etwas darüber zu reflektieren.

Gestern und Heute. So unterschiedlich!

Eine schöne Erinnerung ist zum Beispiel der Sommer, in welchem ich schwimmen gelernt hatte. Keine zwei Kilometer unterhalb des Dorfes in welchem ich mit meiner allein erziehenden Mutter lebte, war ein kleiner Stausee. Wir, die Kinder des Dorfes waren weitgehend auf uns gestellt. Und so mischten sich Groß und Klein in allen möglichen „Abenteuern“. Die Großen wurden angewiesen, auf die Kleinen aufzupassen, das musste genügen. Interessanterweise tat es dies auch.

Das Ufer von dem besagten See war an „unserer Stelle“ relativ steil. Doch das Ufer war von Büschen umgeben. Sie boten einerseits ein wenig Schutz, doch das Wasser war umso schlechter einsehbar. Nur an zwei drei Stellen kam man zum Wasser durch. Im Wasser wurde es relativ schnell tiefer. Als fünfjähriger konnte ich etwa drei Meter weit von Ufer weg, dann verlor ich den Boden Gewann jedoch manchen extra Schluck des braunen schlammigen Wassers. Die Meisten der anderen Kinder waren schon etwas älter, und sie hatten ihren Spaß, tollten herum und spritzten sich gegenseitig nass. Ich begnügte mich erstmal damit, im seichteren Wasser zu hüpfen.

Ein etwas älteres Mädchen erbarmte sich kurz meiner und meinte zu mir: „Du musst das so machen“. Sagte es und stieß sich mit den Füßen vom Grund ab, glitt im Wasser ein Stück und gönnte sich einen Schluck des besagten Wassers. Nun – das war eine heiße Spur. Mein erster Versuch fand mehr unter als über Wasser als über statt. Das mit dem Wasser schlucken jedoch klappte sofort. Dank meines Ehrgeizes fand ich bald den Dreh heraus, um wie sie kurz zu gleiten. Fast jedes mal mit einem guten Schluck der braunen Brühe. Ein Gutes, hatte die Schluckerei, ich wurde nicht durstig, und bekam genug Erreger zu schlucken um ohne Nadel geimpft zu sein. Heute würde man Bauernhof-Immunität dazu sagen.

Gestern und Heute. – Marketing gaukelt uns heute viel vor.

Für die Mütter, die gerade ihre Hände vorm Gesicht zusammenschlagen; krank wurde ich nicht. Später las ich vom Gesundheitspapst Dr. Strunz, dass er sich selbst gerne hier und da einen Schluck schmutzigen Wassers gönnt um sein Abwehrsystem zu trainieren. (Nur so am Rande.) Was ich sagen will ist: Ist jede Impfung nötig. Fördern die Dinge die wir unseren Kindern kaufen wirklich deren Leben. Ist das politische Marketing, das Eltern schnellstmöglichst wieder an die Herde der Industrie, der Verwaltung und des Handels bringen, wirklich als Hilfe für Eltern gemeint??? Hilft es Kleinkindern? Und so weiter und so fort.

Gestern und Heute. Mehr aus dem “Nähkästchen”.

Jedenfalls, der Sommer ging vorüber, und ich war fähig zu schwimmen. Einen guten Schwimmstil habe ich jedoch nie erlernt. Dies hielt mich allerdings nie davon ab, eine „Wasserratte“ zu sein.

Eine weitere schöne Erinnerung ist: Weiter links unterhalb des besagten Dorfes gab es eine kleine Häuseransammlung. Meine Eltern waren damals noch zusammen und wir bewohnten unser kleines aber feines Fachwerkhäuschen. Weiter unten am Waldrand war eine Sägerei, deren donnernden Sägen mich immer sehr beeindruckt hatten. Doch darum soll es jetzt nicht gehen.

Schon damals, arbeiteten beide Eltern von mir, wegen des besagten Häuschens. So blieb auch wenig Zeit für mich. Genauso wie heute meinen vierjährigen Sohn und meine dreizehn Monate alte Tochter, drängte es mich damals auch ständig aus dem Haus. Ich konnte schon auf der abschüssigen Straße laufen, ohne dauernd hinzufallen. Meine Mutter schaut aus dem Küchenfenster und ruft mir noch zu: „Geh nicht so weit weg Reinhold!“ „Ja-aaa“ gab ich zurück. Eine Zeit lang hielt ich mich daran, dann fiel mir das Sägewerk ein. Wie das so ist, wenn man so die Welt erobert findet man viel am Straßenrand und so fand ich weiter unten eine Stelle, an der man zwischen den Grundstücken zur Wiese durchgehen konnte.

Da war ich noch nie. Die Wiese war hoch gewachsen und das Gras höher als ich. Viele Blumen blühten dort. Doch die ließen sich gar nicht so leicht abreißen. Bei ein paar gelang es mir. Stück für Stück kämpfte ich mich auf der Hinterseite der Grundstücke wieder nach oben. Bald war ich hinter unserem Haus. Die Fenster waren geöffnet. Mama machte inzwischen Betten. „Mama, Mama“, rief ich. Erschrocken drehte sie sich um und sagte: „Reinhold, ich habe dir doch gesagt, du sollst nicht so weit vom Haus weg!“ „Bin ich doch nicht“, antwortete ich kleinlaut und hielt ein paar zerfetzte Blumen hoch. Der Ärger wich aus dem Gesicht meiner Mutter. Sie lächelte mir zu. Ich umrundete den Rest des Grundstücks und ging wieder heim. „Wo sind die schönen Blumen“, fragte meine Mutter. „Weis nicht“, antwortete ich. „Ich habe sie vergessen.“

Gestern und Heute. Ich würde Freiheit nie gegen eine Kita tauschen wollen.

Schaue ich heute auf meinen kleinen Sohn, sehe ich so oft den glücklichen Frechdachs, der ich selbst damals war. Und ich sehe auch die Entwicklung in meiner Vergangenheit, welche bald verhängnisvoll war, mir viel meiner Kindheit versaute und das Leben beträchtlich erschwerte.

Doch lass mich noch eine Episode erzählen, sie eignet sich gut dem Haupttitel, gerecht zu werden.

Während den Umbrüchen, kurz nachdem meine Mutter meinen Vater aufgrund dessen Gewaltausbrüchen verlassen hatte, war ich auch kurz in einem Kindergarten. Nur ein paar Tage, während wir bei Bekannten untergekommen waren. Erinnern kann ich mich nur noch daran, dass ich mich in ein Mädchen verliebt hatte und an einen ganz bestimmten Tag.

Ein paar Kinder, so auch ich, saßen im Sandkasten. Unsere Schäufelchen und Eimer waren damals noch aus Metall. Genau so ein Schäufelchen flog in meine Richtung. Prallte auf meinen Kopf und verschwand. Allerdings fing mein Kopf an zu kitzeln. Ich wischte mir mit der Hand über die Haare, wo es merkwürdig feucht war. Und da war auch das Schäufelchen. Es viel mir vom Kopf. Unweit stand die Tante mit entsetztem Gesicht. (Für die Jüngeren; Tante nannte man früher die Erzieherin.)

Es musste wohl so gewesen sein, dass die Fontanellen meines Kopfes noch nicht vollständig zugewachsen waren, jedenfalls steckte das Schäufelchen, bis ich es herunter wischte in meinem Kopf. Die Tante nahm ich bei der Hand und ging mit mir ins Haus. „Da muss Jod drauf“, sagte sie und ergänzte, „das wird ein bisschen brennen“. Das „Bisschen“ reichte um mich schreien lassen wie am Spieß. Doch auch dies ging vorüber und die Tante meinte dann noch zu mir: „Wenn deine Mutter heute Abend kommt, muss sie mit dir zum Arzt“.

Gestern und Heute. Schnitt!

Viele Jahre später. Meine jüngste von drei Töchtern geht in die zweite Klasse. Ein Tag wie jeder andere, sie in der Schule ich bei der Arbeit. Abends komme ich heim und werde mit den Worten empfangen: „Unsere Kleine liegt im Krankenhaus!“ Wie vom Donner gerührt stehe ich da und höre mich sagen: „Was ist passiert?“

Meine Frau erzählte mir, dass unsere Tochter von der Schule nach Hause kam und sich auf der Bank, welche auf unserer Terrasse stand, schlafen gelegt hatte. Eine neurotische Nachbarin (Krankenschwester) sah sie dort liegen, was ihr Kopfkino startete. Sie sah nach ihr, in ihrer Panik und es kam, was kommen musste. Unfähig zu beobachten was sie sah, völlig in ihrem Film, versuchte sie unser Kind zu wecken. Doch dies war nicht leicht. (Das war es nie) Die Kleine öffnete die Augen ein wenig, doch sie blieben zurückgerollt. Die Nachbarin sah nur das weise ihrer Augen. Die in ihrem Drama verhangene Nachbarin, rief sofort einen Arzt. Und diesen machte sie so verrückt, dass er lieber den Krankenwagen holte.

Auch er war unfähig zu sehen, was vor seine Augen war. Ein normales Mädchen, das tief und fest eingeschlafen doch inzwischen wach war. Mit dem Krankenwagen traf ihre Mutter ein. Sie war beim Einkaufen gewesen. Eingeschüchtert von dem Drama, willigte sie ein das Mädchen ins Krankenhaus fahren zu lassen. Verängstigt fuhr sie hinter dem Krankenwagen her. Dieser fuhr nicht ins nächste Krankenhaus. Nein er brachte das Kind in die Kreisstadt. Und dort überließ sie ihre Mutter den weisen Rittern. Sie musste heim, schließlich hatte sie ja noch zwei Kinder.

Nun ich kam heim und fuhr kehrt wendend mit der Familie ins Krankenhaus. Dort traf ich mein Mädchen quietschvergnügt an. Ich sprach mit dem leitenden Arzt, der mir doch sehr ans Herz legte das Kind zur Beobachtung da zu lassen. Ich fragte meine Tochter, was sie dazu sage. Sie empfand das Ganze wie ein Spiel, wie ein Abenteuer. Ihr mache es nichts aus eine Nacht im Krankenhaus zu verbringen, sagte sie zu mir. Ich sprang über meinen Schatten und ließ gewähren.

Die Geschichte hatte eine zusätzliche Würze; am nächsten Tag wollten wir in den Urlaub fahren. Jedenfalls ich herzte meine Tochter und überließ sie ihren „Helfern“.

Am nächsten Tag, unterschrieb ich früh morgens eine Erklärung, welche die Helden in Weis ihrer Haftung entband und übernahm alles Risiko mit einer gut ausgeschlafenen Tochter in den Urlaub zu fahren. 🙂 Ein mulmiges Gefühl fuhr noch ein paar Stunden mit, und dann warf ich es aus dem offenen Fenster in den Fahrtwind. Meine Tochter war das, was ich von der ersten Sekunde gesehen hatte. Kerngesund!

Gestern und Heute. Besser, man riskiert einen zweiten Blick.

Man mag einwenden, dass die Nachbarin nur ihr Bestes tat. In der Tat, das hatte sie auch. Doch Angst ist eben ein schlechter Ratgeber.

In diesen nicht ganz zwanzig Jahren hatte die Angst sich wie das „Nichts“ im Film „Die unendlichen Geschichte“, breitgemacht. Und in den folgenden dreißig Jahren hatt sich die Entwicklung noch beschleunigt. Stichwort „Angstgesellschaft!“

Ich weis; Sarkasmus steht mir nicht so gut zu Gesicht. Doch mich würde es nicht wundern, wenn heute in beiden Fällen der Rettungshubschrauber käme. Dass ich damals im Kindergarten nicht gleich einen Arzt sah, war vielleicht nicht ganz richtig. Doch, dass wir heute vor lauter Angst häufig nicht mehr sehen, was wir sehen und nicht das kommunizieren was wir selbst beobachtet haben, halte ich für ein Drama. Gestern gab es mehr Freiheit und heute mehr Marketing. Gestern legte man den Hausschlüssel noch unter die Fußmatte, und heute trauen wir uns kaum noch gegenseitig über den Weg. Besser wir finden das Beste aus Gestern und Heute und bauen eine neue friedliche Lebenswerte Kultur.

Und ich denke, es ist höchste Zeit etwas besonnener zu werden. Wo werden sonst unsere Kinder enden?

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Gefährliche Werte und Tugenden!?

Falsch verstandene Werte und Tugenden können ein Lebensschiff kentern lassen, so wie dieses hier.

Gefährliche Werte und Tugenden?

Viele Loblieder wurden auf Werte und Tugenden gesungen. Doch sie können als Falle verwendet werden. Es ist bekannt, dass viele Tierarten und Pflanzen ausgestorben sind, da sie sich teils schneller Veränderung nicht anpassen konnten. Und obwohl eine der besten Strategien des Menschen ist, seine Umgebung sich anzupassen, muss er dennoch seinem Umfeld Rechnung tragen. Was ist nun das „Gefährliche“ an Werten und Tugenden?

Bevor ich diese Aussage begründe, will ich erstmal auf den Nutzen der Werte und Tugenden eingehen. Denn zweifelsohne sind gerade die Werte und Tugenden die Garanten für ein friedliches konstruktives Miteinander. Sie sind auch der konstruktive Nährboden, auf dem die Menschenrechte formuliert worden sind. Sie sind auf menschliche Vernunft gegründet und passen in jede Weltanschauung oder Religion. (Von ein paar unterdrückerischen Strömungen abgesehen.) Dies bedeutet, dass überall auf der Welt mit ihnen übereingestimmt werden kann. Sie können ein großer Schritt in Richtung Frieden und lebenswerter Kultur sein.

So lange der Mensch existiert, konnte er die Folgen seiner Handlungen beobachten. Und jene Handlungen welche zu günstigen Resultaten führten, wurden zu den Werten und Tugenden. Jeglicher Erfolg ist in ihnen begründet. Ausgenommen jener scheinbare Erfolg, der auf Unterdrückung beruht. Solche Bemühungen, haben jedoch mittel oder langfristig immer Untergang zur Folge. Die einst stolzen Griechen oder Römer, das deutsche Weltreich und viele andere, sind heute Geschichte. Und die heutigen Mächte werden, solange sie der Unterdrückung frönen, den gleichen Verlauf nehmen.

Welchen Samen also in unsere Kinder legen? Nun – ich habe mich für die Werte, die Tugenden und die Menschenrechte entschieden. Doch eines dürfen die Werte und Tugenden nie werden oder sein.

Werte und Tugenden dürfen nie der Selbstbestimmung entrissen werden!

Und dies beinhaltet auch deren freie und situationsbezogene Verwendung. Niemand will als Beispiel angelogen werden. Also wäre Ehrlichkeit als Wert die logische Konsequenz. Und solange man sich im Vertrauensumfeld bewegt ist dies auch natürlich und richtig. Aber wie wäre es, wenn Wahrheit zu Verrat von Freunden führen würde? Wie wäre es wenn „Wahrheit“ verletzen würde? Hier wird deutlich, dass sie als Instrument zur Unterdrückung dienen kann. Deshalb hat der Gesetzgeber auch die Privatsphäre im Gesetz verankert. Deshalb gibt es auch Notwehr, welche auch verbal sein kann.

Sucht zum Beispiel die Presse nach „Wahrheit“ nur um Personen welche als Prominente oder Politiker im Rampenlicht stehen ins Abseits zu stellen. Und veröffentlicht sie diese sogenannte „Wahrheit“, zerstört dies nicht selten das Ansehen einer sonst konstruktiven Person.

Ehrlich – ein mahnender Freund oder ein zurechtweisendes Familienmitglied, oder als letzter Zufluchtsort ein Gericht, hätte die Sache vielleicht bereinigt. Doch nun hat der Prominente oder Politiker das Gefühl sich rechtfertigen zu müssen und wird in eine Lügen-spirale getrieben. Auf diese Weise sind schon viele wertvolle Mitglieder der Gesellschaft sozial gestorben. Und dies zeigt auch die Absicht dessen, dem die „Wahrheit“ angeblich so wichtig war. Er wollte den Prominenten oder Politiker in die Position eines „Vogelfreien“ bringen, damit er zerfleischt werden kann. Schwarze Propaganda vom Feinsten. Und so kann eine relativ kleine negative Wahrheit, zur großen Lüge über eine sonst konstruktive Person werden. „Wer ohne Sünde ist …“

Und somit wird Wahrheit pervertiert. Werte und Tugenden bekommen einen negativen Beigeschmack.

Dein Kind muss diese Zusammenhänge, sobald es verständig wird verstehen lernen. Zwinge es nie, immer und überall die Wahrheit zu sagen. (Eine im in den sozialen Medien bekanntgegebene Adresse, als Beispiel ist sicherlich Wahrheit. Doch das Erfragen einer Adresse im Internet ist auffällig.) Ermuntere es aber immer, im vertraulichen Umfeld sich an die Wahrheit zu halten. Mit Lügen versklavt man sich auf Dauer selbst. Gibt es aber, als weiteres Beispiel, einen mobbenden Klassenkameraden, muss dein Kind ihm nicht noch die Munition liefern.

Ganz ähnlich verhält es sich mit anderen Werten und Tugenden.

Respekt gehört vor allem der respektvollen Person. Einem pöbelnden Freund, muss nicht derselbe Respekt entgegengebracht werden, wie einem Lehrer der immer bemüht ist, im Sinne des Kindes zu helfen. Die größte Freundlichkeit, welche man einem Kriminellen entgegenbringen kann, ist ihn hinter Gittern unschädlich zu machen. (Das war nicht sarkastisch gemeint.) So hält man ihn wenigstens davon ab, noch mehr Schaden zu verursachen.

Oder um die Tugend Fleißigkeit zu nehmen. Fleiß für die falsche Sache; Drogen verticken als Beispiel, wäre sicherlich keine Tugend. Und damit wird auch klar, dass all diese Dinge sich gegenseitig bedingen. Freundlichkeit gehört dem respektvollem Menschen und Ehrlichkeit ist gegenüber einer Vertrauensperson angesagt. Die spiegelt sich auch im Beicht- oder Arztgeheimnis wieder. Wobei der Pfarrer oder Arzt nicht automatisch auch tatsächlich als Mensch Vertrauenspersonen sein müssen. Leider. Und genau deswegen dürfen Werte und Tugenden nie starr, und in Recht und Ordnung erstickt werden. Sie müssen durch Verstehen selbstbestimmt von jedem Einzelnen in ihr Leben genommen werden oder auch nicht. Dein Kind muss über die Jahre lernen diese Dinge dynamisch anzuwenden. Sonst können sie pervertiert und in ihr Gegenteil verwandelt werden.

Werte und Tugenden können in eine „Waffe“ verwandelt werden.

Werte und Tugenden können in eine „Waffe“ verwandelt werden. Genauso wie ein gewöhnliches Messer oder Geld. Der „tödliche“ Satz ist: „Du musst!“ Das Kind oder der Mensch will im allgemeinen „Gut“ sein. Doch aufgezwungen, erschaffen Werte und Tugenden Ja-Sager, Kriecher und sozial unfähige Menschen. Denn auch „Nein sagen“ können, gehört zum konstruktiven Miteinander. Nein sagen können zu dem was man als nicht richtig oder nicht für gut hält. Auch auf die Gefahr hin als unfreundlich wahrgenommen zu werden.

Die Fähigkeit, richtig von falsch zu unterscheiden und die Fähigkeit den Charakter der Menschen zu „lesen“ sind die Grundlage davon. Dann sind Werte und Tugenden, eine der höchsten Kulturleistungen der Menschheit.

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Familie – eine dringend wichtige Definition.

Familie ist der Grundpfeiler der Gesellschaft.

Familie – eine dringend wichtige Definition.

Das herkömmliche Familienbild ist unter Beschuss. Babys werden von Leuten welche keine Kinder haben gar als Umweltsünde diskutiert. Daher möchte ich hier erstmal den Artikel 6 GG zitieren. Weiter unten gebe ich einen persönlichen Bericht und noch ein paar motivierende Gedanken. Um es vorneweg zu sagen. Ich bin klarer Befürworter, intakter Familien, obwohl ich in erster Ehe nach zwanzig Jahre auch gescheitert war. Nach wie vor habe ich ein Idealbild von Familie vor meinen Augen. Als „Nordstern“ sozusagen.

Artikel 6 Grundgesetz.

(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.

(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.

Hier kannst du alle Grundrechte nachlesen.

https://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01-245122

Wie du siehst, anerkannte der Parlamentarische Rat 1949 den besonderen Wert der Familie. Und mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die obigen Punkte 1-5 Teil der deutschen Verfassung. Soweit der trockene aber dennoch wichtige Teil.

Da die Begriffe Ehe und Familie damals keinen Erklärungsbedarf hatten und so nie definiert wurden, war die ursprüngliche Absicht leicht zu unterwandern. Somit sind Familien nicht notwendigerweise Eltern und leibliche Kinder. Wie dem auch sei, es geht um die Kinder. In welcher Konstellation auch immer heute Familie auftritt, sie sollte nie „die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“, aus Artikel (2) vernachlässigen. Doch was ist Erziehung eigentlich?

Den wesentlichen Teil bestimmst du im Rahmen deiner Familie.

Du alleine, wenn du allein erziehend bist, oder mit deinem Partner zusammen. So zumindest die Theorie. Ein afrikanisches Sprichwort besagt: „Zum Erziehen eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf“. Nur dass heute dank Medien und Internet die ganze Welt ein Dorf ist. Dies bringt die ganze Vielfalt auf einmal auf den Tisch. Also irgendwie, wird das alles ein wenig kompliziert!?

Eigentlich nicht. Solange du dein Kind liebst, nicht verbiegen, jedoch nach seinen Fähigkeiten und Neigungen fördern willst. Ihm andererseits die nötige Führung bietest, damit es die grundlegenden Regeln des Zusammenlebens und damit der Gesellschaft mit Verstehen lernt, machst du schon den Großteil richtig. Irgend wie liegt es schon nahe an der goldenen Regel: „Was du nicht willst, dass man dir tu, füg auch keinem anderen zu.“

Der Umkehrschluss wäre dann: „Füge dem anderen zu, was auch du gerne erfährst.“ Wer möchte nicht geliebt werden. Wer möchte nicht fair behandelt werden. Und wer möchte nicht mit Respekt behandelt werden. Niemand unter uns hat nicht gerne eine hilfsbereite Umgebung um sich. Keiner möchte nicht das Recht haben beizutragen. Oder wer möchte nicht seine eigenen Ziele definieren. Wahrscheinlich so ziemlich alle von uns. Und da hast du auch schon einen guten Teil des Rückgrats deiner Erziehung – wenn du so willst. Kleine Kinder lernen durch Nachahmung. Und was kleine Kinder gelernt haben, ist die Grundlage für Rest ihres Lebens.

Wie sieht die Definition Familie in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus.

Artikel 16 (Eheschließung, Familie)

„Heiratsfähige Frauen und Männer haben ohne Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.“

„Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.“

„Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.“

Also auch hier; Familie ist ein besonderer Wert. Daher genießt sie Rechte und bekommt Schutz zugesprochen. Die Gleichheit der Menschen bezieht sich auf Würde und Rechte mit den daraus folgenden Artikeln.

Übrigens eine gute Sammlung von Videos, teils kindgerecht, über Menschenrechte findest du hier:

https://www.bing.com/videos/search?q=Menschenrechte&view=detail&mid=E50A15AFADCE9B7A4014E50A15AFADCE9B7A4014&FORM=VIRE

Darüber hinaus sind wir Individuen. Wir unterscheiden uns über die Gleichheit an Würde und Rechten hinaus, oft extrem. Ganz grundlegend kann man sagen, dass da die Freiheit des Einzelnen aufhört, wo die Freiheit, des/der anderen beschnitten wird. Und in diesem Kontext existiert Familie.

Familie aus Sicht des Kindes.

Kleine Kinder können sich noch nicht ausdrücken. Doch ihr Verhalten kann man beobachten. Und so lege ich unseren Ankömmlingen diese Worte in den Mund: „ Hier bin ich! Manche sagen, ich sei leer wie ein weißes Blatt Papier. Doch ich fühle mich komplett. Ich bin zu allen menschlichen Gefühlen fähig. Bin scheinbar wehrlos doch alle hören auf mein Krähen. Ich bin Mittelpunkt der Familie. Kontrolle über meinen Körper habe ich noch nicht. So bin ich auf Hilfe von Mama und Papa angewiesen. Und die bekomme ich auch. Meistens jedenfalls, manchmal dauert es mir zu lange, da ich nur das Jetzt kenne. In diesen Zeiten geht es mir sehr schlecht.

Doch allgemein ist es schön, dass sich alles um mich dreht. Liebe und Zuneigung gibt es Tag und Nacht. Ich möchte gerne ein Übermaß zurückgeben können. Was vor mir liegt weis ich nicht. Ich vertraue auf meine Eltern. ich fühle ich mich geborgen im Schoss meiner Familie. Für meine Eltern ist das eine große Verantwortung, doch sie tragen diese gerne. Schließlich war ich ein Wunschkind …

Diese Geborgenheit brauchen Kinder. Auch dann wenn sie sich Stück um Stück Bereiche unter ihre Kontrolle bringen, sie brauchen Geborgenheit und Fürsorge bis sie aus dem Haus sind. Und selbst, dann ist es gut zu wissen dass es immer noch wohlwollende Eltern gibt.

Obiges ist idealisiert. Doch an was sonst, als an einem Idealisierten Bild soll man sich ausrichten? Wer realistisch wird, beginnt aufzuhören zu träumen. Wer aufgehört hat zu träumen, wird entsprechen anfangen, seine Zukunft den anderen überlassen. Er wird mehr und mehr Opfer. Unsere Ideale, und damit meine ich; deine für dich, und meine für mich, sind unsere Leitsterne. Stets perfekt zu sein, ist sicherlich nicht möglich. Aber sich immer wieder auszurichten schon.

Idealbilder helfen Familie zu denken.

Als ich selbst noch ein Teenie war, wurde mir oft vorgeworfen naiv zu sein. Mein Lehrer hingegen, stoppte die Hänseleien und stellte mich vor der Klasse als, weiter entwickelt als alle anderen dar. Dies war mir auch nicht recht. Ich wollte eigentlich eher unauffällig sein. Höchsten ein wenig cooler so wie die beliebten Jungs.

Heute habe ich herausgefunden, dass ich eigentlich nicht naiv, sondern simpel ein ehrlicher Beobachter war. Ich hatte lediglich ausgesprochen, was die anderen sich nicht trauten. Heute weis ich, dass das was ich damals als Schwäche wahrnahm, eine meiner Stärken ist.

Also ja! An was sollten wir uns denn sonst orientieren, als an einem Idealbild? An einem Nordstern, so wie ich im ersten Absatz geschrieben habe? Jeder an seinem eigenen von sich Erschaffenen natürlich. Und zwar nicht verbissen, sondern mit einer gesunden Portion Besonnenheit und Spielgeist. Bereit, mit anderen in Austausch zu gehen.

Erfahrungsgemäß bleibt genug Übereinstimmung zwischen Menschen übrig, wenn sie ihre Freiheit finden. Denn viele grundlegende „Wahrheiten“ sehen wir sehr ähnlich. Als Menschen sind wir keine Einzelgänger. Die Fähigkeit uns gegenseitig zu unterstützen und uns zu helfen, macht keinen kleinen Teil unseres Erfolges als Menschen aus. Daher sind brauchbare Antworten schon lange gefunden worden. Sie haben jedoch die Neigung vergessen zu werden. Und dies passiert durch deren Missbrauch. Wie immer ist es die zu Grunde liegende Absicht des Einzelnen, was er aus den Dingen macht. Dies muss klar erkannt werden. Ausschlaggebend sind es die Motive, welche der Einzelne hat. Ob er immer alles auf die Reihe bekommt, ist erstmal nicht so wichtig. Wir haben alle eine zweite Chance, oder eine Dritte – Vierte – Fünfte … Du verstehst!

Familie kann weh tun.

Und hier möchte ich ein Stück meines Lebens einflechten. Ich bin ein Scheidungskind. Nicht so schlimm, eigentlich ganz normal würde man mir heute sagen. Alleinerziehende oder Patchworkfamilien gehören einfach dazu. Nun meine Mutter war allein erziehend. Und ich hatte dadurch als Schlüsselkind so meine Freiheiten. Bis vier Uhr nachmittags jedenfalls. Also alles bestens

Ich sag dir mal was; ich war um die vierzig Jahre, als in einer Art Gesprächstherapie das Thema hoch kam. Aus mir platzten jene bitteren Tränen, welche ich als Kind hätte weinen sollen. Zeit heilt keine seelischen Wunden. Basta!

Einem Kind das Zerbrechen der Familie anzutun, ist gelinde gesagt ein paar Nummern zu groß für dieses. Bereits Erwachsene, welche sich das gegenseitig antun, zerbrechen oft daran. Wie kommen wir auf den Gedanken, dass das für Kinder anders sein soll? Warum nach der Scheidung Schaden begrenzen? Man hat sich mal innig geliebt. Dies lässt sich wieder aufbauen. Den wiederholten Versuch ist es mindestens wert. „Drum prüfe wer sich ewig bindet“, war mal ein guter Rat. Ist es immer noch. Auch wenn die „Ewigkeit“ nur ein Leben lang dauern soll.

Was ein Kind will, sind sich liebende Eltern. Und dies weit mehr als all die Dinge welche man sich kaufen kann. Bereits Kleinkinder reagieren, mit entschlossenen Versuchen den Streit der Eltern zu stoppen. So auch ich, als ich die Beine meines Vaters umklammerte und flehte: „Tu meiner Mama nichts, tu meiner Mama nichts“, als er ihr, Gewalt androhte. Ich werfe den beiden heute nichts mehr vor.

Sie erlitten beide den letzten Krieg und so was hinterlässt Spuren. Keine Guten. Mein Vater war Sanitäter und musste zusehen, wie alle seine Hilfeversuche sinnlos waren. Meine Mutter erlebte den Bombenterror. Sie war damals noch selbst ein Kind. Keine kindgerechte Umgebung. Noch nicht einmal eine menschenwürdige Umgebung. Genauso wenig wie die Kriege heute. Wer sich für Kinder entscheidet, tut dies meist aus Liebe. Er und Sie müssen sich klar über einen wichtigen Punkt sein. Ein Kind erwartet, dass seine Eltern ihre Liebe aufrecht erhalten. Mindestens solange die Kinder das Haus verlassen haben. Wenn es schiefgeht, ist man nicht einfach Opfer der Umstände. Man hat es entweder schleifen lassen, oder aktiv gegen die Ehe gehandelt. Kinder verdienen eine intakte Familie, in welcher Probleme aktiv gelöst werden. Sie verdienen Liebe, Hilfe und eine klare Führung.

Kennst du alte Leute, welche das geschafft haben?

– Mit Stolz überblickt Opa seine versammelte Familie. Die kleinste Enkeltochter sitzt besitzergreifend auf seinem Schoss. Oma blickt innerlich zurück, auf die schönen Zeiten, und auf die Zeiten, in welchen sie einfach nur durchgehalten haben. Auch auf viele Jahre konstanten Arbeitens daran, die Familie zusammen zu halten. Die Beiden feiern heute diamantende Hochzeit. Ihr Sohn, welcher ihr oft Sorgen bereitet hat, legt ihr von hinten beide Hände auf die Schulter und gibt ihr einen Kuss auf ihr graues schütteres Haar. Sie legt ihre rechte Hand auf seine Linke. Mehr ist in diesem Moment nicht zu sagen. Dankbarkeit umgibt die Beiden. Die Kleine auf Opas Schoss blickt die Scene mit großen Augen an. Opa streicht ihr übers Haar. Mit nichts würden die beiden Alten tauschen. Keine der Stunden, schwere oder glückliche würden sie hergeben wollen. Jede hat dazu beigetragen, die glückliche, und in sich starke Familie zu bilden, welche sie heute sind.

Jedenfalls; ich entscheide mich immer wieder für eine „Ideale Scene“, an welche ich mich anzunähern versuche. Lieber „naiv“ als schwarzseherisch. Vielleicht habe ich hier Manchem den Finger zu tief in die Wunde gelegt. Wenn es so ist, tut es mir aufrichtig leid. Wie gesagt, auch ich bin teilweise weit von meinen Idealen abgefallen. Dann habe ich mich wieder zusammengerappelt und meine ursprünglichen Ziele erneut benannt, um sie auf ´s Neue anzustreben. Wie sagt man so lässig: „Hinfallen, aufstehen, Krone gerade richten und weitergehen.“ Wenn man zu sich selbst ehrlich ist, fällt das gar nicht so schwer. Und übrigens; bald bin auch ich Opa. Wer immer sich dann als mein Enkel auf meinen Schoß setzt, hat einen Freund gefunden.

Für was wirst du dich entscheiden?

Link: Hilfe! …

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Erziehungsprobleme? Brauchst du eine Supernanny?

Die verzweifelte Mutter auf dem Bild, wünscht sich wegen ihrer streitenden Kinder, eine Supernanny

Erziehungsprobleme? Brauchst du eine Supernanny?

Geht mal wieder alles drunter und drüber? Liegen deine Neven blank? Die gute Nachricht – es gibt vielleicht Antworten, welche dir helfen könnten. Erziehungsprobleme kann man als Chance sehen! Werde deine eigene Supernanny!

Wir alle bringen gewissen mentalen Ballast mit. Eigenschaften, welche in bestimmten Situationen das Leben schwer machen. Verhalten, auf welches wir nachdem wir etwas Abstand von der Situation gewonnen haben, nicht mehr stolz sind. Unseren Kindern geht es da nicht anders. Kompliziert wird es, wenn beide Parteien gleichzeitig die Kontrolle verlieren. „Ich habe es ja nicht so hart gemeint“, hört man sich selbst später sagen. Oder man denkt es wenigstens.

Einzelne Geschehnisse sind kein Problem, doch solche Situationen häufen sich gerne an. Spätestens dann fangen wir an, an uns selbst zu zweifeln. Dies kann eine nicht enden wollende Spirale starten. Und vor dem Ende Dieser graut es uns.

Auch andere Eltern wünschten sich manchmal eine Supernanny.

Es gibt ein paar typische Situationen, in welchen man sich am liebsten in den Erdboden verkriechen wollte. Zum Beispiel an der Supermarktkasse: „Ich will aber!“ Natürlich lauthals und mit durchdringendem Geschrei. Die Köpfe der Leute drehen sich genervt und unverständig in die Richtung des Geschehens. Zu uns, den Eltern, welche es scheinbar nicht schaffen, ihre Kinder in den Griff zu bekommen. Was tun? Zurückschreien, mit Bestrafung drohen? Das Meiste was wir tun, solange wir einfach reagieren, wirft kein gutes Licht auf uns zurück.

Vielleicht kennst du auch folgende Situation. Du hast Besuch und freust dich diesen zu sehen. Man hat sich viel zu sagen. Die Kleinen wollen auch im Mittelpunkt stehen, und stören wo sie können. Sie meinen es noch nicht einmal böse, doch dir platzt die Hutschnur.

Dann gibt es solche Themen wie Aufräumen, ins Bett gehen oder der Streit unter Geschwistern, oder darüber wem was gehört. Die Kleinen wollen nicht hören, Eifersucht, nicht an die Regeln halten, und so weiter und so fort.

Dabei hatte man sich das, als man das süße Baby im Arm trug, ganz anders vorgestellt. Man würde alles ganz anders machen, als man es selbst als Kind erlebt hatte. Man würde …

Jedenfalls – es kam anders. Erziehung bringt nun mal auch Probleme mit sich. Die Kunst liegt darin, so gut es geht, vorzubeugen. Oder wenn es bereits zu spät scheint, die Weichen neu zu stellen. Wenn du nicht weist wie, besorge dir mein E-Book und die wöchentliche Autorenpost. Trage dich unten ein. Werde selbst zu deiner Supernanny oder Superdaddy! Es ist leichter als du vielleicht denkst. Auf jeden Fall leichter als keine Antworten haben.

Man hatte da so seine Vorstellungen, wie es sein soll und nun schwimmen einem die Felle davon. Die Antwort ist; lass deine ursprünglichen Ziele nicht los. Mit ihnen ist in den meisten Fällen nichts falsch. Belebe sie neu und verstärke sie! Denn nicht deine guten Vorsätze sind das Problem. Sie sind selten unrealistisch. Lass dir dies von keinem einreden. Was du tun kannst, suche nach Lösungen, welche helfen können dich und deine Kinder wieder in Richtung auf deine Ziele zu bringen. Oft ist eine Erleichterung zu erreichen, bereits genug, damit du das Steuer wieder fester im Griff hast. Lese dazu: „Das schwarze Loch der Pädagogik!“

Manchmal wünscht man sich doch eine Supernanny!

Der Gedanke ist leicht zu verstehen. Doch beim zweiten Nachdenken; was, wenn die Nanny welche alles „super“ im Griff hat, nicht da ist? Deshalb brauchst du deine eigenen Skills. Von da an geht ´s leichter.

Link: Das Schwarze Loch der Pädagogik!

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Erziehung – eine zeitgemäße Definition

Eine zielgerichtete Erziehung erschafft viel Freude. So wir sie die Familie auf dem Bild ausdrückt.

Erziehung – eine zeitgemäße Definition.

„Wer Kinder erzieht, tut ihnen Gewalt an“, sagt Kindheitsforscher Michael Hüter. Anderen kann es nicht streng genug sein. Die Vielfalt der Ratgeber und Standpunkte der „Fachwelt“ ist verwirrend für uns Eltern. Ganz interessant dazu ist die althochdeutsche Wortherkunft von Erziehung: „irziohan = herausziehen“, doch dazu später mehr. Anmerken möchte ich nur, dass es nicht etwa „hineinlegen“ heißt. Hier kann ein kurzer Rückblick in das Thema Erziehung sehr erhellend sein, daher erstmal ein kurzer Abriss: (Bei weitem nicht vollständig.)

Der englische Philosoph John Locke (1632-1704) äußerte den Gedanken, dass der Mensch bei seiner Geburt ein leeres Blatt sei, das erst durch seine Erziehung beschrieben werde. Auch sagte er: „Ich glaube behaupten zu können, dass unter zehn Personen immer neun durch Erziehung das sind, was sie sind, gut oder böse, der Gesellschaft schädlich oder nützlich. Die Erziehung macht den großen Unterschied unter den Menschen.“

Der Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi 12. 01. 1746 in Zürich; † 17. 02 1827 stellte die Pädagogik seiner Zeit in Frage und stellte das Kind in den Mittelpunkt. Sein Antrieb, oder wie man heute neudeutsch sagt: „Sein Purpose“, war es das Loch des Elends zu Stopfen. Und von diesem war er umgeben und selbst gefangen. Dennoch gab er nie den Verwirrungen um ihn herum nach und hielt sein Leuchtfeuer hoch. Für ihn galt; alle erzieherischen Einflüsse müssen sich unter allen Umständen der menschlichen Natur unterordnen. „Naturgemässheit“ war ihm das Wichtigst in der Erziehung. Nur sie ist „bildend“, und jeder nicht naturgemäße Einfluss auf den Menschen ist „verbildend“. Viele Schulen und andere Einrichtungen würdigen heute seinen Namen indem sie diesen ihrer Einrichtung geben.

1888 bis 1918 kam die Wilhelminische Zeit. Diese war geprägt von Recht und Ordnung. Körperliche Züchtigung, sprich Schläge als Erziehungsmittel, waren gebräuchlich.

Immer wieder blickten Bemühungen von Menschen durch, denen es um das Kind und nicht um staatliche Interessen ging. Dazu gehörte die Reformpädagogik welche auch Maria Montessori, 31. 08. 1870 in Italien; † 6. 05. 1952, mit gestaltete. Sie sah das Kind als „Baumeister seiner selbst“. Es galt das Kind als Individuum zu achten und seine kreativen Kräfte zu wecken und zu fördern. Ihr Grundsatz aus der Sicht des Kindes war: „Hilf mir, es selbst zu tun!“ Dieser Erziehungsstil war geprägt durch die Selbsttätigkeit der Kinder, das freie Gespräch und Lernen durch Handeln. Wie zuvor bei Pestalozzi 12. 01. 1746 in Zürich; † 17. 02. 1827 war eigene Anschauung ein wichtiger Bestandteil der Unterrichtung. Beide Bemühungen wurden nie Mainstream.

In der Zeit des Dritte Reiches, war wieder Gehorsam gefordert. Erziehung ähnelte jener in Wilhelminischer Zeit. Bedingungsloser blinder Gehorsam war wieder oberstes Ziel. Nicht die Eltern legten Erziehungsziele fest sondern der Staat. Und dieser brauchte menschliche Roboter. Vor allem für das Militär. Recht und Ordnung. Einfalt statt Vielfalt.

Erziehung im Zwielicht.

Nach dem Krieg gab es zweierlei Hauptströmungen in Deutschland. Die westlichen Zonen bemäntelten die Erziehung demokratisch. Doch die Ziele waren immer noch durch Interessengruppen (Geld Macht) festgelegt. Die Fähigkeit, selbst zu schauen, seine eigenen Schlüsse zu ziehen und danach zu handeln war nicht erwünscht. Genau so wenig wie in der Ex-DDR in welcher Erziehung vor allem dem dortigen System zu dienen hatte. Ganz generell kann man sagen, dass das jeweilige System, ein großes Interesse an Kindern hat, welche sie sich dienlich zu machen gedenkt.

Dieser Umstand beschwörte die Antiautoritäre Erziehung als Protestbewegung regelrecht herauf. Sie entstand in den 60er und 70er Jahren. Nach Jahren von Drill und Disziplin sorgte die Studentenbewegung für einen Befreiungsschlag. Scheitern musste auch dieser, da auch er nicht auf sachlicher Beobachtung sondern vor allem Protest beruhte. „Das Kind mit dem Bade ausschütten“, beschreibt diese Zeit am besten. Irgendwie erinnert dies an das Mittelalter, wo Bäder verpönt waren, auch aus dem Grund, weil sie von den Römern stammten.

Heute ähnelt das Bild dem medizinischen Scenario, wo sich widersprechende Schulen einer sinnlosen Schlacht liefern. Wissenschaftliche Herangehensweise wird von allen Beteiligten verhöhnt. Denn Wissenschaft würde die Richtigkeit des anderen anerkennen, wenn sie beobachtbar ist. Diese Schlacht wird mit psychologische Waffen geführt. Es ist eine Schlacht in welcher finanzielle Interessengruppen die Oberhand haben. Eine Schlacht, in welcher der „Gott Geld“ Schutzherr ist. In welcher Vernunft Kanonenfutter ist. Und eine Schlacht um Konsumverhalten, Märkte und Bruttosozialprodukt.

Dieser Schlacht ähnlich ist die Auseinandersetzung um Erziehung. Es kommt auf die Interessen der Gesellschaft, oder genauer der Wirtschaft und der Führungsriegen an. Sie ist psychiatrisch unterwandert. In ihr ist das Bruttosozialprodukt wichtiger als die Kinder. So wie mit der Industrialisierung  zuerst Männer an das System angepasst wurden, wurden dies Frauen mit der Emanzipation, welche in erster Linie der Wirtschaft dient. Im Weg standen die leidtragenden Kinder, welche nun im letzten Zuge dem Gott Geld zugeführt werden. Mit der Welt als globalem Dorf, sind Eltern und Kinder vielen Einflüssen ausgesetzt. Mitten in einem Kampf um die korrekte Weltsicht. Das korrekte Verhalten. Die korrekte Leitkultur. Das korrekte Outfit. die korrekte Musik. Die korrekte Religion. Die korrekte nicht-religiöse Sichtweise. Die Liste ist lang. Der Staat „hilft“ mit Ganztagsangeboten und sichert sich so ein Maximum an Einfluss. Auch Konzerne mischen in diesem Spiel munter mit.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche sich heute mit sozialen Problemen herumschlagen. Die sich Mobbing, Zukunftsangst, Drogen und Kriminalität gegenüber sehen. Und welche große Anteile der Angst und Wutbürger stellen, haben auch eine Erziehung „genossen“. Sprich: Die „Lösungen“ welche wir praktizierten, schufen weit zu viele Probleme. Den Beweis haben wir vor unseren Augen. Er liegt in der obigen Aufzählung. Die Medien laben sich darin. Und in diesem Scenario wollen wir unsere Kinder nicht sehen. Einverstanden?

Sicher ist; Sicherheit in der Erziehung bringt dieser Tumult unter der sozialen Decke nicht.

Einigkeit herrscht jedoch weitgehend darüber, dass eine gute Erziehung, sowohl Freiheiten, als auch Grenzen und Regeln beinhalten muss. Und dies leitet eine neue auf Vernunft basierte Sichtweise ein. Sie stellt die Eltern und Kinder, und damit die Familie zurück in den Mittelpunkt. Auch respektiert sie das Urteilsvermögen der Eltern. Und sie kennt die Fähigkeiten und Gefühle der Kinder vom ersten Tag an, an. Und sie weiß um die Wichtigkeit starkter Individuen, welche ethische und moralische Erkenntnisse durch eigene Entscheidung zum Kompass ihres Lebens machen. Selbstbestimmung und Verstehen, sind hier die Schlüsselworte. Sie öffnen die Tür zur allseits geforderten Resilienz. Der Widerstandsfähigkeit, welche wir und unsere Kinder so dringend benötigen, um nicht „allem“ zum Opfer zu fallen.

Was ist nun eine zeitgemäße Definition von Erziehung?

Zeitgemäße Erziehung ist zielorientiert. Sie anerkennt, dass sowohl Eltern, als auch Kinder Ziele haben, welche sie zu erreichen streben. Sie kann sich zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit, als wahrhaft demokratisch bezeichnen. Ihr liegt es am Herzen das Individuum nicht zu unterdrücken, sondern ganz nach dem althochdeutschen Wort „irziohan = (herausziehen)“, das Beste aus dem Kind zu holen. Besser gesagt – das Beste zuzulassen und zu unterstützen. Sie anerkennt Vielfalt. Die Vielfalt der Individuen, die Vielfalt der Kulturen. Und damit ein friedvolles Zusammenleben.

Sie zeigt Regeln und Grenzen auf eine Weise auf, deren Sinn das Kind verstehen und damit übereinstimmen kann. Erziehung heute, hat verstanden, dass der Mensch nur in Bruderschaft mit sich selbst und seiner Natur, sowie der Natur an sich, ein gutes Leben leben kann. Erziehung heute, trägt dem Umstand Rechnung, dass die Vergangenheit gute Lösungen hervorgebracht hat. Sie setzt das Beste in der Gegenwart um. Auch strebt sie nach weiteren in der Zukunft.

Und so wird sie zum Grundstein für eine Zivilisation, welche ihr ganzes Potential entfalten kann. Sie wird zum Grundstein für herausragende kulturelle Leistungen. Und zum Grundstein einer friedlichen Kultur, in welcher sich zu leben lohnt. Und nicht zuletzt zu einer Zivilisation, welche sich nicht selbst umbringt.

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Eine klaffende Lücke in der Pädagogik.

Eine Zielscheibe symbolisiert die Lücke in der Pädagogik. Klar definierte Ziele.

Eine klaffende Lücke in der Pädagogik.

Schwer zu sagen warum eigentlich … Doch allen pädagogischen Ratgeber, welche ich selbst gelesen habe, scheint eine Sache zu fehlen. Klare, scharf umrissene Aussagen zu den Zielen der Erziehung. Es stimmt schon, Ergebnisse vorherzusagen scheint unmöglich. Ganz sicher jedoch, wenn klar formulierte Ziele fehlen. Nennt man klar Ross und Reiter muss man liefern. Bleibt man ergebnisoffen, können die Aussagen nicht gemessen werden. Doch hilft man Eltern, ihre Ziele zu formulieren, hilft man den Kindern, und darauf kommt es an. Wichtig hier ist; die Ziele der Erziehung müssen in erster Linie, dem Kind und späteren Erwachsenen dienen. Und nicht als erstes dem Staat oder der Wirtschaft, sprich dem jeweils aktuellen System. Dies wäre Perversion. Und doch scheint sich der Staat sehr wohl klar darüber zu sein, was er will. Selektion! Gewinner und Verlierer. Daher Noten, anstatt individueller Lerngeschwindigkeit. Nicht das Erreichen von Können wird geprüft, um nötigenfalls nochmal nachzubessern, sondern wir benützen Prüfungen als ungerechte Selektion. Das ist fehlgeleitete Pädagogik! Immer mehr Forscher, und Pädagogen vertreten diesen Standpunkt.

Das Wort Erziehung alleine, ruft bereits so viele sich widersprechende Konzepte auf den Plan, dass es keinen Konsens zu geben scheint. Doch Kultur, kann nur mit verbindenden Elementen gelingen. Dies ist die vornehmlichste Aufgabe von Pädagogik! Und Ziel der Pädagogik, kann nicht Vorauswahl und Ungerechtigkeit sein. Was sind also die Ziele der Eltern – unsere Ziele und was sind die Lebensziele der Kinder.

Kenne die Ziele deiner Pädagogik!

Was sind falsche Erziehungskonzepte? Grundlegend sind sie erst mal, ungeprüft von außen Übernommene. Auch Eigene, jedoch schlecht reflektierte. Das ist alles dazu. Doch was sind deine Richtigen? Das Gegenteil dessen wie du erzogen wurdest? Was man so über das Thema liest? Oder etwas ganz anderes? Dies kann richtig sein, oder auch nicht.

Was ist deine Vorstellung von erfolgreicher Pädagogik?

Der springende Punkt ist. Was ist deine Vorstellung von Erziehung. Detailliert und von dir ausformuliert. Mach dir Gedanken, was du deinen Kindern mitgegeben haben willst, wenn sie das Haus verlassen. Was, denkst du, ist wichtig für ihr Leben? Die meisten Eltern welche ich in Umfragen interviewte, hatten erstmal, keine Antworten. „Gute Frage“, kam dann, „hab noch gar nicht darüber nachgedacht“. Wir Menschen sind schon manchmal komisch. Da wollen wir wohin und wissen scheinbar nicht einmal in welche Richtung.

Zum Glück nur scheinbar. Denn nach und nach kamen in den Umfrage Antworten. Gute Antworten. Verdammt gute Antworten! In meinem E-Book: „Hilfe! Welche Zukunft hat mein Baby“, gehe ich gründlicher darauf ein.

Ergründe die Ziele deiner Pädagogik!

Nun aber nimm dir ein Blatt Papier, unvorbereitet wie du bist, und schreibe einfach darauf los. Du kannst keine Fehler machen. Doch du kannst möglicherweise, mit dieser kleinen Übung, dein Leben als Mutter oder Vater auf „das nächste Level“ heben. Du weist ja; Schiff – Hafen – Ziel. Ich bleibe hier bewusst knapp. Was ich möchte, ist, dass du aufschreibst, was dir einfällt. Dann das Blatt faltest und nicht wieder anschaust.

Hole dir dann das E-Book „Hilfe! Welche Zukunft hat mein Baby“. Es kostet sieben Euro. Und wenn du dort zu der gleichen Übung kommst, mache sie ohne in deinen ersten Aufschrieb zu schauen. Erst wenn du fertig bist, nimm dein erstes Blatt Papier und vergleiche.

Pädagogik gehört in die Hände der Eltern – in deine! Und du legst deren Ziele fest!

Einverstanden? Dann mache jetzt die Übung, welche ich dir vorgeschlagen habe. Klarheit im Denken, hat in erster Linie mit klar definierten Zielen zu tun.

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Der Supergau für Kinder! Leiden unsere Kinder?

Der Super-Gau für Kinder! Leiden unsere Kinder?

Eine Qualität des Menschen ist Interesse oder Neugier. Oft habe ich kleine Kinder beobachtet. Sie fassen alles an. Lächeln wildfremde Menschen an und strecken ihre kleine Hand aus dem Kinderwagen, um fremde Menschen zu berühren. Sie sind offen und begegnen dem Leben mit einem Wissensdurst, von dem sich Erwachsene eine Scheibe abschneiden können. Sätze wie; „Was ist das?“ „Warum?“ „Wieso hat der Mann einen Stock“, zeigen dies. Kinder füllen ihr Vakuum an Wissen mit Ausdauer und hohem Interesse. Neben ihrer sprichwörtlichen Hilfsbereitschaft ist es ihr Wissensdurst, was ihren Erfolg ausmacht. Dies ist offensichtlich und leicht beobachtbar. Das Selbermachen wollen, der Wunsch zu helfen und ihre Neugier, sind selbst bei den Kleinsten zu beobachten. Kinder und Eltern können viel voneinander lernen. Eltern habe ihr Wissen, doch Kinder ihre ihnen eigene Art das Leben zu betrachten und zu erobern.

Kinder sind keine Zuschauer.

Kinder sind keine Zuschauer mit ihrer an Langeweile grenzenden Beteilungslosigkeit. Zuschauer täuschen Interesse vor. Scheinbar „interessieren“ sich schließlich darüber, was in der Welt vor sich geht. Doch das Interesse ist lau. Zuschauer sind bequem geworden. Sie lassen die Spieler sich abmühen, doch sie „wissen“ alles besser. Sie lassen sich als Konsumenten vorgekaute Standpunkte füttern ohne zu hinterfragen inwieweit die Dinge, mit welchen ihr Verstand gefüttert wird, hilfreich. Wer in allen Dingen nur noch Zuschauer ist, lebt geistig gesehen, in einem halbtoten Zustand. Das Kind hingegen nimmt aktiv teil! Es ist Teil des Lebens. Mag sein, es geht Eltern zu weit, wenn sie dem Kind zum hundertsten mal erklären müssen, dass dieses und jenes nicht seines ist. Doch ihm wurden die Flügel noch nicht gestutzt. Ihm wurde Teilhabe noch nicht ausgetrieben. Den Eltern hingegen oft.

Sicherlich – Kinder müssen lernen, dass es Eigentum gibt. Wenn sie geistig gesund sind, werden sie dies auch. Und dies trifft auf die allermeisten Kinder zu. Das Kind muss sicherlich auch lernen, dass man nicht in die Kommunikation anderer platzt. Auch dies wird es lernen. Das durchschnittliche Kind kommt perfekt ausgestattet zur Welt. Aber es wird vieles lernen und üben müssen. Doch niemals, sollte seine Neugier, sein Interesse und sein Wunsch aktiver Teil des Geschehens zu sein, gebrochen werden.

Es gibt viele Wege für Eltern Kinder herabzuwürdigen.

Wege gibt es mehr als genug dieses zu tun. Manche sind offensichtlicher, andere subtil. Verniedlichen ist einer davon. Das Baby mag zum Knuddeln süß sein. Doch es hat Würde. Mehr als viele Erwachsene. Wenn es weint, hat es einen Grund. Hunger, Durst, es ist müde, die Windel ist voll, ihm ist zu kalt zu warm, das Bäuchlein drückt, oder es braucht schlicht Nähe. In diesem Moment braucht es sofortige Hilfe. Noch besser ist vorausschauende Hilfe. Wenn es Kleinkind geworden, selbst helfen will, richte es so ein, dass es einen kleinen Beitrag geben kann. Wenn es etwas selbst machen will, lasse es zu. Geb nur die nötigste Unterstützung. Es darf und muss Dinge falsch machen, denn so lernt es. Und wenn ein Kind seine Neugier nicht zügelt – richtig so, auch wenn dies manchmal stresst. Wenn man als Mutter oder Vater, sein Baby für voll nimmt, bekommt man diese Dinge schnell heraus. Der Lohn wird ein ausgeglichenes, und selbstsicheres Kind sein. Und du hast langfristig weit weniger Stress.

Andere Wege das Kind zu brechen sind konstante Abwertungen wie: „Das kannst du noch nicht“. „Du bist zu klein!“ Oder: „Das dauert mir zu lange!“ Wenn das Kind etwas noch nicht kann, zeige es ihm. Auf angemessener Stufe natürlich. Entwicklung braucht Zeit. So wie Gras nicht schneller wächst, wenn man daran zieht, ist Ungeduld auch in der Erziehung schädlich.

Noch ein Klassiker ist alles gefährlich zu machen? Autos sind gefährlich. Klettern ist gefährlich. Regen macht krank. Fremde Kulturen sind gefährlich. Natur ist gefährlich. Weltanschauungen sind gefährlich. Was wirklich gefährlich ist, sind Verallgemeinerungen, wie „alle“, „jeder weis, dass …“, „niemand will“ und so weiter. Verallgemeinerungen können per Logik gar nicht wahr sein. Es ist immer eine konkrete Sache, eine konkrete Person innerhalb einer Gruppe oder etwas anderes klar Abgegrenztes, das objektiv gefährlich sein kann. Niemals alle, jeder, Ausländer, Männer, und so weiter und so fort. Wer einem Kind solche Dinge „erfolgreich“ lehrt, hat einen Neurotiker erschaffen. Dieser findet sich in seiner Umgebung nicht besonders gut zurecht.

Kinder kennen unglücklicherweise viele Spielarten.

Es gibt tausende Einfärbungen solcher Unterdrückung. Und nichts anderes als Unterdrückung sind diese Dinge. Denn sie drücken den Selbstwert und die Fähigkeit des Kindes nach unten. Diese Dinge machen die Gedanken des Kindes weniger wertvoll. Sie werten den Beitrag des Kindes ab. Und das Schlimmste, sie zerstören seine Extravertiertheit und machen unsicher und kleinlaut. Auch wenn wir als Erwachsene dies millionenfach selbst erlebt haben, so sind diese Dinge Gift für die Kinder und für die Kultur, die aus ihnen erwachsen wird.

Richtig anstatt dessen ist: für das Kind da sein; eine liebevolle und kindgerechte Umgebung; Ermunterung für den Wissensdurst und seine Teilnahme. So wie; kindgerechte Führung, welche sich am Kind und seinen geäußerten Interessen orientiert. Ebenso, dankbares Annehmen der Hilfen des Kindes, auch wenn diese oft ungeschickt sind. Auch das Nahebringen erfolgreicher Regeln ist wichtig. Und dies alles mit sanfter, jedoch klarer und stabiler Führung.

Wenn dein Kind Liebe braucht, drücke es, herze es, oder sei einfach da. Lass „Gutschi, Gutschi“ und andere Verniedlichungen. Dies ist auch wichtig für dich selbst, sonst „vergisst“ du vielleicht, dass du einen vollwertigen Menschen vor dir hast. Das Baby hat Würde. Rede es liebevoll und mit Anerkennung seiner Würde an.

Kinder und Eltern, sitzen in einem Boot.

Eine der vornehmsten Aufgaben ist das Kind nicht zu zerbrechen. Und dann, entlang seiner konstruktiven Interessen zu unterstützen. Sein Interesse am Leben, Menschen oder Dingen werden sein „Sesam öffne dich“ sein. Seine Zauberformel, mit der es das Leben erobern wird. Wenn man sich wirklich bewusst dazu entschlossen hat Vater oder Mutter zu sein, ist dies gar nicht so schwierig. Im Gegenteil sehr erfüllend. Das Glücklichsein des Kindes, kann sehr mitreißend sein. Doch wenn sein Interesse erstmal gestutzt ist, ist es sein Glücklichsein ebenso.

Doch – bist du der beste Freund deines Kindes, und gibst du gleichzeitig Halt und Führung, kannst du wenig falsch machen.

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Angst in der Erziehung.

Kind zeigt Angst

Angst in der Erziehung.

Gar nicht so schlimm!?

Der winzig kleine Anstoß zu diesem Artikel kam gestern. Ich holte meinen Sohn vom Kindergarten ab, als er mich danach fragte, ob er etwas stehlen darf. Es ist momentan so eine Marotte von ihm. Wir saßen draußen im Garten auf einer Bank und neben uns die Erzieherin, welche ich sofort darauf ansprach. „Mein Sohnemann will mal wieder etwas mitlaufen lassen. Ich weis gar nicht so richtig wie ich dem begegnen soll“, fragte ich sie. „Das gibt sich wieder“, war die Antwort und als ich wohl nicht ganz zufrieden aussah, sagte sie zu ihm: „Wenn du etwas stiehlst kommt die Polizei!“ (Erzeugung von Angst) Soweit das Geschehene.

Wenn du meinen Artikel: „Angst ist ein schlechter Erziehungsratgeber“ gelesen hast, dann kennst du schon meine Einstellung zu Angst. Und vor allem dem Versuch vieler Eltern, dem Kind mit Angst als Mittel, das Leben zu „erklären“. Sie ist auf jeden Fall kein opportunes Erziehungsmittel, jedenfalls nicht wenn Verunsicherung nicht dein Ziel ist. Dennoch ist es so gängig, dass man sich meist keine Gedanken darum macht.

Früher war alles besser.

Kamen in meiner Kindheit kleine Kinder nicht rechtzeitig heim (Kinder hatten damals noch das Recht auf freies Spielen) so drohte man ihnen mit dem „Nachtkrapp“. Der Nachtkrapp war eine Kinderschreckfigur, welche einen wenn es dunkel wurde schnappte und so weit von Zuhause wegbrachte, dass man nicht wieder nach Hause finden würde. Angst funktionierte richtig „gut.“ „Gut“ in Anführungszeichen!

Ganz ähnlich der Nikolaus, der damals auch die Rute dabei hatte. Oder einen in den Sack steckte, wenn man nicht brav war. Im Alter von fünf Jahren erlebte ich so eine Situation im echten Leben. Ich lebte mit meiner geschiedenen Mutter vorübergehend in einem Dorf. Als es am Nikolaustag anfing, dunkel zu werden, war auf der „Gasse“ ein richtiger Aufruhr. Also ich – nichts wie raus zu den anderen. Und da sah ich ihn den Nikolaus. In seinem Sack strampelte ein Nachbarsjunge angstvoll und schrie: „Hilfe!“ „Ich will nicht!“ „Lass mich raus!“ „Ich mach nichts mehr!“

Und so ging es in einem fort. Wenn ich so darüber nachdenke, war es komisch, dass alle Kinder des Dorfes versammelt waren. Es war wohl eine jährliche Veranstaltung, dass ein Kind ausgesucht wurde. Ich war erst frisch zugezogen und erschrak, als ich den Nikolaus drohen hörte: „Du warst nicht folgsam, also werfe ich dich in meinen Sack in den Stausee!“

Unweit des Dorfes war ein See, in dem ich im Sommer erst von den anderen Kindern (ohne elterliche Aufsicht) schwimmen gelernt hatte. Jedenfalls ich war bis auf die Knochen erschrocken und zugleich ungläubig. Andere Kinder flehten um das Leben des Jungen. Doch die Antwort war immer die gleiche: „Strafe muss sein!“

Und so setzte sich ein seltsamer Zug in Bewegung. Ein strenger Nikolaus, welcher offenbar, Mord im Sinne hatte. Ein zu Tode erschreckter Junge, und ein Haufen Kinder welche in ihren Gefühlen Achterbahn fuhren. Wenn ich heute auf die Scene blicke, waren die älteren Kinder scheinbar sogar amüsiert, was mich damals sehr verwirrte. Einen anderen Jungen höre ich noch rufen: „Selber schuld!“ Erst am Dorfrand blieb der Nicolaus stehen. Er donnerte eine Strafpredigt und nötigte dem Jungen das Versprechen ab, von nun an ein guter Junge zu sein. Ich glaube der Arme hätte vor lauter Angst dem Nicolaus gar seine Seele versprochen, wenn er nur sein Leben behalten durfte. (Solch ein Nikolaus würde heute verurteilt werden.)

Angst ist seelische Gewalt.

Sicherlich ein extremes Beispiel, jedoch eines welches ich so selbst erlebt habe. Zum Glück steckte nicht ich im Sack. Einem Kind Benehmen durch Gewalt oder Androhung von Gewalt beizubringen ist schlicht unterdrückerisch. Selbst der Gesetzgeber sieht dies inzwischen so. Ich hatte damals bei der Einschulung, das Glück in der ersten Klasse zu sein, in der Prügelstrafe verboten war. Von dem Nachbarsjungen habe ich jedoch noch etwas zu berichten.

Damals gab es ein Spiel, welches wir Spicker nannten. Ein Spicker war ein zwanzig bis dreißig Zentimeter langer etwas dickerer Ast oder ein anderes Stück Holz, welches vorn, mit dem Beil zugespitzt wurde. In der Regel von den Kindern selbst. Das erste Kind warf nun den Spicker mit der Spitze voraus, so stark es konnte in den Erdboden, so dass der Spicker stecken blieb. Alle anderen versuchten nun, ihren Spicker so nah an den Ersten zu werfen, dass sie diesen „entwurzeln“ konnten. Gelang es nicht, so hatte der Erste gewonnen. Gelang es, so hatte der gewonnen, der den ersten Spicker umwerfen konnte. Gewöhnlich waren wir dabei barfuß.

Besagter armer Kerl – ein richtiger Draufgänger – hatte nun eines Tages das Pech, dass er seinen Spicker durch seinen eigene Fuß warf. Sprich die Spitze schaute unten raus. Ich weis nicht mehr wie der Spicker wieder aus seinem Fuß kam, aber ich erinnere mich daran, dass ich ihn ein paar Tage später nicht mehr sah. Er hatte Hausarrest bekommen. Außerdem eine Tracht Prügel, denn er hatte sich vor lauter Angst nicht getraut zu sagen, was passiert war und so verbarg er seine Wunde bis sie sich so entzündete, dass er es vor Schmerz nicht mehr ausgehalten hatte.

Warum erzähle ich dir das?

Die Geschichte illustriert deutlich, dass Angst isoliert. Angst ist nicht nur ein schlechter Ratgeber, sondern erschafft „Einsame Wölfe“! Und diese sind und werden nicht glücklich. Der Nachbarsjunge war selbst gegenüber seinen Eltern isoliert. Er hatte so wenig Vertrauen, dass er lieber seine höllisch schmerzende Wunde verbarg. Es ist leicht auszumalen, dass er es auch später nicht leicht hatte Vertrauen aufzubauen.

Wie auch immer. Ich wünsche ihm, dass ich Unrecht habe. Falls über was für einen Zufall auch immer er an diese Zeilen gerät habe ich ihm folgende Botschaft: „Ich hoffe dass es dir gut geht“. Und ich wünsche mir, dass du das was du erleben musstest, nicht an deine Kinder weitergegeben hast. Wenn doch versuche dieses Leid, von deinen Enkeln abzuwenden.“ „Ich bin ein zwei Jahre jünger als du. Damals konnte ich nichts gegen die Unterdrückung tun die dir widerfahren ist. Ich konnte auch nichts gegen die Unterdrückung tun, welche mir selbst widerfahren ist. Jedoch habe ich mich dazu entschlossen, dass bei mir die destruktiven Dominosteine aufhören zu fallen.“ In jedem Falle dir; Alles Gute!“

Und dies wünsche ich von allen von uns. Kinder brauchen Stärke, Selbstvertrauen und Vertrauen in ihre Umgebung. Lasst uns ihnen dieses Geschenk machen, damit sie dann ihrerseits eine friedliche lebenswerte Kultur weiterreichen können. Eine Kultur, ohne Angst- oder Wut-Gesellschaft. Einer Kultur in welcher Verstehen und nicht Nachplappern und Auswendiglernen kultiviert wird. Ich hoffe, dass solche Geschichten, wie die obige heute sehr, sehr selten sind, oder gar nicht mehr vorkommen. Doch jede Art von angsteinflößenden Verhalten hat nichts in der Kinderstube verloren. Ein Zug, der in die falsche Richtung fährt, fährt in die falsche Richtung. Auch wenn er nicht weit fährt. Auf das Kind bezogen; es muss den ganzen Weg zurück, soll sein Glück nicht verbaut sein. Lasst uns unsere Kinder lieber möglichst weit in Richtung konstruktiven Zusammenlebens bringen. Die zukünftigen Generationen schaffen so vielleicht, ein paar alte menschliche „Marotten“ für immer abzulegen.

Übrigens; Mein Sohnemann versuchte ich beizukommen, indem ich seine Aufmerksamkeit darauf lenkte, wie es ihm gefallen würde, wenn ich ihm etwas stehlen würde. Er meinte, dass es ihm nichts ausmachen würde, woraufhin ich ihm sagte: „Gut gehen wir heim und ich nehme dir ein paar Sachen weg!“ Seine spitzbübische Reaktion: „Du darfst Sachen von mir stehlen.“

Grrrrrr! 🙂

Ich werde wohl noch etwas Geduld und weitere Einfälle brauchen.

PS.: Hier ein Link, wie es sonst auch bei uns bald aussehen kann. https://www.youtube.com/watch?v=vi6hDzyxdU0

Link.

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Angst ist ein schlechter Erziehungsratgeber.

Angst ist ein schlechter Erziehungsratgeber. Frau hält Augen zu.

Angst ist ein schlechter Erziehungsratgeber.

Wer kennt diese Begriffe nicht? Wutgesellschaft! Angstgesellschaft! Mittendrin wir Eltern mit unseren Sorgen. Mag sein, dass der Mensch, zu großem Mut fähig ist. Dennoch zeigt er diesen im Alltag oft nicht besonders. Der ganzen Gesellschaft deshalb Angst, oder auch Wut zu unterstellen ist eine der typischen Verallgemeinerungen, welcher sich, die zu Fatalismus neigenden Medien bedienen. Sogar manch Erziehungsratgeber, dreht sich hauptsächlich darum, wie man diese Erscheinungen vermindern kann.

Eine der schönen Aufgaben für Eltern ist, Kindern eine sichere Umgebung zu schaffen, in welcher sie sich entwickeln können. Ständige Gefahr herbei zu beschwören ist hier nur hilfreich wenn Angst statt Vernunft herrschen soll! Und in Sachen Erziehung sind negative Emotionen, wie Angst oder Wut, von Seiten der Eltern nur Gift. Sie machen konstruktive Erziehung unmöglich. Denn Erziehung kann nur liebend, helfend, führend und aufbauend sein. Ist sie etwas anderes, ist sie keine Erziehung. Sie würde in Richtung „Dressur“ und schließlich in Richtung Vernachlässigung abwandern. Wir alle wollen, dass unsere Kinder resilient, sprich mit Rückgrat aufwachsen. Und ein guter Erziehungsratgeber, wird Angst nie als wünschenswertes Signal erwähnen.

Angst durchdringt die Gesellschaft in der Tat weit. Doch sie ist so nützlich wie Arsen. Bei Eltern wird sie vor allem durch endlosen Ermahnungen ihren Kindern gegenüber sichtbar. Wobei ich nicht sagen will, dass diese nicht manchmal angebracht sind. Aber im Stakkato gegeben, nehmen sie dem Kind jede innere Sicherheit. Das Kind braucht jedoch Stabilität. Als Kind, und später erst recht als Erwachsener. In seiner Kindheit bekommt es seine Fundamente dafür. Oder eben nicht.

Man mag mir entgegnen: „Ich bin doch gegenüber meinem Kind verantwortlich!“ „Was wenn etwas passiert?“ Diesen Standpunkt kann ich nur bestätigen. Die größte Verantwortung zeigst du jedoch, wenn du deinem Kind eine kindgerechte Umgebung bereitstellst und ihm innere Sicherheit vermittelst. Erziehungsratgeber aus der Kaiserzeit und dem dritten Reich haben das noch anders gesehen.

Was ist jetzt also falsch mit der Angst und den Ermahnungen?

Zunächst einmal nichts. Zumindest wenn unmittelbare Gefahr droht. Besser man läuft dem Tiger davon, der dem Zirkus entlaufen ist. Besser man fürchtet Drogen, und psychoaktive Medikamente, welche einem ja doch nur den Verstand vernebeln. Von anderen negativen Einflüssen abgesehen. Doch genau hier wird auch der Unterschied zwischen Angst und Angst deutlich.

Reale Gefahr ist reale Gefahr. Ein diffuses Angstgefühl schadet der Gesundheit, verursacht unnötigen Stress, und verbaut einem jeden Erfolg im Leben. Ein Gefühl von Glücklichsein, ist fast gar nicht mehr möglich. Zumindest erschwert es diese Dinge. Unseren Kindern wünschen wir jedoch eine glückliche erfolgreiche Zukunft. Was ist hier eine brauchbare Antwort?

Angst ist kein guter Erziehungsratgeber, und Menschen welche sie verbreiten noch weniger!

Alles was geeignet ist, das Kind zu stärken oder in nicht zu sehr einengender Weise zu schützen dagegen schon. Kinder sind, wenn man mit ihnen auf Augenhöhe redet, sehr verständig. Naturgemäß, wollen die wenigsten sich selbst zerstören. Ihre Fähigkeit, einzuschätzen, was sie kontrollieren können manchmal erstaunlich. Doch gerade diese knickt schnell ein, wenn sie im Versuch sich zu beweisen, zu sehr kämpfen müssen und dadurch leichtsinnig werden. Diese Fähigkeit, sich selbst einzuschätzen ist fast erloschen, wenn Kinder (oder Erwachsene) bereits über die Maße verängstigt sind.

Die Neugierde der Kinder, und der starke Drang, das Leben zu erobern, zeigt sich bereits auch bei meiner dreizehn Monate alte Tochter, wenn sie auf Kinderstühle und Tisch klettert. Natürlich ist dies gefährlich für sie. Und natürlich muss sie irgendwann lernen, dass Füße oder Schuhe aus Hygienegründen nicht auf den Tisch gehören. Dennoch werde ich ihr Recht auf Klettertouren stets verteidigen. Sie erobert das Leben! So klein wie sie ist, versuche ich natürlich, immer ein Auge auf sie zu haben.

Doch meine Befürchtung, sie könnte sich verletzen, halte ich vor ihr zurück. Schließlich muss sie durch Versuch und Irrtum ihren eignen Weg finden. Meine Aufgabe ist es da zu sein um sie auffangen zu können. Ansonsten eine kindgerechte Umgebung aufrecht zu erhalten.

In alten Erziehungsratgebern findet man den Spruch: Messer Gabel Schere Licht, sind für kleine Kinder nicht”. Er bringt es ganz gut auf den Punkt. Hersteller haben heute die Scheren für Kinder abgerundet, was gut ist. Dennoch ist ein bestimmtes Alter und Aufsicht dafür erforderlich. Gebe ich dem Kind ab und an eine Schere und Papier, kann ich leicht beobachten, ob es eine Schere führen lernen kann. Ansonsten ist es eben zu früh. Und so ist es mit allem, was das Kind gefährden könnte.

Gehe ich mit meinen Kindern an ein Wasser, ermahne ich nicht ständig mit den Worten: „Geh weg vom Wasser, sonst fällst zu hinein.“ Ich habe Wechselkleidung mit. Lasse ich das Kind mit den Händen ins Wasser fassen, und es ist kalt, spürt es das. Ich gehe gebeugt hinter dem Kleinkind her, um es, bevor es ins Wasser fällt, schnell fassen zu können. Interessanterweise war dies nie der Fall. Meine Bedenken behalte ich für mich. Wenn es älter ist, sage ich vielleicht: „Kontrolliere deinen Körper“! Und wenn´s misslingt. So what? Ich selbst bin nicht nur einmal ins Wasser gefallen. Ist es aber ein reißender Bach, demonstriere ich dem Kind mit einem Stock, wie es das Wasser mitreißen würde, und gehe am besten gar nicht hin.

Was ich versuche zu sagen; egal, um was es geht, eine Umgebung muss kindgerecht sein, dann ist Angst weitgehend unnötig. Ich muss dann meine Angst nicht ständig am Kind auslassen und was dabei das Wichtige ist; ich erziehe es nicht zum Angstbürger.
Das Kind braucht Selbstvertrauen und die Fähigkeit Gefahren selbst einzuschätzen. Es braucht eine schrittweise Heranführung an Dinge. Überwältige ich das Kind durch zu viel Kontrolle, oder gebe ich ihm keine kindgerechte Umgebung, so, dass es Schaden erleidet, erschaffe ich für das Kind Schwierigkeiten, welche es vielleicht nie überwinden wird. Das angstvolle Verhalten ist, dann zu tief verwurzelt. Dies kann viele seltsame Blüten, allesamt Neurosen genannt, treiben. Und man kann sich nur noch mit großem Aufwand davon lösen. (Mit Aufwand – nicht mit Medikamenten.)

Ist der Angst-Same bereits gelegt, ist es immer noch besser stufenweise umzukehren und dem Kind Erlebnisse zu ermöglichen, welche sein Selbstvertrauen stärken, als weiterhin das Kind zu schwächen. Jeder noch so kleine Erfolg ist ein Erfolg. Und viele von den Erfolgen zu bekommen, wird es schließlich über seine Angst/Ängste triumphieren lassen.

Du selbst bist dein bester Erziehungsratgeber!

Folge einfach dem Interesse des Kindes und sei besonnen! Schaffe eine Umgebung, welche für das Kind ungefährlich ist. Die meisten seiner Neigungen sind gar nicht so gefährlich. Es ist sicherlich nicht einfach, über seine Schatten zu springen, doch für unsere Kinder sollten wir es tun. Vielleicht schreiben die Medien irgendwann die Schlagworte „Mutgesellschaft“ und „Respektgesellschaft“. Wie auch immer – für deine Kinder sind Mut und respektvolles Verhalten Türöffner in ihre Zukunft. Angstgesellschaft und Wutgesellschaft sind nicht lebenswert. Mut zur eigenen Integrität und Respekt voreinander schon.

Link siehe auch meinen Artikel Angst.

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