Kategorie: Allgemein

Quo vadis? Oder wohin gehst du Mama und Papa?

Mama Papa, welchen Weg nimmst du?

Anmerkung: Dieser Artikel wendete sich ursprünglich an Künstler. Ich habe ihn hier für Eltern umgeschrieben. Also für dich Mama und Papa!

Es ist eine alte und allseits anerkannte empirisch beobachtbare Wahrheit, dass man diejenigen Dinge verstärkt worauf man seine Aufmerksamkeit lenkt. Sichtbar wird dies in solchen Sprichwörtern wie: „Lächle und die Welt lächelt zurück.“ Oder: „Wie man in den Wald schreit, kommt es zurück.“ Sowie: „Gewalt erzeugt Gegengewalt.“ Oder als Moral-regel: „Was du nicht willst dass man dir tu´ füg´ auch keinem Anderen zu!“ Legt man seine Aufmerksamkeit auf Freundlichkeit, findet man viel von ihr. Legt man seine Aufmerksamkeit auf Nichtübereinstimmung, bekommt man diese. Auch die Rede von der „Sich selbst erfüllenden Prophezeiung“, unterstützt die Aussage: „Worauf man seine Aufmerksamkeit legt erhält man!“ Für Mama und Papa – Wenn du dem Guten in deinen Kindern die Aufmerksamkeit gibst. Sie darin lobst und unterstützt, bekommst du mehr davon.

Was Mama und Papa im Eifer des Gefechts gerne übersehen.

Auch wenn es immer wieder schwer fallen mag, die Konsequenz für das eigene Handeln kann nur bedeuten, dass, wenn ich das Gute in der Welt mehren will, ich das Gute benennen, besingen, in Bild und Film zeigen und somit verstärken will. Oder für Eltern, dass ich die Samen des Guten meinem Kind weitergeben will. Denn im Kind wird dies wachsen, worauf ich seine Aufmerksamkeit richte.

Baue ich ein Haus, habe ich ein Haus. Pflanze ich einen Garten, habe ich einen Garten. Führe ich Krieg, habe ich Verderben. Es ist so einfach, dass es gerne übersehen wird! Mobbe ich und streue zersetzende Kommunikation, bereite ich den Boden für Streit. Streit auf internationaler Ebene ergibt … … … Genau! Streit in der Familie ergibt in letzter Konsequenz Scheidung und traumatisierte Kinder. Wie im Kleinen so im Großen. Lehre ich, meine Kinder zu hassen, werden sie weiteren Hass in die Welt bringen. Da hilft alles Schönreden nicht.

Zeige ich meinen Kindern durch mein Vorbild was Liebe, Verstehen und offene Kommunikation sind, werden sie eine stabile Basis haben um selbst ihrerseits das Gute zu verstärken. „Besinge“ ich die Sinnlosigkeit des Lebens und verherrliche ich Drogen, werde ich als Künstler oder auch als Eltern genau dies in der Welt vermehren.

Mama und Papa stehen im Glashaus.

Geht es mir selbst schlecht und ich dramatisiere dies öffentlich, (Soziale Medien) werden sich Andere finden, welchen es auch schlecht geht und gemeinsam erneutes Leid produzieren. Es ist in Ordnung, seine Trauer zu leben und Freunde zu finden, welche einem wieder auf die Beine helfen. Es ist destruktiv öffentlich zu dramatisieren und die Welt schlecht zu reden. (So wie die Medien das tun.) Tu ich dies meinen Kindern gegenüber, lernen sie anstatt hilfreichen Dingen, das Drama der Welt kennen. Und zwar von einem Opfer-Standpunkt aus. Sie lernen eben nicht was wir predigen, sondern was sie bei uns beobachten können. Wie sollen sie jemals als Erwachsene besonnen und lösungsorientiert sein?

Wer kennt nicht die Warnung: „Mal nicht den Teufel an die Wand“. All diese Weisheiten von Großmutter und Großvater sind entstanden, weil unsere Vorfahren schmerzvoll erfahren haben, was passiert wenn sie sich nicht daran gehalten haben.

Ein paar aufschlussreiche Wortbedeutungen:

Zyniker: Bissiger die Wertgefühle anderer herabsetzender Spötter. Herkunft zu griechisch kyon = Hund.

Spötter: Jemand der Äußerungen tätigt oder Verhaltensweisen zeigt, mit der sich über jemand oder jemandes Gefühle oder Ähnliches lustig macht. Ein zu tiefst unterlegener Mensch, der Überlegenheit demonstrieren will. Ein Verallgemeinerer der mit Trugbildern arbeitet. Lügner sich selbst und anderen gegenüber.

Defätist: Jemand der mut- und hoffnungslos ist und die eigene Sache und überhaupt alles, für aussichtslos hält.

Schwarzmaler: Jemand der allzu pessimistische Darstellungen, Schilderungen von sich gibt. Ein Mensch, der aufgegeben hat an Lösungen zu glauben.

Allen gemeinsam ist, dass sie häufig in Verallgemeinerungen reden. Weiterhin, dass sie konstruktive Bemühungen herunterputzen und in Hilfe stets Betrug wittern. Einen von ihnen hörte ich öfter sagen: „Der Mensch will betrogen werden“. Mit ihren Anklagen reden sie sozusagen von sich selbst. Keinem von ihnen ist als Freund zu trauen. Weder als Ratgeber für Eltern noch als Freunde für die Kinder. Nicht, dass wir nicht alle, zeitweise in solche Verhaltensweisen rutschen könnten. Kritisch wird es, wenn sie zur Grundeinstellung der Person gehören.

Nun hat jemand in den Wortdefinitionen das Dauerfeuer mancher unserer Medien oder manchen Politiker wiedererkannt? Oder gar sich selbst? Im zweiten Falle ist es noch nicht so schlimm. Den Luxus der Selbstreflexion kennen die wirklich üblen Burschen nicht. In einer Gesellschaft in welcher man massiv von solchen Dingen umgeben ist, kann man jedoch leicht selbst manchmal in solche Rollen schlüpfen.

Doch als Mama und Papa solche Dinge zu verstärken bedeutet auch, solche Dinge in die Kinder zu füllen. Dinge welche auch wieder herauskommen und anderen schaden. Es bedeutet, eine Zukunft zu erschaffen, welche noch mehr von Grau und Schwarz geprägt ist! (Ich meinte jetzt nicht nur unsere Autos 🙂 )

Ehrliche Hilfe existiert noch immer.

Auf der anderen Seite finden wir z.B. Hilfe. Hilfe mag durch Psychiater, durch die Pharmaindustrie, durch manch politisch motivierten Prediger, durch unlautere Politiker usw. oft pervertiert worden sein. Hilfe mag Jahrtausende Jahre lang immer wieder zur Tarnung und Auskleidung einer Falle verwendet worden sein. Dennoch existiert sie. Reine durch Nächstenliebe motivierte Hilfe. Sie existiert!

Sie existiert nicht nur, sondern nichts ist häufiger im menschlichen Verhalten anzufinden als Hilfe. Der Mensch ist nicht schlecht! Oder hat ein Zahnarzt, welcher gutes Geld verdient, etwa nicht geholfen, als er den faulen Zahn saniert hat? Helft ihr als Mama und Papa nicht pausenlos ihren Kindern? Ist Kindergarten und Schule im Grunde nicht in großen Teilen Hilfe? Zumindest aus dem Gesichtspunkt von Erzieher/in oder Lehrer/in. Hilft es uns nicht, dass irgendwo jemand an einem Fließband steht und eine Waschmaschine zusammenbaut?

Und dann die selbstlose Hilfe vieler. Gehört nicht Deutschland zu den größten Spendenländern. Ist nicht das Ehrenamt ein eine gewaltige Volksbewegung? Ist der konstruktive Künstler nicht jener, welche Freude und Weisheit in das Volk bringt? Ich kann meine Wut kaum unterdrücken – jenen gegenüber welche es wagen zu sagen der Mensch sei in seiner Grundnatur schlecht! Doch auch für mich gilt: „Dahin wo ich mein Aufmerksamkeit lenke das verstärke ich. 🙂 Also schaue ich lieber auf dich. Du beschäftigst dich mit Lösungen also musst du ein guter Kerl oder ein gutes „Mädchen“ sein. 😀

Weiterhin gebe ich meine Aufmerksamkeit hauptsächlich jenen, die ehrliche Hilfe leisten. Und daher bedanke ich mich an dieser Stelle im Namen aller welche hierzu noch zu keiner Stimme gefunden haben bei dir und allen anderen hilfreichen Menschen. Für euer Da-Sein und euere Hilfe welche ihr tagtäglich leistet. Für euch ein respektvolles und aus tiefem Herzen kommendes

Danke!

Und ganz besonders dir Mama und Papa!

Ich meine dies nicht ironisch. Ganz und gar nicht. Ich weis wovon ich als fünffacher Vater rede. Auch wenn es nicht gerade alltäglich ist. Nehme bitte meinen Dank an. Alles was wir tun, berührt auf die eine oder andere Weise das Leben der anderen. Daher nochmals Danke, Mama und Papa!

Kunstschaffende fordere ich hiermit an dieser Stelle auf, jenen ein Denkmal zu setzen, welche helfen. Mama und Papa möchte ich hiermit motivieren, weiterzumachen die wertvollen Menschen zu sein, welche sie für ihre Kinder und die Gesellschaft sind. Lasst uns eine ehrliche Sicht auf die Menschen erschaffen, denn wir alle haben, auch wenn wir manchmal Fehler machen, weit mehr konstruktives in die Welt getragen, als man uns manchmal glauben machen will.

Lasst uns das Gute in die Welt tragen und somit vermehren. Lasse deine Kinder helfen, auch wenn das bei den Kleinsten bedeutet, vieles noch mal machen zu müssen. Ihre Hilfe wird in den ersten Jahren oft noch mehr Arbeit bedeuten. Bestätige sie dennoch für ihre Absicht und Tat. Lehre ihnen nicht Angst, sondern helfe ihnen so schnell wie möglich das Leben zu erobern. Sei beschützend da, wenn es nötig ist.

Wir alle können eine große Hilfe sein! Das Ziel: Eine friedliche lebenswerte Kultur erhalten/aufbauen. Unsere Kinder sind es wert. Und wir als Mama und Papa, werden stolz darauf sein, was wir weitergegeben haben.

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Gestern und Heute. Unglaubliche Erzählungen

 Gestern und Heute. Bild einerFamilie früher.

Gestern und Heute.

Neue Generationen wachsen heran. Neue Dinge werden bald als normal angesehen. Manches zum Guten manches vielleicht auch nicht. Ich dachte mir, heute illustriere ich mal ein paar Unterschiede. Nicht um Aussagen über richtig und falsch zu machen, zumal die Rahmenbedingungen nicht besser geworden sind. Aber ich frage dich, ist wirklich alles so normal, was wir als Solches betrachten? Gestern und Heute – eine Gegenüberstellung.

Man könnte sagen, dass ich als Kind Pech gehabt habe. Immerhin war ich ein Scheidungskind. Doch Kindern wehte damals noch viel Freiheit durch die Haare und diese wollte ich um alles Geld der Welt nicht missen. Wir waren damals nicht so über beschützt wie die heutigen Kinder unter ihren Helikopter-Eltern. Und manche Mutter, würde heute voller Entsetzen von Vernachlässigung sprechen. Doch wir hatten Zeit zu wachsen, und weit mehr Freiheit als Kindern heute zusteht. Wir konnten uns ein gutes Stück unserer Nase nach entwickeln. Im Gestern und Heute ist nicht alles notwendiger Weise schlechter oder besser. Doch es lohnt sich etwas darüber zu reflektieren.

Gestern und Heute. So unterschiedlich!

Eine schöne Erinnerung ist zum Beispiel der Sommer, in welchem ich schwimmen gelernt hatte. Keine zwei Kilometer unterhalb des Dorfes in welchem ich mit meiner allein erziehenden Mutter lebte, war ein kleiner Stausee. Wir, die Kinder des Dorfes waren weitgehend auf uns gestellt. Und so mischten sich Groß und Klein in allen möglichen „Abenteuern“. Die Großen wurden angewiesen, auf die Kleinen aufzupassen, das musste genügen. Interessanterweise tat es dies auch.

Das Ufer von dem besagten See war an „unserer Stelle“ relativ steil. Doch das Ufer war von Büschen umgeben. Sie boten einerseits ein wenig Schutz, doch das Wasser war umso schlechter einsehbar. Nur an zwei drei Stellen kam man zum Wasser durch. Im Wasser wurde es relativ schnell tiefer. Als fünfjähriger konnte ich etwa drei Meter weit von Ufer weg, dann verlor ich den Boden Gewann jedoch manchen extra Schluck des braunen schlammigen Wassers. Die Meisten der anderen Kinder waren schon etwas älter, und sie hatten ihren Spaß, tollten herum und spritzten sich gegenseitig nass. Ich begnügte mich erstmal damit, im seichteren Wasser zu hüpfen.

Ein etwas älteres Mädchen erbarmte sich kurz meiner und meinte zu mir: „Du musst das so machen“. Sagte es und stieß sich mit den Füßen vom Grund ab, glitt im Wasser ein Stück und gönnte sich einen Schluck des besagten Wassers. Nun – das war eine heiße Spur. Mein erster Versuch fand mehr unter als über Wasser als über statt. Das mit dem Wasser schlucken jedoch klappte sofort. Dank meines Ehrgeizes fand ich bald den Dreh heraus, um wie sie kurz zu gleiten. Fast jedes mal mit einem guten Schluck der braunen Brühe. Ein Gutes, hatte die Schluckerei, ich wurde nicht durstig, und bekam genug Erreger zu schlucken um ohne Nadel geimpft zu sein. Heute würde man Bauernhof-Immunität dazu sagen.

Gestern und Heute. – Marketing gaukelt uns heute viel vor.

Für die Mütter, die gerade ihre Hände vorm Gesicht zusammenschlagen; krank wurde ich nicht. Später las ich vom Gesundheitspapst Dr. Strunz, dass er sich selbst gerne hier und da einen Schluck schmutzigen Wassers gönnt um sein Abwehrsystem zu trainieren. (Nur so am Rande.) Was ich sagen will ist: Ist jede Impfung nötig. Fördern die Dinge die wir unseren Kindern kaufen wirklich deren Leben. Ist das politische Marketing, das Eltern schnellstmöglichst wieder an die Herde der Industrie, der Verwaltung und des Handels bringen, wirklich als Hilfe für Eltern gemeint??? Hilft es Kleinkindern? Und so weiter und so fort.

Gestern und Heute. Mehr aus dem “Nähkästchen”.

Jedenfalls, der Sommer ging vorüber, und ich war fähig zu schwimmen. Einen guten Schwimmstil habe ich jedoch nie erlernt. Dies hielt mich allerdings nie davon ab, eine „Wasserratte“ zu sein.

Eine weitere schöne Erinnerung ist: Weiter links unterhalb des besagten Dorfes gab es eine kleine Häuseransammlung. Meine Eltern waren damals noch zusammen und wir bewohnten unser kleines aber feines Fachwerkhäuschen. Weiter unten am Waldrand war eine Sägerei, deren donnernden Sägen mich immer sehr beeindruckt hatten. Doch darum soll es jetzt nicht gehen.

Schon damals, arbeiteten beide Eltern von mir, wegen des besagten Häuschens. So blieb auch wenig Zeit für mich. Genauso wie heute meinen vierjährigen Sohn und meine dreizehn Monate alte Tochter, drängte es mich damals auch ständig aus dem Haus. Ich konnte schon auf der abschüssigen Straße laufen, ohne dauernd hinzufallen. Meine Mutter schaut aus dem Küchenfenster und ruft mir noch zu: „Geh nicht so weit weg Reinhold!“ „Ja-aaa“ gab ich zurück. Eine Zeit lang hielt ich mich daran, dann fiel mir das Sägewerk ein. Wie das so ist, wenn man so die Welt erobert findet man viel am Straßenrand und so fand ich weiter unten eine Stelle, an der man zwischen den Grundstücken zur Wiese durchgehen konnte.

Da war ich noch nie. Die Wiese war hoch gewachsen und das Gras höher als ich. Viele Blumen blühten dort. Doch die ließen sich gar nicht so leicht abreißen. Bei ein paar gelang es mir. Stück für Stück kämpfte ich mich auf der Hinterseite der Grundstücke wieder nach oben. Bald war ich hinter unserem Haus. Die Fenster waren geöffnet. Mama machte inzwischen Betten. „Mama, Mama“, rief ich. Erschrocken drehte sie sich um und sagte: „Reinhold, ich habe dir doch gesagt, du sollst nicht so weit vom Haus weg!“ „Bin ich doch nicht“, antwortete ich kleinlaut und hielt ein paar zerfetzte Blumen hoch. Der Ärger wich aus dem Gesicht meiner Mutter. Sie lächelte mir zu. Ich umrundete den Rest des Grundstücks und ging wieder heim. „Wo sind die schönen Blumen“, fragte meine Mutter. „Weis nicht“, antwortete ich. „Ich habe sie vergessen.“

Gestern und Heute. Ich würde Freiheit nie gegen eine Kita tauschen wollen.

Schaue ich heute auf meinen kleinen Sohn, sehe ich so oft den glücklichen Frechdachs, der ich selbst damals war. Und ich sehe auch die Entwicklung in meiner Vergangenheit, welche bald verhängnisvoll war, mir viel meiner Kindheit versaute und das Leben beträchtlich erschwerte.

Doch lass mich noch eine Episode erzählen, sie eignet sich gut dem Haupttitel, gerecht zu werden.

Während den Umbrüchen, kurz nachdem meine Mutter meinen Vater aufgrund dessen Gewaltausbrüchen verlassen hatte, war ich auch kurz in einem Kindergarten. Nur ein paar Tage, während wir bei Bekannten untergekommen waren. Erinnern kann ich mich nur noch daran, dass ich mich in ein Mädchen verliebt hatte und an einen ganz bestimmten Tag.

Ein paar Kinder, so auch ich, saßen im Sandkasten. Unsere Schäufelchen und Eimer waren damals noch aus Metall. Genau so ein Schäufelchen flog in meine Richtung. Prallte auf meinen Kopf und verschwand. Allerdings fing mein Kopf an zu kitzeln. Ich wischte mir mit der Hand über die Haare, wo es merkwürdig feucht war. Und da war auch das Schäufelchen. Es viel mir vom Kopf. Unweit stand die Tante mit entsetztem Gesicht. (Für die Jüngeren; Tante nannte man früher die Erzieherin.)

Es musste wohl so gewesen sein, dass die Fontanellen meines Kopfes noch nicht vollständig zugewachsen waren, jedenfalls steckte das Schäufelchen, bis ich es herunter wischte in meinem Kopf. Die Tante nahm ich bei der Hand und ging mit mir ins Haus. „Da muss Jod drauf“, sagte sie und ergänzte, „das wird ein bisschen brennen“. Das „Bisschen“ reichte um mich schreien lassen wie am Spieß. Doch auch dies ging vorüber und die Tante meinte dann noch zu mir: „Wenn deine Mutter heute Abend kommt, muss sie mit dir zum Arzt“.

Gestern und Heute. Schnitt!

Viele Jahre später. Meine jüngste von drei Töchtern geht in die zweite Klasse. Ein Tag wie jeder andere, sie in der Schule ich bei der Arbeit. Abends komme ich heim und werde mit den Worten empfangen: „Unsere Kleine liegt im Krankenhaus!“ Wie vom Donner gerührt stehe ich da und höre mich sagen: „Was ist passiert?“

Meine Frau erzählte mir, dass unsere Tochter von der Schule nach Hause kam und sich auf der Bank, welche auf unserer Terrasse stand, schlafen gelegt hatte. Eine neurotische Nachbarin (Krankenschwester) sah sie dort liegen, was ihr Kopfkino startete. Sie sah nach ihr, in ihrer Panik und es kam, was kommen musste. Unfähig zu beobachten was sie sah, völlig in ihrem Film, versuchte sie unser Kind zu wecken. Doch dies war nicht leicht. (Das war es nie) Die Kleine öffnete die Augen ein wenig, doch sie blieben zurückgerollt. Die Nachbarin sah nur das weise ihrer Augen. Die in ihrem Drama verhangene Nachbarin, rief sofort einen Arzt. Und diesen machte sie so verrückt, dass er lieber den Krankenwagen holte.

Auch er war unfähig zu sehen, was vor seine Augen war. Ein normales Mädchen, das tief und fest eingeschlafen doch inzwischen wach war. Mit dem Krankenwagen traf ihre Mutter ein. Sie war beim Einkaufen gewesen. Eingeschüchtert von dem Drama, willigte sie ein das Mädchen ins Krankenhaus fahren zu lassen. Verängstigt fuhr sie hinter dem Krankenwagen her. Dieser fuhr nicht ins nächste Krankenhaus. Nein er brachte das Kind in die Kreisstadt. Und dort überließ sie ihre Mutter den weisen Rittern. Sie musste heim, schließlich hatte sie ja noch zwei Kinder.

Nun ich kam heim und fuhr kehrt wendend mit der Familie ins Krankenhaus. Dort traf ich mein Mädchen quietschvergnügt an. Ich sprach mit dem leitenden Arzt, der mir doch sehr ans Herz legte das Kind zur Beobachtung da zu lassen. Ich fragte meine Tochter, was sie dazu sage. Sie empfand das Ganze wie ein Spiel, wie ein Abenteuer. Ihr mache es nichts aus eine Nacht im Krankenhaus zu verbringen, sagte sie zu mir. Ich sprang über meinen Schatten und ließ gewähren.

Die Geschichte hatte eine zusätzliche Würze; am nächsten Tag wollten wir in den Urlaub fahren. Jedenfalls ich herzte meine Tochter und überließ sie ihren „Helfern“.

Am nächsten Tag, unterschrieb ich früh morgens eine Erklärung, welche die Helden in Weis ihrer Haftung entband und übernahm alles Risiko mit einer gut ausgeschlafenen Tochter in den Urlaub zu fahren. 🙂 Ein mulmiges Gefühl fuhr noch ein paar Stunden mit, und dann warf ich es aus dem offenen Fenster in den Fahrtwind. Meine Tochter war das, was ich von der ersten Sekunde gesehen hatte. Kerngesund!

Gestern und Heute. Besser, man riskiert einen zweiten Blick.

Man mag einwenden, dass die Nachbarin nur ihr Bestes tat. In der Tat, das hatte sie auch. Doch Angst ist eben ein schlechter Ratgeber.

In diesen nicht ganz zwanzig Jahren hatte die Angst sich wie das „Nichts“ im Film „Die unendlichen Geschichte“, breitgemacht. Und in den folgenden dreißig Jahren hatt sich die Entwicklung noch beschleunigt. Stichwort „Angstgesellschaft!“

Ich weis; Sarkasmus steht mir nicht so gut zu Gesicht. Doch mich würde es nicht wundern, wenn heute in beiden Fällen der Rettungshubschrauber käme. Dass ich damals im Kindergarten nicht gleich einen Arzt sah, war vielleicht nicht ganz richtig. Doch, dass wir heute vor lauter Angst häufig nicht mehr sehen, was wir sehen und nicht das kommunizieren was wir selbst beobachtet haben, halte ich für ein Drama. Gestern gab es mehr Freiheit und heute mehr Marketing. Gestern legte man den Hausschlüssel noch unter die Fußmatte, und heute trauen wir uns kaum noch gegenseitig über den Weg. Besser wir finden das Beste aus Gestern und Heute und bauen eine neue friedliche Lebenswerte Kultur.

Und ich denke, es ist höchste Zeit etwas besonnener zu werden. Wo werden sonst unsere Kinder enden?

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Gefährliche Werte und Tugenden!?

Falsch verstandene Werte und Tugenden können ein Lebensschiff kentern lassen, so wie dieses hier.

Gefährliche Werte und Tugenden?

Viele Loblieder wurden auf Werte und Tugenden gesungen. Doch sie können als Falle verwendet werden. Es ist bekannt, dass viele Tierarten und Pflanzen ausgestorben sind, da sie sich teils schneller Veränderung nicht anpassen konnten. Und obwohl eine der besten Strategien des Menschen ist, seine Umgebung sich anzupassen, muss er dennoch seinem Umfeld Rechnung tragen. Was ist nun das „Gefährliche“ an Werten und Tugenden?

Bevor ich diese Aussage begründe, will ich erstmal auf den Nutzen der Werte und Tugenden eingehen. Denn zweifelsohne sind gerade die Werte und Tugenden die Garanten für ein friedliches konstruktives Miteinander. Sie sind auch der konstruktive Nährboden, auf dem die Menschenrechte formuliert worden sind. Sie sind auf menschliche Vernunft gegründet und passen in jede Weltanschauung oder Religion. (Von ein paar unterdrückerischen Strömungen abgesehen.) Dies bedeutet, dass überall auf der Welt mit ihnen übereingestimmt werden kann. Sie können ein großer Schritt in Richtung Frieden und lebenswerter Kultur sein.

So lange der Mensch existiert, konnte er die Folgen seiner Handlungen beobachten. Und jene Handlungen welche zu günstigen Resultaten führten, wurden zu den Werten und Tugenden. Jeglicher Erfolg ist in ihnen begründet. Ausgenommen jener scheinbare Erfolg, der auf Unterdrückung beruht. Solche Bemühungen, haben jedoch mittel oder langfristig immer Untergang zur Folge. Die einst stolzen Griechen oder Römer, das deutsche Weltreich und viele andere, sind heute Geschichte. Und die heutigen Mächte werden, solange sie der Unterdrückung frönen, den gleichen Verlauf nehmen.

Welchen Samen also in unsere Kinder legen? Nun – ich habe mich für die Werte, die Tugenden und die Menschenrechte entschieden. Doch eines dürfen die Werte und Tugenden nie werden oder sein.

Werte und Tugenden dürfen nie der Selbstbestimmung entrissen werden!

Und dies beinhaltet auch deren freie und situationsbezogene Verwendung. Niemand will als Beispiel angelogen werden. Also wäre Ehrlichkeit als Wert die logische Konsequenz. Und solange man sich im Vertrauensumfeld bewegt ist dies auch natürlich und richtig. Aber wie wäre es, wenn Wahrheit zu Verrat von Freunden führen würde? Wie wäre es wenn „Wahrheit“ verletzen würde? Hier wird deutlich, dass sie als Instrument zur Unterdrückung dienen kann. Deshalb hat der Gesetzgeber auch die Privatsphäre im Gesetz verankert. Deshalb gibt es auch Notwehr, welche auch verbal sein kann.

Sucht zum Beispiel die Presse nach „Wahrheit“ nur um Personen welche als Prominente oder Politiker im Rampenlicht stehen ins Abseits zu stellen. Und veröffentlicht sie diese sogenannte „Wahrheit“, zerstört dies nicht selten das Ansehen einer sonst konstruktiven Person.

Ehrlich – ein mahnender Freund oder ein zurechtweisendes Familienmitglied, oder als letzter Zufluchtsort ein Gericht, hätte die Sache vielleicht bereinigt. Doch nun hat der Prominente oder Politiker das Gefühl sich rechtfertigen zu müssen und wird in eine Lügen-spirale getrieben. Auf diese Weise sind schon viele wertvolle Mitglieder der Gesellschaft sozial gestorben. Und dies zeigt auch die Absicht dessen, dem die „Wahrheit“ angeblich so wichtig war. Er wollte den Prominenten oder Politiker in die Position eines „Vogelfreien“ bringen, damit er zerfleischt werden kann. Schwarze Propaganda vom Feinsten. Und so kann eine relativ kleine negative Wahrheit, zur großen Lüge über eine sonst konstruktive Person werden. „Wer ohne Sünde ist …“

Und somit wird Wahrheit pervertiert. Werte und Tugenden bekommen einen negativen Beigeschmack.

Dein Kind muss diese Zusammenhänge, sobald es verständig wird verstehen lernen. Zwinge es nie, immer und überall die Wahrheit zu sagen. (Eine im in den sozialen Medien bekanntgegebene Adresse, als Beispiel ist sicherlich Wahrheit. Doch das Erfragen einer Adresse im Internet ist auffällig.) Ermuntere es aber immer, im vertraulichen Umfeld sich an die Wahrheit zu halten. Mit Lügen versklavt man sich auf Dauer selbst. Gibt es aber, als weiteres Beispiel, einen mobbenden Klassenkameraden, muss dein Kind ihm nicht noch die Munition liefern.

Ganz ähnlich verhält es sich mit anderen Werten und Tugenden.

Respekt gehört vor allem der respektvollen Person. Einem pöbelnden Freund, muss nicht derselbe Respekt entgegengebracht werden, wie einem Lehrer der immer bemüht ist, im Sinne des Kindes zu helfen. Die größte Freundlichkeit, welche man einem Kriminellen entgegenbringen kann, ist ihn hinter Gittern unschädlich zu machen. (Das war nicht sarkastisch gemeint.) So hält man ihn wenigstens davon ab, noch mehr Schaden zu verursachen.

Oder um die Tugend Fleißigkeit zu nehmen. Fleiß für die falsche Sache; Drogen verticken als Beispiel, wäre sicherlich keine Tugend. Und damit wird auch klar, dass all diese Dinge sich gegenseitig bedingen. Freundlichkeit gehört dem respektvollem Menschen und Ehrlichkeit ist gegenüber einer Vertrauensperson angesagt. Die spiegelt sich auch im Beicht- oder Arztgeheimnis wieder. Wobei der Pfarrer oder Arzt nicht automatisch auch tatsächlich als Mensch Vertrauenspersonen sein müssen. Leider. Und genau deswegen dürfen Werte und Tugenden nie starr, und in Recht und Ordnung erstickt werden. Sie müssen durch Verstehen selbstbestimmt von jedem Einzelnen in ihr Leben genommen werden oder auch nicht. Dein Kind muss über die Jahre lernen diese Dinge dynamisch anzuwenden. Sonst können sie pervertiert und in ihr Gegenteil verwandelt werden.

Werte und Tugenden können in eine „Waffe“ verwandelt werden.

Werte und Tugenden können in eine „Waffe“ verwandelt werden. Genauso wie ein gewöhnliches Messer oder Geld. Der „tödliche“ Satz ist: „Du musst!“ Das Kind oder der Mensch will im allgemeinen „Gut“ sein. Doch aufgezwungen, erschaffen Werte und Tugenden Ja-Sager, Kriecher und sozial unfähige Menschen. Denn auch „Nein sagen“ können, gehört zum konstruktiven Miteinander. Nein sagen können zu dem was man als nicht richtig oder nicht für gut hält. Auch auf die Gefahr hin als unfreundlich wahrgenommen zu werden.

Die Fähigkeit, richtig von falsch zu unterscheiden und die Fähigkeit den Charakter der Menschen zu „lesen“ sind die Grundlage davon. Dann sind Werte und Tugenden, eine der höchsten Kulturleistungen der Menschheit.

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Familie – eine dringend wichtige Definition.

Familie ist der Grundpfeiler der Gesellschaft.

Familie – eine dringend wichtige Definition.

Das herkömmliche Familienbild ist unter Beschuss. Babys werden von Leuten welche keine Kinder haben gar als Umweltsünde diskutiert. Daher möchte ich hier erstmal den Artikel 6 GG zitieren. Weiter unten gebe ich einen persönlichen Bericht und noch ein paar motivierende Gedanken. Um es vorneweg zu sagen. Ich bin klarer Befürworter, intakter Familien, obwohl ich in erster Ehe nach zwanzig Jahre auch gescheitert war. Nach wie vor habe ich ein Idealbild von Familie vor meinen Augen. Als „Nordstern“ sozusagen.

Artikel 6 Grundgesetz.

(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.

(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.

Hier kannst du alle Grundrechte nachlesen.

https://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01-245122

Wie du siehst, anerkannte der Parlamentarische Rat 1949 den besonderen Wert der Familie. Und mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die obigen Punkte 1-5 Teil der deutschen Verfassung. Soweit der trockene aber dennoch wichtige Teil.

Da die Begriffe Ehe und Familie damals keinen Erklärungsbedarf hatten und so nie definiert wurden, war die ursprüngliche Absicht leicht zu unterwandern. Somit sind Familien nicht notwendigerweise Eltern und leibliche Kinder. Wie dem auch sei, es geht um die Kinder. In welcher Konstellation auch immer heute Familie auftritt, sie sollte nie „die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“, aus Artikel (2) vernachlässigen. Doch was ist Erziehung eigentlich?

Den wesentlichen Teil bestimmst du im Rahmen deiner Familie.

Du alleine, wenn du allein erziehend bist, oder mit deinem Partner zusammen. So zumindest die Theorie. Ein afrikanisches Sprichwort besagt: „Zum Erziehen eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf“. Nur dass heute dank Medien und Internet die ganze Welt ein Dorf ist. Dies bringt die ganze Vielfalt auf einmal auf den Tisch. Also irgendwie, wird das alles ein wenig kompliziert!?

Eigentlich nicht. Solange du dein Kind liebst, nicht verbiegen, jedoch nach seinen Fähigkeiten und Neigungen fördern willst. Ihm andererseits die nötige Führung bietest, damit es die grundlegenden Regeln des Zusammenlebens und damit der Gesellschaft mit Verstehen lernt, machst du schon den Großteil richtig. Irgend wie liegt es schon nahe an der goldenen Regel: „Was du nicht willst, dass man dir tu, füg auch keinem anderen zu.“

Der Umkehrschluss wäre dann: „Füge dem anderen zu, was auch du gerne erfährst.“ Wer möchte nicht geliebt werden. Wer möchte nicht fair behandelt werden. Und wer möchte nicht mit Respekt behandelt werden. Niemand unter uns hat nicht gerne eine hilfsbereite Umgebung um sich. Keiner möchte nicht das Recht haben beizutragen. Oder wer möchte nicht seine eigenen Ziele definieren. Wahrscheinlich so ziemlich alle von uns. Und da hast du auch schon einen guten Teil des Rückgrats deiner Erziehung – wenn du so willst. Kleine Kinder lernen durch Nachahmung. Und was kleine Kinder gelernt haben, ist die Grundlage für Rest ihres Lebens.

Wie sieht die Definition Familie in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus.

Artikel 16 (Eheschließung, Familie)

„Heiratsfähige Frauen und Männer haben ohne Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.“

„Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.“

„Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.“

Also auch hier; Familie ist ein besonderer Wert. Daher genießt sie Rechte und bekommt Schutz zugesprochen. Die Gleichheit der Menschen bezieht sich auf Würde und Rechte mit den daraus folgenden Artikeln.

Übrigens eine gute Sammlung von Videos, teils kindgerecht, über Menschenrechte findest du hier:

https://www.bing.com/videos/search?q=Menschenrechte&view=detail&mid=E50A15AFADCE9B7A4014E50A15AFADCE9B7A4014&FORM=VIRE

Darüber hinaus sind wir Individuen. Wir unterscheiden uns über die Gleichheit an Würde und Rechten hinaus, oft extrem. Ganz grundlegend kann man sagen, dass da die Freiheit des Einzelnen aufhört, wo die Freiheit, des/der anderen beschnitten wird. Und in diesem Kontext existiert Familie.

Familie aus Sicht des Kindes.

Kleine Kinder können sich noch nicht ausdrücken. Doch ihr Verhalten kann man beobachten. Und so lege ich unseren Ankömmlingen diese Worte in den Mund: „ Hier bin ich! Manche sagen, ich sei leer wie ein weißes Blatt Papier. Doch ich fühle mich komplett. Ich bin zu allen menschlichen Gefühlen fähig. Bin scheinbar wehrlos doch alle hören auf mein Krähen. Ich bin Mittelpunkt der Familie. Kontrolle über meinen Körper habe ich noch nicht. So bin ich auf Hilfe von Mama und Papa angewiesen. Und die bekomme ich auch. Meistens jedenfalls, manchmal dauert es mir zu lange, da ich nur das Jetzt kenne. In diesen Zeiten geht es mir sehr schlecht.

Doch allgemein ist es schön, dass sich alles um mich dreht. Liebe und Zuneigung gibt es Tag und Nacht. Ich möchte gerne ein Übermaß zurückgeben können. Was vor mir liegt weis ich nicht. Ich vertraue auf meine Eltern. ich fühle ich mich geborgen im Schoss meiner Familie. Für meine Eltern ist das eine große Verantwortung, doch sie tragen diese gerne. Schließlich war ich ein Wunschkind …

Diese Geborgenheit brauchen Kinder. Auch dann wenn sie sich Stück um Stück Bereiche unter ihre Kontrolle bringen, sie brauchen Geborgenheit und Fürsorge bis sie aus dem Haus sind. Und selbst, dann ist es gut zu wissen dass es immer noch wohlwollende Eltern gibt.

Obiges ist idealisiert. Doch an was sonst, als an einem Idealisierten Bild soll man sich ausrichten? Wer realistisch wird, beginnt aufzuhören zu träumen. Wer aufgehört hat zu träumen, wird entsprechen anfangen, seine Zukunft den anderen überlassen. Er wird mehr und mehr Opfer. Unsere Ideale, und damit meine ich; deine für dich, und meine für mich, sind unsere Leitsterne. Stets perfekt zu sein, ist sicherlich nicht möglich. Aber sich immer wieder auszurichten schon.

Idealbilder helfen Familie zu denken.

Als ich selbst noch ein Teenie war, wurde mir oft vorgeworfen naiv zu sein. Mein Lehrer hingegen, stoppte die Hänseleien und stellte mich vor der Klasse als, weiter entwickelt als alle anderen dar. Dies war mir auch nicht recht. Ich wollte eigentlich eher unauffällig sein. Höchsten ein wenig cooler so wie die beliebten Jungs.

Heute habe ich herausgefunden, dass ich eigentlich nicht naiv, sondern simpel ein ehrlicher Beobachter war. Ich hatte lediglich ausgesprochen, was die anderen sich nicht trauten. Heute weis ich, dass das was ich damals als Schwäche wahrnahm, eine meiner Stärken ist.

Also ja! An was sollten wir uns denn sonst orientieren, als an einem Idealbild? An einem Nordstern, so wie ich im ersten Absatz geschrieben habe? Jeder an seinem eigenen von sich Erschaffenen natürlich. Und zwar nicht verbissen, sondern mit einer gesunden Portion Besonnenheit und Spielgeist. Bereit, mit anderen in Austausch zu gehen.

Erfahrungsgemäß bleibt genug Übereinstimmung zwischen Menschen übrig, wenn sie ihre Freiheit finden. Denn viele grundlegende „Wahrheiten“ sehen wir sehr ähnlich. Als Menschen sind wir keine Einzelgänger. Die Fähigkeit uns gegenseitig zu unterstützen und uns zu helfen, macht keinen kleinen Teil unseres Erfolges als Menschen aus. Daher sind brauchbare Antworten schon lange gefunden worden. Sie haben jedoch die Neigung vergessen zu werden. Und dies passiert durch deren Missbrauch. Wie immer ist es die zu Grunde liegende Absicht des Einzelnen, was er aus den Dingen macht. Dies muss klar erkannt werden. Ausschlaggebend sind es die Motive, welche der Einzelne hat. Ob er immer alles auf die Reihe bekommt, ist erstmal nicht so wichtig. Wir haben alle eine zweite Chance, oder eine Dritte – Vierte – Fünfte … Du verstehst!

Familie kann weh tun.

Und hier möchte ich ein Stück meines Lebens einflechten. Ich bin ein Scheidungskind. Nicht so schlimm, eigentlich ganz normal würde man mir heute sagen. Alleinerziehende oder Patchworkfamilien gehören einfach dazu. Nun meine Mutter war allein erziehend. Und ich hatte dadurch als Schlüsselkind so meine Freiheiten. Bis vier Uhr nachmittags jedenfalls. Also alles bestens

Ich sag dir mal was; ich war um die vierzig Jahre, als in einer Art Gesprächstherapie das Thema hoch kam. Aus mir platzten jene bitteren Tränen, welche ich als Kind hätte weinen sollen. Zeit heilt keine seelischen Wunden. Basta!

Einem Kind das Zerbrechen der Familie anzutun, ist gelinde gesagt ein paar Nummern zu groß für dieses. Bereits Erwachsene, welche sich das gegenseitig antun, zerbrechen oft daran. Wie kommen wir auf den Gedanken, dass das für Kinder anders sein soll? Warum nach der Scheidung Schaden begrenzen? Man hat sich mal innig geliebt. Dies lässt sich wieder aufbauen. Den wiederholten Versuch ist es mindestens wert. „Drum prüfe wer sich ewig bindet“, war mal ein guter Rat. Ist es immer noch. Auch wenn die „Ewigkeit“ nur ein Leben lang dauern soll.

Was ein Kind will, sind sich liebende Eltern. Und dies weit mehr als all die Dinge welche man sich kaufen kann. Bereits Kleinkinder reagieren, mit entschlossenen Versuchen den Streit der Eltern zu stoppen. So auch ich, als ich die Beine meines Vaters umklammerte und flehte: „Tu meiner Mama nichts, tu meiner Mama nichts“, als er ihr, Gewalt androhte. Ich werfe den beiden heute nichts mehr vor.

Sie erlitten beide den letzten Krieg und so was hinterlässt Spuren. Keine Guten. Mein Vater war Sanitäter und musste zusehen, wie alle seine Hilfeversuche sinnlos waren. Meine Mutter erlebte den Bombenterror. Sie war damals noch selbst ein Kind. Keine kindgerechte Umgebung. Noch nicht einmal eine menschenwürdige Umgebung. Genauso wenig wie die Kriege heute. Wer sich für Kinder entscheidet, tut dies meist aus Liebe. Er und Sie müssen sich klar über einen wichtigen Punkt sein. Ein Kind erwartet, dass seine Eltern ihre Liebe aufrecht erhalten. Mindestens solange die Kinder das Haus verlassen haben. Wenn es schiefgeht, ist man nicht einfach Opfer der Umstände. Man hat es entweder schleifen lassen, oder aktiv gegen die Ehe gehandelt. Kinder verdienen eine intakte Familie, in welcher Probleme aktiv gelöst werden. Sie verdienen Liebe, Hilfe und eine klare Führung.

Kennst du alte Leute, welche das geschafft haben?

– Mit Stolz überblickt Opa seine versammelte Familie. Die kleinste Enkeltochter sitzt besitzergreifend auf seinem Schoss. Oma blickt innerlich zurück, auf die schönen Zeiten, und auf die Zeiten, in welchen sie einfach nur durchgehalten haben. Auch auf viele Jahre konstanten Arbeitens daran, die Familie zusammen zu halten. Die Beiden feiern heute diamantende Hochzeit. Ihr Sohn, welcher ihr oft Sorgen bereitet hat, legt ihr von hinten beide Hände auf die Schulter und gibt ihr einen Kuss auf ihr graues schütteres Haar. Sie legt ihre rechte Hand auf seine Linke. Mehr ist in diesem Moment nicht zu sagen. Dankbarkeit umgibt die Beiden. Die Kleine auf Opas Schoss blickt die Scene mit großen Augen an. Opa streicht ihr übers Haar. Mit nichts würden die beiden Alten tauschen. Keine der Stunden, schwere oder glückliche würden sie hergeben wollen. Jede hat dazu beigetragen, die glückliche, und in sich starke Familie zu bilden, welche sie heute sind.

Jedenfalls; ich entscheide mich immer wieder für eine „Ideale Scene“, an welche ich mich anzunähern versuche. Lieber „naiv“ als schwarzseherisch. Vielleicht habe ich hier Manchem den Finger zu tief in die Wunde gelegt. Wenn es so ist, tut es mir aufrichtig leid. Wie gesagt, auch ich bin teilweise weit von meinen Idealen abgefallen. Dann habe ich mich wieder zusammengerappelt und meine ursprünglichen Ziele erneut benannt, um sie auf ´s Neue anzustreben. Wie sagt man so lässig: „Hinfallen, aufstehen, Krone gerade richten und weitergehen.“ Wenn man zu sich selbst ehrlich ist, fällt das gar nicht so schwer. Und übrigens; bald bin auch ich Opa. Wer immer sich dann als mein Enkel auf meinen Schoß setzt, hat einen Freund gefunden.

Für was wirst du dich entscheiden?

Link: Hilfe! …

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Erziehungsprobleme? Brauchst du eine Supernanny?

Die verzweifelte Mutter auf dem Bild, wünscht sich wegen ihrer streitenden Kinder, eine Supernanny

Erziehungsprobleme? Brauchst du eine Supernanny?

Geht mal wieder alles drunter und drüber? Liegen deine Neven blank? Die gute Nachricht – es gibt vielleicht Antworten, welche dir helfen könnten. Erziehungsprobleme kann man als Chance sehen! Werde deine eigene Supernanny!

Wir alle bringen gewissen mentalen Ballast mit. Eigenschaften, welche in bestimmten Situationen das Leben schwer machen. Verhalten, auf welches wir nachdem wir etwas Abstand von der Situation gewonnen haben, nicht mehr stolz sind. Unseren Kindern geht es da nicht anders. Kompliziert wird es, wenn beide Parteien gleichzeitig die Kontrolle verlieren. „Ich habe es ja nicht so hart gemeint“, hört man sich selbst später sagen. Oder man denkt es wenigstens.

Einzelne Geschehnisse sind kein Problem, doch solche Situationen häufen sich gerne an. Spätestens dann fangen wir an, an uns selbst zu zweifeln. Dies kann eine nicht enden wollende Spirale starten. Und vor dem Ende Dieser graut es uns.

Auch andere Eltern wünschten sich manchmal eine Supernanny.

Es gibt ein paar typische Situationen, in welchen man sich am liebsten in den Erdboden verkriechen wollte. Zum Beispiel an der Supermarktkasse: „Ich will aber!“ Natürlich lauthals und mit durchdringendem Geschrei. Die Köpfe der Leute drehen sich genervt und unverständig in die Richtung des Geschehens. Zu uns, den Eltern, welche es scheinbar nicht schaffen, ihre Kinder in den Griff zu bekommen. Was tun? Zurückschreien, mit Bestrafung drohen? Das Meiste was wir tun, solange wir einfach reagieren, wirft kein gutes Licht auf uns zurück.

Vielleicht kennst du auch folgende Situation. Du hast Besuch und freust dich diesen zu sehen. Man hat sich viel zu sagen. Die Kleinen wollen auch im Mittelpunkt stehen, und stören wo sie können. Sie meinen es noch nicht einmal böse, doch dir platzt die Hutschnur.

Dann gibt es solche Themen wie Aufräumen, ins Bett gehen oder der Streit unter Geschwistern, oder darüber wem was gehört. Die Kleinen wollen nicht hören, Eifersucht, nicht an die Regeln halten, und so weiter und so fort.

Dabei hatte man sich das, als man das süße Baby im Arm trug, ganz anders vorgestellt. Man würde alles ganz anders machen, als man es selbst als Kind erlebt hatte. Man würde …

Jedenfalls – es kam anders. Erziehung bringt nun mal auch Probleme mit sich. Die Kunst liegt darin, so gut es geht, vorzubeugen. Oder wenn es bereits zu spät scheint, die Weichen neu zu stellen. Wenn du nicht weist wie, besorge dir mein E-Book und die wöchentliche Autorenpost. Trage dich unten ein. Werde selbst zu deiner Supernanny oder Superdaddy! Es ist leichter als du vielleicht denkst. Auf jeden Fall leichter als keine Antworten haben.

Man hatte da so seine Vorstellungen, wie es sein soll und nun schwimmen einem die Felle davon. Die Antwort ist; lass deine ursprünglichen Ziele nicht los. Mit ihnen ist in den meisten Fällen nichts falsch. Belebe sie neu und verstärke sie! Denn nicht deine guten Vorsätze sind das Problem. Sie sind selten unrealistisch. Lass dir dies von keinem einreden. Was du tun kannst, suche nach Lösungen, welche helfen können dich und deine Kinder wieder in Richtung auf deine Ziele zu bringen. Oft ist eine Erleichterung zu erreichen, bereits genug, damit du das Steuer wieder fester im Griff hast. Lese dazu: „Das schwarze Loch der Pädagogik!“

Manchmal wünscht man sich doch eine Supernanny!

Der Gedanke ist leicht zu verstehen. Doch beim zweiten Nachdenken; was, wenn die Nanny welche alles „super“ im Griff hat, nicht da ist? Deshalb brauchst du deine eigenen Skills. Von da an geht ´s leichter.

Link: Das Schwarze Loch der Pädagogik!

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Erziehung – eine zeitgemäße Definition

Eine zielgerichtete Erziehung erschafft viel Freude. So wir sie die Familie auf dem Bild ausdrückt.

Erziehung – eine zeitgemäße Definition.

„Wer Kinder erzieht, tut ihnen Gewalt an“, sagt Kindheitsforscher Michael Hüter. Anderen kann es nicht streng genug sein. Die Vielfalt der Ratgeber und Standpunkte der „Fachwelt“ ist verwirrend für uns Eltern. Ganz interessant dazu ist die althochdeutsche Wortherkunft von Erziehung: „irziohan = herausziehen“, doch dazu später mehr. Anmerken möchte ich nur, dass es nicht etwa „hineinlegen“ heißt. Hier kann ein kurzer Rückblick in das Thema Erziehung sehr erhellend sein, daher erstmal ein kurzer Abriss: (Bei weitem nicht vollständig.)

Der englische Philosoph John Locke (1632-1704) äußerte den Gedanken, dass der Mensch bei seiner Geburt ein leeres Blatt sei, das erst durch seine Erziehung beschrieben werde. Auch sagte er: „Ich glaube behaupten zu können, dass unter zehn Personen immer neun durch Erziehung das sind, was sie sind, gut oder böse, der Gesellschaft schädlich oder nützlich. Die Erziehung macht den großen Unterschied unter den Menschen.“

Der Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi 12. 01. 1746 in Zürich; † 17. 02 1827 stellte die Pädagogik seiner Zeit in Frage und stellte das Kind in den Mittelpunkt. Sein Antrieb, oder wie man heute neudeutsch sagt: „Sein Purpose“, war es das Loch des Elends zu Stopfen. Und von diesem war er umgeben und selbst gefangen. Dennoch gab er nie den Verwirrungen um ihn herum nach und hielt sein Leuchtfeuer hoch. Für ihn galt; alle erzieherischen Einflüsse müssen sich unter allen Umständen der menschlichen Natur unterordnen. „Naturgemässheit“ war ihm das Wichtigst in der Erziehung. Nur sie ist „bildend“, und jeder nicht naturgemäße Einfluss auf den Menschen ist „verbildend“. Viele Schulen und andere Einrichtungen würdigen heute seinen Namen indem sie diesen ihrer Einrichtung geben.

1888 bis 1918 kam die Wilhelminische Zeit. Diese war geprägt von Recht und Ordnung. Körperliche Züchtigung, sprich Schläge als Erziehungsmittel, waren gebräuchlich.

Immer wieder blickten Bemühungen von Menschen durch, denen es um das Kind und nicht um staatliche Interessen ging. Dazu gehörte die Reformpädagogik welche auch Maria Montessori, 31. 08. 1870 in Italien; † 6. 05. 1952, mit gestaltete. Sie sah das Kind als „Baumeister seiner selbst“. Es galt das Kind als Individuum zu achten und seine kreativen Kräfte zu wecken und zu fördern. Ihr Grundsatz aus der Sicht des Kindes war: „Hilf mir, es selbst zu tun!“ Dieser Erziehungsstil war geprägt durch die Selbsttätigkeit der Kinder, das freie Gespräch und Lernen durch Handeln. Wie zuvor bei Pestalozzi 12. 01. 1746 in Zürich; † 17. 02. 1827 war eigene Anschauung ein wichtiger Bestandteil der Unterrichtung. Beide Bemühungen wurden nie Mainstream.

In der Zeit des Dritte Reiches, war wieder Gehorsam gefordert. Erziehung ähnelte jener in Wilhelminischer Zeit. Bedingungsloser blinder Gehorsam war wieder oberstes Ziel. Nicht die Eltern legten Erziehungsziele fest sondern der Staat. Und dieser brauchte menschliche Roboter. Vor allem für das Militär. Recht und Ordnung. Einfalt statt Vielfalt.

Erziehung im Zwielicht.

Nach dem Krieg gab es zweierlei Hauptströmungen in Deutschland. Die westlichen Zonen bemäntelten die Erziehung demokratisch. Doch die Ziele waren immer noch durch Interessengruppen (Geld Macht) festgelegt. Die Fähigkeit, selbst zu schauen, seine eigenen Schlüsse zu ziehen und danach zu handeln war nicht erwünscht. Genau so wenig wie in der Ex-DDR in welcher Erziehung vor allem dem dortigen System zu dienen hatte. Ganz generell kann man sagen, dass das jeweilige System, ein großes Interesse an Kindern hat, welche sie sich dienlich zu machen gedenkt.

Dieser Umstand beschwörte die Antiautoritäre Erziehung als Protestbewegung regelrecht herauf. Sie entstand in den 60er und 70er Jahren. Nach Jahren von Drill und Disziplin sorgte die Studentenbewegung für einen Befreiungsschlag. Scheitern musste auch dieser, da auch er nicht auf sachlicher Beobachtung sondern vor allem Protest beruhte. „Das Kind mit dem Bade ausschütten“, beschreibt diese Zeit am besten. Irgendwie erinnert dies an das Mittelalter, wo Bäder verpönt waren, auch aus dem Grund, weil sie von den Römern stammten.

Heute ähnelt das Bild dem medizinischen Scenario, wo sich widersprechende Schulen einer sinnlosen Schlacht liefern. Wissenschaftliche Herangehensweise wird von allen Beteiligten verhöhnt. Denn Wissenschaft würde die Richtigkeit des anderen anerkennen, wenn sie beobachtbar ist. Diese Schlacht wird mit psychologische Waffen geführt. Es ist eine Schlacht in welcher finanzielle Interessengruppen die Oberhand haben. Eine Schlacht, in welcher der „Gott Geld“ Schutzherr ist. In welcher Vernunft Kanonenfutter ist. Und eine Schlacht um Konsumverhalten, Märkte und Bruttosozialprodukt.

Dieser Schlacht ähnlich ist die Auseinandersetzung um Erziehung. Es kommt auf die Interessen der Gesellschaft, oder genauer der Wirtschaft und der Führungsriegen an. Sie ist psychiatrisch unterwandert. In ihr ist das Bruttosozialprodukt wichtiger als die Kinder. So wie mit der Industrialisierung  zuerst Männer an das System angepasst wurden, wurden dies Frauen mit der Emanzipation, welche in erster Linie der Wirtschaft dient. Im Weg standen die leidtragenden Kinder, welche nun im letzten Zuge dem Gott Geld zugeführt werden. Mit der Welt als globalem Dorf, sind Eltern und Kinder vielen Einflüssen ausgesetzt. Mitten in einem Kampf um die korrekte Weltsicht. Das korrekte Verhalten. Die korrekte Leitkultur. Das korrekte Outfit. die korrekte Musik. Die korrekte Religion. Die korrekte nicht-religiöse Sichtweise. Die Liste ist lang. Der Staat „hilft“ mit Ganztagsangeboten und sichert sich so ein Maximum an Einfluss. Auch Konzerne mischen in diesem Spiel munter mit.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche sich heute mit sozialen Problemen herumschlagen. Die sich Mobbing, Zukunftsangst, Drogen und Kriminalität gegenüber sehen. Und welche große Anteile der Angst und Wutbürger stellen, haben auch eine Erziehung „genossen“. Sprich: Die „Lösungen“ welche wir praktizierten, schufen weit zu viele Probleme. Den Beweis haben wir vor unseren Augen. Er liegt in der obigen Aufzählung. Die Medien laben sich darin. Und in diesem Scenario wollen wir unsere Kinder nicht sehen. Einverstanden?

Sicher ist; Sicherheit in der Erziehung bringt dieser Tumult unter der sozialen Decke nicht.

Einigkeit herrscht jedoch weitgehend darüber, dass eine gute Erziehung, sowohl Freiheiten, als auch Grenzen und Regeln beinhalten muss. Und dies leitet eine neue auf Vernunft basierte Sichtweise ein. Sie stellt die Eltern und Kinder, und damit die Familie zurück in den Mittelpunkt. Auch respektiert sie das Urteilsvermögen der Eltern. Und sie kennt die Fähigkeiten und Gefühle der Kinder vom ersten Tag an, an. Und sie weiß um die Wichtigkeit starkter Individuen, welche ethische und moralische Erkenntnisse durch eigene Entscheidung zum Kompass ihres Lebens machen. Selbstbestimmung und Verstehen, sind hier die Schlüsselworte. Sie öffnen die Tür zur allseits geforderten Resilienz. Der Widerstandsfähigkeit, welche wir und unsere Kinder so dringend benötigen, um nicht „allem“ zum Opfer zu fallen.

Was ist nun eine zeitgemäße Definition von Erziehung?

Zeitgemäße Erziehung ist zielorientiert. Sie anerkennt, dass sowohl Eltern, als auch Kinder Ziele haben, welche sie zu erreichen streben. Sie kann sich zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit, als wahrhaft demokratisch bezeichnen. Ihr liegt es am Herzen das Individuum nicht zu unterdrücken, sondern ganz nach dem althochdeutschen Wort „irziohan = (herausziehen)“, das Beste aus dem Kind zu holen. Besser gesagt – das Beste zuzulassen und zu unterstützen. Sie anerkennt Vielfalt. Die Vielfalt der Individuen, die Vielfalt der Kulturen. Und damit ein friedvolles Zusammenleben.

Sie zeigt Regeln und Grenzen auf eine Weise auf, deren Sinn das Kind verstehen und damit übereinstimmen kann. Erziehung heute, hat verstanden, dass der Mensch nur in Bruderschaft mit sich selbst und seiner Natur, sowie der Natur an sich, ein gutes Leben leben kann. Erziehung heute, trägt dem Umstand Rechnung, dass die Vergangenheit gute Lösungen hervorgebracht hat. Sie setzt das Beste in der Gegenwart um. Auch strebt sie nach weiteren in der Zukunft.

Und so wird sie zum Grundstein für eine Zivilisation, welche ihr ganzes Potential entfalten kann. Sie wird zum Grundstein für herausragende kulturelle Leistungen. Und zum Grundstein einer friedlichen Kultur, in welcher sich zu leben lohnt. Und nicht zuletzt zu einer Zivilisation, welche sich nicht selbst umbringt.

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