Familie ist der Grundpfeiler der Gesellschaft.

Familie – eine dringend wichtige Definition.

Das herkömmliche Familienbild ist unter Beschuss. Babys werden von Leuten welche keine Kinder haben gar als Umweltsünde diskutiert. Daher möchte ich hier erstmal den Artikel 6 GG zitieren. Weiter unten gebe ich einen persönlichen Bericht und noch ein paar motivierende Gedanken. Um es vorneweg zu sagen. Ich bin klarer Befürworter, intakter Familien, obwohl ich in erster Ehe nach zwanzig Jahre auch gescheitert war. Nach wie vor habe ich ein Idealbild von Familie vor meinen Augen. Als „Nordstern“ sozusagen.

Artikel 6 Grundgesetz.

(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.

(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.

Hier kannst du alle Grundrechte nachlesen.

https://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01-245122

Wie du siehst, anerkannte der Parlamentarische Rat 1949 den besonderen Wert der Familie. Und mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die obigen Punkte 1-5 Teil der deutschen Verfassung. Soweit der trockene aber dennoch wichtige Teil.

Da die Begriffe Ehe und Familie damals keinen Erklärungsbedarf hatten und so nie definiert wurden, war die ursprüngliche Absicht leicht zu unterwandern. Somit sind Familien nicht notwendigerweise Eltern und leibliche Kinder. Wie dem auch sei, es geht um die Kinder. In welcher Konstellation auch immer heute Familie auftritt, sie sollte nie „die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“, aus Artikel (2) vernachlässigen. Doch was ist Erziehung eigentlich?

Den wesentlichen Teil bestimmst du im Rahmen deiner Familie.

Du alleine, wenn du allein erziehend bist, oder mit deinem Partner zusammen. So zumindest die Theorie. Ein afrikanisches Sprichwort besagt: „Zum Erziehen eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf“. Nur dass heute dank Medien und Internet die ganze Welt ein Dorf ist. Dies bringt die ganze Vielfalt auf einmal auf den Tisch. Also irgendwie, wird das alles ein wenig kompliziert!?

Eigentlich nicht. Solange du dein Kind liebst, nicht verbiegen, jedoch nach seinen Fähigkeiten und Neigungen fördern willst. Ihm andererseits die nötige Führung bietest, damit es die grundlegenden Regeln des Zusammenlebens und damit der Gesellschaft mit Verstehen lernt, machst du schon den Großteil richtig. Irgend wie liegt es schon nahe an der goldenen Regel: „Was du nicht willst, dass man dir tu, füg auch keinem anderen zu.“

Der Umkehrschluss wäre dann: „Füge dem anderen zu, was auch du gerne erfährst.“ Wer möchte nicht geliebt werden. Wer möchte nicht fair behandelt werden. Und wer möchte nicht mit Respekt behandelt werden. Niemand unter uns hat nicht gerne eine hilfsbereite Umgebung um sich. Keiner möchte nicht das Recht haben beizutragen. Oder wer möchte nicht seine eigenen Ziele definieren. Wahrscheinlich so ziemlich alle von uns. Und da hast du auch schon einen guten Teil des Rückgrats deiner Erziehung – wenn du so willst. Kleine Kinder lernen durch Nachahmung. Und was kleine Kinder gelernt haben, ist die Grundlage für Rest ihres Lebens.

Wie sieht die Definition Familie in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus.

Artikel 16 (Eheschließung, Familie)

„Heiratsfähige Frauen und Männer haben ohne Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.“

„Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.“

„Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.“

Also auch hier; Familie ist ein besonderer Wert. Daher genießt sie Rechte und bekommt Schutz zugesprochen. Die Gleichheit der Menschen bezieht sich auf Würde und Rechte mit den daraus folgenden Artikeln.

Übrigens eine gute Sammlung von Videos, teils kindgerecht, über Menschenrechte findest du hier:

https://www.bing.com/videos/search?q=Menschenrechte&view=detail&mid=E50A15AFADCE9B7A4014E50A15AFADCE9B7A4014&FORM=VIRE

Darüber hinaus sind wir Individuen. Wir unterscheiden uns über die Gleichheit an Würde und Rechten hinaus, oft extrem. Ganz grundlegend kann man sagen, dass da die Freiheit des Einzelnen aufhört, wo die Freiheit, des/der anderen beschnitten wird. Und in diesem Kontext existiert Familie.

Familie aus Sicht des Kindes.

Kleine Kinder können sich noch nicht ausdrücken. Doch ihr Verhalten kann man beobachten. Und so lege ich unseren Ankömmlingen diese Worte in den Mund: „ Hier bin ich! Manche sagen, ich sei leer wie ein weißes Blatt Papier. Doch ich fühle mich komplett. Ich bin zu allen menschlichen Gefühlen fähig. Bin scheinbar wehrlos doch alle hören auf mein Krähen. Ich bin Mittelpunkt der Familie. Kontrolle über meinen Körper habe ich noch nicht. So bin ich auf Hilfe von Mama und Papa angewiesen. Und die bekomme ich auch. Meistens jedenfalls, manchmal dauert es mir zu lange, da ich nur das Jetzt kenne. In diesen Zeiten geht es mir sehr schlecht.

Doch allgemein ist es schön, dass sich alles um mich dreht. Liebe und Zuneigung gibt es Tag und Nacht. Ich möchte gerne ein Übermaß zurückgeben können. Was vor mir liegt weis ich nicht. Ich vertraue auf meine Eltern. ich fühle ich mich geborgen im Schoss meiner Familie. Für meine Eltern ist das eine große Verantwortung, doch sie tragen diese gerne. Schließlich war ich ein Wunschkind …

Diese Geborgenheit brauchen Kinder. Auch dann wenn sie sich Stück um Stück Bereiche unter ihre Kontrolle bringen, sie brauchen Geborgenheit und Fürsorge bis sie aus dem Haus sind. Und selbst, dann ist es gut zu wissen dass es immer noch wohlwollende Eltern gibt.

Obiges ist idealisiert. Doch an was sonst, als an einem Idealisierten Bild soll man sich ausrichten? Wer realistisch wird, beginnt aufzuhören zu träumen. Wer aufgehört hat zu träumen, wird entsprechen anfangen, seine Zukunft den anderen überlassen. Er wird mehr und mehr Opfer. Unsere Ideale, und damit meine ich; deine für dich, und meine für mich, sind unsere Leitsterne. Stets perfekt zu sein, ist sicherlich nicht möglich. Aber sich immer wieder auszurichten schon.

Idealbilder helfen Familie zu denken.

Als ich selbst noch ein Teenie war, wurde mir oft vorgeworfen naiv zu sein. Mein Lehrer hingegen, stoppte die Hänseleien und stellte mich vor der Klasse als, weiter entwickelt als alle anderen dar. Dies war mir auch nicht recht. Ich wollte eigentlich eher unauffällig sein. Höchsten ein wenig cooler so wie die beliebten Jungs.

Heute habe ich herausgefunden, dass ich eigentlich nicht naiv, sondern simpel ein ehrlicher Beobachter war. Ich hatte lediglich ausgesprochen, was die anderen sich nicht trauten. Heute weis ich, dass das was ich damals als Schwäche wahrnahm, eine meiner Stärken ist.

Also ja! An was sollten wir uns denn sonst orientieren, als an einem Idealbild? An einem Nordstern, so wie ich im ersten Absatz geschrieben habe? Jeder an seinem eigenen von sich Erschaffenen natürlich. Und zwar nicht verbissen, sondern mit einer gesunden Portion Besonnenheit und Spielgeist. Bereit, mit anderen in Austausch zu gehen.

Erfahrungsgemäß bleibt genug Übereinstimmung zwischen Menschen übrig, wenn sie ihre Freiheit finden. Denn viele grundlegende „Wahrheiten“ sehen wir sehr ähnlich. Als Menschen sind wir keine Einzelgänger. Die Fähigkeit uns gegenseitig zu unterstützen und uns zu helfen, macht keinen kleinen Teil unseres Erfolges als Menschen aus. Daher sind brauchbare Antworten schon lange gefunden worden. Sie haben jedoch die Neigung vergessen zu werden. Und dies passiert durch deren Missbrauch. Wie immer ist es die zu Grunde liegende Absicht des Einzelnen, was er aus den Dingen macht. Dies muss klar erkannt werden. Ausschlaggebend sind es die Motive, welche der Einzelne hat. Ob er immer alles auf die Reihe bekommt, ist erstmal nicht so wichtig. Wir haben alle eine zweite Chance, oder eine Dritte – Vierte – Fünfte … Du verstehst!

Familie kann weh tun.

Und hier möchte ich ein Stück meines Lebens einflechten. Ich bin ein Scheidungskind. Nicht so schlimm, eigentlich ganz normal würde man mir heute sagen. Alleinerziehende oder Patchworkfamilien gehören einfach dazu. Nun meine Mutter war allein erziehend. Und ich hatte dadurch als Schlüsselkind so meine Freiheiten. Bis vier Uhr nachmittags jedenfalls. Also alles bestens

Ich sag dir mal was; ich war um die vierzig Jahre, als in einer Art Gesprächstherapie das Thema hoch kam. Aus mir platzten jene bitteren Tränen, welche ich als Kind hätte weinen sollen. Zeit heilt keine seelischen Wunden. Basta!

Einem Kind das Zerbrechen der Familie anzutun, ist gelinde gesagt ein paar Nummern zu groß für dieses. Bereits Erwachsene, welche sich das gegenseitig antun, zerbrechen oft daran. Wie kommen wir auf den Gedanken, dass das für Kinder anders sein soll? Warum nach der Scheidung Schaden begrenzen? Man hat sich mal innig geliebt. Dies lässt sich wieder aufbauen. Den wiederholten Versuch ist es mindestens wert. „Drum prüfe wer sich ewig bindet“, war mal ein guter Rat. Ist es immer noch. Auch wenn die „Ewigkeit“ nur ein Leben lang dauern soll.

Was ein Kind will, sind sich liebende Eltern. Und dies weit mehr als all die Dinge welche man sich kaufen kann. Bereits Kleinkinder reagieren, mit entschlossenen Versuchen den Streit der Eltern zu stoppen. So auch ich, als ich die Beine meines Vaters umklammerte und flehte: „Tu meiner Mama nichts, tu meiner Mama nichts“, als er ihr, Gewalt androhte. Ich werfe den beiden heute nichts mehr vor.

Sie erlitten beide den letzten Krieg und so was hinterlässt Spuren. Keine Guten. Mein Vater war Sanitäter und musste zusehen, wie alle seine Hilfeversuche sinnlos waren. Meine Mutter erlebte den Bombenterror. Sie war damals noch selbst ein Kind. Keine kindgerechte Umgebung. Noch nicht einmal eine menschenwürdige Umgebung. Genauso wenig wie die Kriege heute. Wer sich für Kinder entscheidet, tut dies meist aus Liebe. Er und Sie müssen sich klar über einen wichtigen Punkt sein. Ein Kind erwartet, dass seine Eltern ihre Liebe aufrecht erhalten. Mindestens solange die Kinder das Haus verlassen haben. Wenn es schiefgeht, ist man nicht einfach Opfer der Umstände. Man hat es entweder schleifen lassen, oder aktiv gegen die Ehe gehandelt. Kinder verdienen eine intakte Familie, in welcher Probleme aktiv gelöst werden. Sie verdienen Liebe, Hilfe und eine klare Führung.

Kennst du alte Leute, welche das geschafft haben?

– Mit Stolz überblickt Opa seine versammelte Familie. Die kleinste Enkeltochter sitzt besitzergreifend auf seinem Schoss. Oma blickt innerlich zurück, auf die schönen Zeiten, und auf die Zeiten, in welchen sie einfach nur durchgehalten haben. Auch auf viele Jahre konstanten Arbeitens daran, die Familie zusammen zu halten. Die Beiden feiern heute diamantende Hochzeit. Ihr Sohn, welcher ihr oft Sorgen bereitet hat, legt ihr von hinten beide Hände auf die Schulter und gibt ihr einen Kuss auf ihr graues schütteres Haar. Sie legt ihre rechte Hand auf seine Linke. Mehr ist in diesem Moment nicht zu sagen. Dankbarkeit umgibt die Beiden. Die Kleine auf Opas Schoss blickt die Scene mit großen Augen an. Opa streicht ihr übers Haar. Mit nichts würden die beiden Alten tauschen. Keine der Stunden, schwere oder glückliche würden sie hergeben wollen. Jede hat dazu beigetragen, die glückliche, und in sich starke Familie zu bilden, welche sie heute sind.

Jedenfalls; ich entscheide mich immer wieder für eine „Ideale Scene“, an welche ich mich anzunähern versuche. Lieber „naiv“ als schwarzseherisch. Vielleicht habe ich hier Manchem den Finger zu tief in die Wunde gelegt. Wenn es so ist, tut es mir aufrichtig leid. Wie gesagt, auch ich bin teilweise weit von meinen Idealen abgefallen. Dann habe ich mich wieder zusammengerappelt und meine ursprünglichen Ziele erneut benannt, um sie auf ´s Neue anzustreben. Wie sagt man so lässig: „Hinfallen, aufstehen, Krone gerade richten und weitergehen.“ Wenn man zu sich selbst ehrlich ist, fällt das gar nicht so schwer. Und übrigens; bald bin auch ich Opa. Wer immer sich dann als mein Enkel auf meinen Schoß setzt, hat einen Freund gefunden.

Für was wirst du dich entscheiden?

Link: Hilfe! …