Mama Papa, welchen Weg nimmst du?

Anmerkung: Dieser Artikel wendete sich ursprünglich an Künstler. Ich habe ihn hier für Eltern umgeschrieben. Also für dich Mama und Papa!

Es ist eine alte und allseits anerkannte empirisch beobachtbare Wahrheit, dass man diejenigen Dinge verstärkt worauf man seine Aufmerksamkeit lenkt. Sichtbar wird dies in solchen Sprichwörtern wie: „Lächle und die Welt lächelt zurück.“ Oder: „Wie man in den Wald schreit, kommt es zurück.“ Sowie: „Gewalt erzeugt Gegengewalt.“ Oder als Moral-regel: „Was du nicht willst dass man dir tu´ füg´ auch keinem Anderen zu!“ Legt man seine Aufmerksamkeit auf Freundlichkeit, findet man viel von ihr. Legt man seine Aufmerksamkeit auf Nichtübereinstimmung, bekommt man diese. Auch die Rede von der „Sich selbst erfüllenden Prophezeiung“, unterstützt die Aussage: „Worauf man seine Aufmerksamkeit legt erhält man!“ Für Mama und Papa – Wenn du dem Guten in deinen Kindern die Aufmerksamkeit gibst. Sie darin lobst und unterstützt, bekommst du mehr davon.

Was Mama und Papa im Eifer des Gefechts gerne übersehen.

Auch wenn es immer wieder schwer fallen mag, die Konsequenz für das eigene Handeln kann nur bedeuten, dass, wenn ich das Gute in der Welt mehren will, ich das Gute benennen, besingen, in Bild und Film zeigen und somit verstärken will. Oder für Eltern, dass ich die Samen des Guten meinem Kind weitergeben will. Denn im Kind wird dies wachsen, worauf ich seine Aufmerksamkeit richte.

Baue ich ein Haus, habe ich ein Haus. Pflanze ich einen Garten, habe ich einen Garten. Führe ich Krieg, habe ich Verderben. Es ist so einfach, dass es gerne übersehen wird! Mobbe ich und streue zersetzende Kommunikation, bereite ich den Boden für Streit. Streit auf internationaler Ebene ergibt … … … Genau! Streit in der Familie ergibt in letzter Konsequenz Scheidung und traumatisierte Kinder. Wie im Kleinen so im Großen. Lehre ich, meine Kinder zu hassen, werden sie weiteren Hass in die Welt bringen. Da hilft alles Schönreden nicht.

Zeige ich meinen Kindern durch mein Vorbild was Liebe, Verstehen und offene Kommunikation sind, werden sie eine stabile Basis haben um selbst ihrerseits das Gute zu verstärken. „Besinge“ ich die Sinnlosigkeit des Lebens und verherrliche ich Drogen, werde ich als Künstler oder auch als Eltern genau dies in der Welt vermehren.

Mama und Papa stehen im Glashaus.

Geht es mir selbst schlecht und ich dramatisiere dies öffentlich, (Soziale Medien) werden sich Andere finden, welchen es auch schlecht geht und gemeinsam erneutes Leid produzieren. Es ist in Ordnung, seine Trauer zu leben und Freunde zu finden, welche einem wieder auf die Beine helfen. Es ist destruktiv öffentlich zu dramatisieren und die Welt schlecht zu reden. (So wie die Medien das tun.) Tu ich dies meinen Kindern gegenüber, lernen sie anstatt hilfreichen Dingen, das Drama der Welt kennen. Und zwar von einem Opfer-Standpunkt aus. Sie lernen eben nicht was wir predigen, sondern was sie bei uns beobachten können. Wie sollen sie jemals als Erwachsene besonnen und lösungsorientiert sein?

Wer kennt nicht die Warnung: „Mal nicht den Teufel an die Wand“. All diese Weisheiten von Großmutter und Großvater sind entstanden, weil unsere Vorfahren schmerzvoll erfahren haben, was passiert wenn sie sich nicht daran gehalten haben.

Ein paar aufschlussreiche Wortbedeutungen:

Zyniker: Bissiger die Wertgefühle anderer herabsetzender Spötter. Herkunft zu griechisch kyon = Hund.

Spötter: Jemand der Äußerungen tätigt oder Verhaltensweisen zeigt, mit der sich über jemand oder jemandes Gefühle oder Ähnliches lustig macht. Ein zu tiefst unterlegener Mensch, der Überlegenheit demonstrieren will. Ein Verallgemeinerer der mit Trugbildern arbeitet. Lügner sich selbst und anderen gegenüber.

Defätist: Jemand der mut- und hoffnungslos ist und die eigene Sache und überhaupt alles, für aussichtslos hält.

Schwarzmaler: Jemand der allzu pessimistische Darstellungen, Schilderungen von sich gibt. Ein Mensch, der aufgegeben hat an Lösungen zu glauben.

Allen gemeinsam ist, dass sie häufig in Verallgemeinerungen reden. Weiterhin, dass sie konstruktive Bemühungen herunterputzen und in Hilfe stets Betrug wittern. Einen von ihnen hörte ich öfter sagen: „Der Mensch will betrogen werden“. Mit ihren Anklagen reden sie sozusagen von sich selbst. Keinem von ihnen ist als Freund zu trauen. Weder als Ratgeber für Eltern noch als Freunde für die Kinder. Nicht, dass wir nicht alle, zeitweise in solche Verhaltensweisen rutschen könnten. Kritisch wird es, wenn sie zur Grundeinstellung der Person gehören.

Nun hat jemand in den Wortdefinitionen das Dauerfeuer mancher unserer Medien oder manchen Politiker wiedererkannt? Oder gar sich selbst? Im zweiten Falle ist es noch nicht so schlimm. Den Luxus der Selbstreflexion kennen die wirklich üblen Burschen nicht. In einer Gesellschaft in welcher man massiv von solchen Dingen umgeben ist, kann man jedoch leicht selbst manchmal in solche Rollen schlüpfen.

Doch als Mama und Papa solche Dinge zu verstärken bedeutet auch, solche Dinge in die Kinder zu füllen. Dinge welche auch wieder herauskommen und anderen schaden. Es bedeutet, eine Zukunft zu erschaffen, welche noch mehr von Grau und Schwarz geprägt ist! (Ich meinte jetzt nicht nur unsere Autos 🙂 )

Ehrliche Hilfe existiert noch immer.

Auf der anderen Seite finden wir z.B. Hilfe. Hilfe mag durch Psychiater, durch die Pharmaindustrie, durch manch politisch motivierten Prediger, durch unlautere Politiker usw. oft pervertiert worden sein. Hilfe mag Jahrtausende Jahre lang immer wieder zur Tarnung und Auskleidung einer Falle verwendet worden sein. Dennoch existiert sie. Reine durch Nächstenliebe motivierte Hilfe. Sie existiert!

Sie existiert nicht nur, sondern nichts ist häufiger im menschlichen Verhalten anzufinden als Hilfe. Der Mensch ist nicht schlecht! Oder hat ein Zahnarzt, welcher gutes Geld verdient, etwa nicht geholfen, als er den faulen Zahn saniert hat? Helft ihr als Mama und Papa nicht pausenlos ihren Kindern? Ist Kindergarten und Schule im Grunde nicht in großen Teilen Hilfe? Zumindest aus dem Gesichtspunkt von Erzieher/in oder Lehrer/in. Hilft es uns nicht, dass irgendwo jemand an einem Fließband steht und eine Waschmaschine zusammenbaut?

Und dann die selbstlose Hilfe vieler. Gehört nicht Deutschland zu den größten Spendenländern. Ist nicht das Ehrenamt ein eine gewaltige Volksbewegung? Ist der konstruktive Künstler nicht jener, welche Freude und Weisheit in das Volk bringt? Ich kann meine Wut kaum unterdrücken – jenen gegenüber welche es wagen zu sagen der Mensch sei in seiner Grundnatur schlecht! Doch auch für mich gilt: „Dahin wo ich mein Aufmerksamkeit lenke das verstärke ich. 🙂 Also schaue ich lieber auf dich. Du beschäftigst dich mit Lösungen also musst du ein guter Kerl oder ein gutes „Mädchen“ sein. 😀

Weiterhin gebe ich meine Aufmerksamkeit hauptsächlich jenen, die ehrliche Hilfe leisten. Und daher bedanke ich mich an dieser Stelle im Namen aller welche hierzu noch zu keiner Stimme gefunden haben bei dir und allen anderen hilfreichen Menschen. Für euer Da-Sein und euere Hilfe welche ihr tagtäglich leistet. Für euch ein respektvolles und aus tiefem Herzen kommendes

Danke!

Und ganz besonders dir Mama und Papa!

Ich meine dies nicht ironisch. Ganz und gar nicht. Ich weis wovon ich als fünffacher Vater rede. Auch wenn es nicht gerade alltäglich ist. Nehme bitte meinen Dank an. Alles was wir tun, berührt auf die eine oder andere Weise das Leben der anderen. Daher nochmals Danke, Mama und Papa!

Kunstschaffende fordere ich hiermit an dieser Stelle auf, jenen ein Denkmal zu setzen, welche helfen. Mama und Papa möchte ich hiermit motivieren, weiterzumachen die wertvollen Menschen zu sein, welche sie für ihre Kinder und die Gesellschaft sind. Lasst uns eine ehrliche Sicht auf die Menschen erschaffen, denn wir alle haben, auch wenn wir manchmal Fehler machen, weit mehr konstruktives in die Welt getragen, als man uns manchmal glauben machen will.

Lasst uns das Gute in die Welt tragen und somit vermehren. Lasse deine Kinder helfen, auch wenn das bei den Kleinsten bedeutet, vieles noch mal machen zu müssen. Ihre Hilfe wird in den ersten Jahren oft noch mehr Arbeit bedeuten. Bestätige sie dennoch für ihre Absicht und Tat. Lehre ihnen nicht Angst, sondern helfe ihnen so schnell wie möglich das Leben zu erobern. Sei beschützend da, wenn es nötig ist.

Wir alle können eine große Hilfe sein! Das Ziel: Eine friedliche lebenswerte Kultur erhalten/aufbauen. Unsere Kinder sind es wert. Und wir als Mama und Papa, werden stolz darauf sein, was wir weitergegeben haben.

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