Wenn Werte in der Erziehung fehlen.

Warum schreibe ich diesen Artikel? Jemand zeigte mir ein Video eines realen Mordes auf offener Straße am helllichten Tag. Nicht in Amerika – in Deutschland. Die Medien sind voll von Gewalt, ohne dass sie auch Lösungen andeuten. Kinder werden in den Strudel hineingezogen. Es existieren Antworten gegen die genannten Probleme. Sie erfordern jedoch eine breite Beteiligung. Sowohl Staat als auch jeder Einzelne, der mit Kindern zu tun hat, ist gefordert. An vorderster Front Eltern. Und Werte in der Erziehung sind das Schlüsselthema.

Was fehlende Werte in der Erziehung verursachen.

Zu einer Studie der Bertelsmannstiftung sagt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung: „60 Prozent und damit mehr als die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen erfährt in der Schule Ausgrenzung, Hänseleien oder sogar körperliche Gewalt, insgesamt ein Viertel fühlt sich an ihrer Schule nicht sicher.“  Hier geht es zum Artikel

Die „Zeit Online“ schreibt von 10 000 den Kindern, welche Opfer von Gewalt wurden. Alleine im Jahr 2018. Artikel.

Ich selbst lebe in Stadtmitte von Stuttgart. Vor meiner Haustüre ist Fußgängerzone. In meiner Nachbarschaft befinden sich Restaurants und Bars. Sprich ich lebe mittendrin, in einem der Hotspots Stuttgarts. Die Scenen, welche sich da an den Wochenenden teilweise abspielen, sind unzivilisiert. Glück erleben diese jungen Leute offensichtlich nicht.

Es fehlen Werte in der Erziehung.

Insbesondere an den Wochenenden findet ein extremer Konsum von Alkohol und anderen Drogen statt. „Zicken-Kriege“ mit allem was dazugehört, einschließlich Gewalt resultieren daraus. Regelmäßig Schreiereien und tätliche Auseinandersetzungen. Brüllende Motoren aufgemotzter Autos und Motorräder nachts um Drei. Üble Beleidigungen, derart heraus geschrien, dass man denkt, es kommt gleich die Lunge mit, reißen einen aus dem Schlaf. Und dies obwohl ich im fünften Stock wohne. Kurz – es ist ein Drama wie aus einem schlechten Film. Woche für Woche. Nur an kalten Regentagen ist es ruhiger.

Noch mehr Beispiele fehlender Werte.

Am nächsten Morgen; Scherben, wohin man auch kommt. Radfahrer ärgern sich über platte Reifen und Eltern lassen ihre Kinder nicht zu Trampolin oder Karussell in der Innenstadt. Erbrochenes, klebriger Boden durch verschüttete Getränke. Und Mengen an Müll welche ein erniedrigendes Bild auf jene zurückwerfen, welche diesen verursachen. Und dies sind nur die „kleinen“ Auswirkungen. Die Stadt, welche alles wieder sauber macht, bevor der „Normale Bürger“ die Straße betritt, gibt Millionen für die Reinigung aus. Die Fußgängerzone wird sogar nass gereinigt um dem Erbrochenen, und den klebrigen Lebensmittelresten Herr zu werden. Alles wegen fehlender Werte in der Erziehung. Wie viel Leid in diesem Umfeld geboren wird, lässt sich nur erahnen. Erstaunlich, dass Alkohol eine anerkannte Droge ist. Erstaunlich, dass vermeintlicher Spaß, einer der höchsten Werte ist, und Glücklichsein noch nicht einmal zum Vokabular gehört.

Fehlten Werte in der Erziehung?

Diese kopflosen jungen Leute, waren einmal Kinder und haben eine „Erziehung“ genossen. Zumindest sollt man dies annehmen. Was sie Spaß nennen ist Selbstzerstörung. In vielen Gesichtern kann man sie erkennen. Es ist die Qualität von Spaß wie: „Lass uns mal ein paar Steine von der Autobahnbrücke werfen.“ „Lass uns randalieren und fremdes Eigentum beschädigen“. „Lass uns ein paar Leuten die Organe aus dem Leib treten.“ Spaß ist eben nicht unbedingt Glücklichsein.

Die Probleme sind nicht neu. Die Ausmaße jedoch schon. In meiner Zeit beschwichtigte man mit: „So ist eben die Jugend“, wobei man wahrscheinlich den entgleisten Teil davon meinte. Nun – drei aus meiner Schule überlebten nicht und eine junge Frau verlor ein Bein. Ursachen – Unfall durch Alkohol. Zwei weitere nahmen sich das Leben.

1. Was ist die Ursache dieser fehlenden Werte?

Ursache? Im Allgemeinen großes Fragezeichen! Jedenfalls für jene welche gerne Missstände ignorieren. Oder gar daran verdienen.

Mit anderen Worten, wir haben einen Erziehungsnotstand. Unsere Bemühungen gehen zu oft in die falsche Richtung. Auch wenn längst nicht alles in Extremen endet. Eltern stehen oft ratlos alleine da. Entsprechend fällt es ihnen schwer, Kindern das zu vermitteln, was die Gesellschaft zurecht verlangt.

Niemand will gemobbt oder verprügelt werden. Keiner bestohlen oder gedemütigt. Keiner will, dass sein Eigentum beschädigt wird. Und dennoch tun wir, als Gesellschaft, diese Dinge anderen ständig an. Als Ursache werden viele äußere Faktoren benannt. Da sind die eigenen Gewalt-Erfahrung, Armut, niederes Bildungsniveau oder auch seelischer Missbrauch.

Mag ja alles stimmen. Doch es ist zu kurzsichtig. Zu oberflächlich und nicht in Lösungen gedacht.

Die Menschheit hat in wechselnden guten und schlechten Zeiten, brauchbare Lösungen herausgearbeitet. Sie funktionieren bestens, sind aber für Missbrauch anfällig. Siehe: „Gefährliche Werte und Tugenden.“ Und während gesellschaftlicher Umbrüche, neigen Menschen dazu, auch das Brauchbare der Vergangenheit wegzuwerfen. Auf diese und andere Weisen verlieren wir immer wieder Wissen, welches zuvor viel Erleichterung gebracht hatte. Was waren also diese Lösungen?

Zeit sich auf Werte in der Erziehung zu besinnen!

Das Gute an Werten oder auch Tugenden ist, sie finden eine breite Übereinstimmung in der Gesellschaft. Und zwar quer durch alle Altersschichten. Quer durch alle Weltanschauungen. Du willst den Beweis; OK – legen wir los.

Willst du bestohlen werden? Willst du belogen werden? Gefällt es dir, wenn man dich nicht respektiert? Freust du dich schon auf die unfreundlichen von den Menschen um dich herum? Bist du stolz auf den faulen Kollegen, der seine Arbeit auf dich abwälzt? Ziemlich dumme Fragen, welche jedoch nur eine kluge Antwort zulassen: „Nein!“ Und glaub mir, das gilt praktisch für alle von uns. Also Werte sind nach wie vor populär! In der Geschäftswelt kommen sie in neuem Kleid daher. Softskills!

Jedenfalls – diese unangenehmen Dinge sehen wir mehr und mehr als gegeben und normal an. Denk mal an manche Politiker. Denk an selbstgefällige Manager, oder die Medien. „Was die da oben können, kann ich schon lang“, habe ich mehr als nur einmal gehört. Und genau hier laufen wir in die Falle. Es braucht weder Religion oder irgendeine Weltanschauung um der Vernünftigkeit der Werte bewusst zu werden. Fakt ist: Was Werte in der Erziehung brauchen ist das Verstehen des Kindes und dessen Selbstbestimmung darüber.

Sind sie vorhanden, läuft der Laden. Egal ob es eine Familie, eine Firma oder ein Staat ist. Wenn sie vorhanden sind, sind faires Spiel und ehrlicher Erfolg erreichbar. Es gibt ohnehin nur ehrlichen Erfolg. Betrügerischer schlägt auf den Kriminellen zurück. Er ist nicht Nachhaltig. Ohne dass man ihn ins Gefängnis zu werfen braucht, wird der Betrüger seine Fenster vergittern. Er wird nach „Sicherheit“ schreien. Ein angstvoller erbärmlicher Zustand. Egal wie sehr er ihn mit Besitztümern bemäntelt.

Da kann man nichts dagegen machen!

Es wird Sprechern oder Schreiberlingen selten bewusst, dass sie mehr über sich selbst verraten, als ihnen lieb ist. „Da kann man nichts dagegen machen“, ist Apathie! Es ist Versagerdeutsch. Schwarzmalerei. Der Weg in immer mehr Gesetze macht uns alle mehr und mehr unfrei. Wobei langfristig unsere Kinder den größten Teil ausbaden müssen. Mann kann das Steuer immer herumreißen. Oder es zumindest beherzt versuchen. Es gibt diese unbarmherzigen Dinger genannt Spiegel. Gut für jenen der Morgen auch noch hineinschauen kann. Und dabei sagen kann: “Ich habe das Meine getan!”

Wir alle können sogar sehr viel tun. Und tatsächlich tun die Meisten von uns bereits sehr viel. Unser Leben würde trotz allem nicht so gut verlaufen, wäre es anders. Die Meisten von uns tragen bereits viel Verantwortung. Doch manchmal würde eine Erleichterung gut tun. Zum einen Erleichterung in der Form, dass man sich nicht blöd vorkommen muss, nur weil man versucht anständig zu sein. Zum anderen, praktisch umsetzbare Dinge über welche wir auf breitester Basis übereinstimmen können. Denn eine Gesellschaft kann nur aus Übereinstimmungen gebaut werden. Verstehe mich hier richtig. Ich rede nicht von Gleichmacherei. Ich rede von Vielfalt, welche jedem die Freiheit gibt, sein Leben zu gestalten. Und ich rede von Übereinstimmungen, aus welchen wir die verbindenden Teile der Gesellschaft bauen können.

Werte und Tugenden, die Bausteine der Menschenrechte.

Ich rede von den Werten und den Tugenden. Gemeinsam mit den Menschenrechten, welche ihrerseits aus den universalen Werten entstanden sind.

Wir schulden es der Zukunft, wir schulden es unseren Kindern, dass wir ihnen eine friedliche und lebenswerte Gesellschaft hinterlassen. Was zu tun ist, erscheint überwältigend viel. Lass mich hier eine Tante von mir zitieren: „Viele Hände bereiten viel Arbeit, ein schnelles Ende“, pflegte sie häufig zu sagen. Wie man solche Dinge vermittelt, so dass ein Kind diese annehmen kann und noch viel mehr erfährst du in meinem eBook: “Hilfe! Welche Zukunft hat mein Kind?”

Informiere dich jetzt über mein eBook: “Hilfe! Welche Zukunft hat mein Kind?”

Starke Kinder

Hier nochmal der Link. Hilfe! Welche Zukunft hat mein Kind?